Holzklotz-Wurf

Polizei fahndet mit Phantombild nach Jugendlichen

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02. April 2008 Im Fall des tödlichen Holzklotzwurfes von einer Autobahnbrücke bei Oldenburg hat die Polizei neue Hinweise auf mögliche Täter erhalten. Diese gingen nach der Veröffentlichung einer Phantomzeichnung ein, Einzelheiten gab die Polizei nicht bekannt. Die Zeichnung zeigt vier bis fünf Jugendliche im Alter von 16 bis 20 Jahren. Schon seit dem Tattag seien mehrere Hinweise auf eine solche Gruppe bei den Ermittlern eingegangen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Den entscheidenden Hinweis habe ein Zeuge gegeben, der die Brücke am Tattag selbst überquert hatte. Er habe die Gruppe als einziger Hinweisgeber vage beschreiben können.

Zu der Gruppe gehört laut Polizei eine große männliche Person, die mit einer hellen, schräg sitzenden Baseball-Kappe, einer hellen Hip-Hop-Jacke und einer dunklen Baggyhose bekleidet war. Eine weitere Person sei vermutlich weiblich gewesen und habe einen Pferdeschwanz gehabt.

Die Bevölkerung soll bei der Suche helfen

Mit diesem Phantombild fahndet die Polizei nach den Holzklotzwerfern

Mit diesem Phantombild fahndet die Polizei nach den Holzklotzwerfern

Mit Fahndungsplakaten versuchen die Ermittler nun, noch weitergehende Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten: An Tankstellen, Schulen, Geschäften und in Bussen würden Plakate ausgehängt. Auch im Fernsehen fahndet die Polizei nach den Tätern: Am heutigen Mittwoch soll im ZDF um 20.15 Uhr in der Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ die Bevölkerung um Mithilfe gebeten werden.

Am Ostersonntag war die 33-jährige Olga K. aus dem westfälischen Telgte auf dem Beifahrersitz eines Autos von einem sechs Kilogramm schweren Holzklotz getroffen und vor den Augen ihres Mannes und ihren zwei Kindern tödlich verletzt worden. Der oder die Täter hatten den Klotz gegen 20 Uhr von einer Brücke im Norden von Oldenburg auf das Auto der Familie auf der A29 geworfen.

Belohnung von 6000 Euro

Die Ermittler der SOKO „Brücke“ interessieren sich auch dafür, woher die Tatwaffe stammte: Nach dem jetzigen Ermittlungsstand habe es sich nicht um einen sogenannten Hauklotz gehandelt, der zum Spalten von Holz genutzt wird. Vielmehr sei es ein aus einem Stamm herausgesägtes Stück gewesen, das schon einige Zeit im Freien gelegen haben müsse, schrieb die Polizei.

Die Polizei hat eine Belohnung von 6000 Euro ausgesetzt. Bisher sind rund 150 Hinweise eingegangen.

Text: ddp/AP
Bildmaterial: AP, reuters

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