Geld verspekuliert

Österreicher tötet fünf Familienangehörige

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14. Mai 2008 In Österreich hat ein Familienvater fünf Familienangehörige getötet. Nach ersten Erkenntnissen hat der 39 Jahre alte Mann seine Frau (42), seine Tochter (7), seine Mutter (69), seinen Vater (72) sowie seinen Schwiegervater (80) mit einer Axt getötet. Das teilte die Polizei am Mittwoch in Wien mit.

Der mutmaßliche Täter habe sich am frühen Morgen der Polizei gestellt. Hierbei habe er gesagt: „In meiner Wohnung liegen meine tote Frau und mein totes Kind.“

Mutmaßlicher Täter wollte Familie „Schmach ersparen“

Die Taten ereigneten sich an drei verschiedenen Orten: in Wien, Ansfelden und Linz. In der Wohnung des Mannes in Wien wurden seinen Angaben entsprechend die Leichen seiner Frau und seiner Tochter gefunden. Der Mann gestand laut Polizei anschließend drei weitere Tötungen: In Ansfelden in Oberösterreich habe er seine Mutter und seinen Vater erschlagen. Danach sei er ins wenige Kilometer entfernte Linz gefahren, wo er den Schwiegervater tötete.

Als Motiv gab der mutmaßliche Täter Geldsorgen an. Er habe einen sechsstelligen Euro-Betrag verspekuliert, teilten die Ermittler am Mittwoch laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit. In österreichischen Medienberichten war von 300.000 Euro die Rede. Der 39 Jahre alte Mann -nach eigenen Angaben als PR-Berater tätig- habe sich das Geld von seiner Familie geliehen und habe dieser nach ersten Aussagen die „Schmach ersparen“ wollen.

Der oberösterreichische Sicherheitsdirektor Alois Lißl sagte die „äußerst brutalen“ Attacken auf die Opfer seien gezielt gegen den Kopf gerichtet worden. Der anschließende Versuch des mutmaßlichen Täters, sich zu erhängen, sei gescheitert.



Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AP, reuters

 
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