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Blöde Panzerknacker

Der Alptraum der Dalton-Brüder

Der Alptraum der Dalton-Brüder

27. Februar 2006 Das Böse ist immer und überall. Für die Panzerknacker ist in der ansonsten heilen Welt von Entenhausen das Verbrechen keine unbekannte Größe. In aller Regel sind sie nur hinter einem her: dem Geld aus Dagoberts Geldspeicher. Sie lassen nichts unversucht, schicken Elstern, die das Geld Münze für Münze im Schnabel forttragen, füttern Maulwürfe, die den Speicher untergraben, sie hantieren mit Sprengstoff und Laserkanonen und sind stets erfolglos - bis zur nächsten ruchlosen Attacke.

"Wir plagen uns so wacker. Wir armen Panzerknacker. Doch uns're ganze Kunst, die war umsunst", dichtet der chaotische Räuberhaufen, der immer unrasiert und mit schwarzer Maske auftritt. Die Panzerknacker sind die großen Verlierer im Überfallgewerbe.

Die Dalton-Brüder ziehen den Mißerfolg magisch an

Wenig Glück ist auch einer ganz anderen Verbrecherbande beschieden, die den Wilden Westen in Aufruhr versetzt, den Dalton-Brüdern. Denn es ist erste und wichtigste Aufgabe von Lucky Luke, Joe, Jack, Everell und William nach ihren Ausbrüchen aus dem Gefängnis immer wieder aufzuspüren und einzufangen. Die durchtriebenen Daltons sind nicht nur der Phantasie des Zeichners Morris entsprungen, sie verübten 1891 tatsächlich einen legendären Eisenbahnraub - der Anfang vieler Verbrechen und der Beginn ungezählter Legenden um die Dalton-Gang.

In der Realverfilmung mit Til Schweiger als Lonesome Cowboy planen die Dalton-Brüder den ganz großen Coup: Sie wollen die Bank mit den höchsten Sicherheitsvorkehrungen im Wilden Westen ausrauben. Helfen soll ein magischer Sombrero. Aber die Dalton-Brüder wären nicht die Daltons, wenn sie den Mißerfolg nicht magisch anzögen.

Auch Alt-Europa hat seine gezeichneten Helden des Überfalls

Nicht nur im rauhen Westen Nordamerikas gibt es Kriminelle und Helden, auch in Europa: "Wir befinden uns im Jahre 50 v. Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt." Postkutschen rollen nicht an, aber Banken, Steuereintreiber und Römer gibt es. Die müssen natürlich überfallen werden. Denn Asterix wurde ein Kessel mit Sesterzen geraubt, auf den er für den Steuerhinterzieher Moralelastix aufpassen sollte. Asterix öffnet mit Fußtritten die schwere Tür zur römischen Bank und schreit: "Dies ist ein Überfall! Wo ist das Gold?", um an das dringend benötigte Geld zu kommen. Doch in der Kasse der Römer herrscht Ebbe.

Text: chf., Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 26.02.2006, Nr. 8 / Seite 51
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa

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