Er wird schon Profi genug sein, um seinen Job anständig zu machen, der Herr Polzer. Als Hymne würde ich den Versuch, die (kriminelle) Genialität des Täters zu beschreiben, nicht bezeichnen. Er muss die gierige Meute informieren, gleichzeitig die Rechte der Opfer und des Täters berücksichtigen und nicht zuletzt die Arbeit der Polizei kompetent darstellen. Und vielleicht ist er als Privatmensch auch ein bisschen fassungslos angesichts des unvergleichlich eiskalten Vorgehens, mit dem die Verbrechen jahrzehntelang geplant und leider auch jahrzehntelang ausgeführt wurden. Hier die richtigen Worte zu finden, ist schon eine Herausforderung. Abgesehen davon: Jedes Wort von ihm wird von der nach Neuigkeiten lechzenden Menschheit auf die Goldwaage gelegt und daher mehr als kritisch (über-) bewertet. Es ist ihm hoch anzurechnen, dass er alles versucht, die Privatsphäre der Opfer zu schützen, und dass er die Details, auf die wir alle so scharf sind, in seinen Pressekonferenzen für sich behält.