01. März 2007 Die Kopenhagener Polizei hat am Donnerstag ein von Autonomen besetztes Jugendzentrum mit Hilfe von Antiterror-Spezialisten geräumt. Wie das Reichskrankenhaus mitteilte, wurde ein 20 Jahre alter Deutscher dabei am Kopf verletzt und musste behandelt werden.
Bei Krawallen nach der Räumung des Jugendhaus (Ungdomshuset) im Stadtteil Norrebrø wurden zwei Demonstranten leicht verletzt. Die Polizei nahm 100 Teilnehmer an den Protesten vorübergehend fest. Die Kopenhagener Polizeichefin Hanne Bech Hansen nannte die Räumungsaktion selbst einen riesigen Erfolg.
Demonstranten warfen Flaschen und Steine
Bei einem nicht genehmigten Protestzug gegen die Räumung am frühen Abend mit mehr als 500 Teilnehmern warfen Demonstranten abermals Flaschen und Steine auf das massive Polizeiaufgebot. Wegen befürchteter Auseinandersetzungen hatten die Behörden zuvor die Grenzkontrollen zwischen Dänemark und Deutschland verschärft. So wolle man den Zulauf von gewaltbereiten Autonomen sowie auch von Neonazis verhindern, erklärten Sprecher. Die Kopenhagener Polizeichefin Hanne Bech Hansen nannte die Räumungsaktion einen riesigen Erfolg.
Das seit 1981 besetzte Haus war im vergangenen Jahr von der Stadt Kopenhagen an eine Freikirche verkauft worden. Medien hatten zuvor von umfassenden Vorbereitungen der Hausbesetzer auf gewaltsame Aktionen berichtet. Diese hatten Gleichgesinnte aus anderen Ländern - darunter auch aus Deutschland - aufgefordert, ihnen zu Hilfe zu kommen. Zuletzt war es eine Woche vor Weihnachten zu heftigen Straßenkämpfen wegen der bevorstehenden Räumung gekommen.
Text: dpa
Bildmaterial: dpa