Kooperation statt Konfrontation

Gastbeitrag

Was wir uns von China wünschen

Die Welt sucht nach neuer Ordnung. Eines steht aber schon fest, derweil diese „Neuvermessung der Welt“ andauert: China wird eine zentrale Rolle spielen müssen. Wir wünschen uns, dass die Olympischen Spiele eine weitere Öffnung des Landes bewirken. Von Frank-Walter Steinmeier

Lesermeinungen zum Beitrag

02. August 2008 05:09

Berechtigte Wünsche

Oskar Geri (Oskar1a)

Herr Steinmeier schreibt: "Dabei müssen auch Defizite klar angesprochen werden, wie zum Beispiel bei den Menschenrechten. Mit dem Hinweis darauf ist das Thema aber nicht beendet. Es geht vielmehr darum, wie man konkrete Verbesserungen erreicht." Herr Steinmeiers Hinweise an die KPCh sind korrekt und sanft-diplomatisch ausgedrückt und es geht nun darum, wie diese Verbesserungen erreicht werden können. Hierzu ein aktueller Fall: Was man jetzt bei den Zensurversuchen des Olympiapressezentrums wieder feststellen konnte ist, daß nur ein scharfer öffentlicher Protest bei den Machthabern in Peking etwas (oder zumindest teilweise) bewirken tut. Die stille Diplomatie des IOC allein wurde nicht ernst genommen. Die KPCh weiß infolge der jahrzehntelangen stillen Diplomatie, was sich die internationale Gemeinschaft wünscht. Das sind auch keine Extremforderungen, die China nicht verkraften könnte. Das Riesenreich soll neben der wirtschaftlichen Entwicklung auch geschätzter Partner in allen anderen Bereichen werden. Wenn China es schafft, in nur 30 Jahren eine rasende Entwicklung in der Wirtschaft zu vollbringen (auch mit Hilfe der demokratischen Nationen), dann kann eine Entwicklung doch auch in Sachen Menschenrechte erwartet werden.

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01. August 2008 19:54

Love it or hate it?

stefan man (Chakravartim)

Mir ist es ein Rätsel wie diese teils schon xenophobischen Meinungsbilder hierzulande entstehen. Was im Artikel des Aussenministers zum Ausdruck kommt ist ein Appell durch Zusammenarbeit und Dialog zweier souveraener Laender. Manche Beitraege hier lesen sich wie Progrome aus einer anderen Zeit, evtl. kurz vor der Übernahme von Qingdao. Natuerlich muss man reden und auch die Fehler unterstreichen, aber die Epoche wo der zivilisierte Westen den semi-kolonialisierten Völkerschaften klar machte wie der Hase im Pfeffer zu liegen hat, sind definitiv vorbei. Vielleicht fällt es einigen nur schwer dies zu akzeptieren. Das ein Politiker die Zusammenarbeit vor dem Konflikt sucht, und das dies hier Kritisiert wird ist echt ein Packet!. Was möchtet ihr denn? Samuel Huntingtons Kampf der Kulturen? einen Handelskrieg, einen kalten oder gar einen heissen Krieg? Manchmal hoeren sich die Ausschweifungen an wie Neidhetze.... Natuerlich muessen sich Dinge in China bewegen, es gibt noch viele Probleme. Aber lasst China die Zeit die es dafuer braucht. Der Westen hatte dafuer 300 Jahre und 2 Weltkriege gebraucht. zu China-Afrika, Laded euch in der ZDF Mediathek, Frank Sierens Doku runter. 'Und ewig lockt das Öl'. Afrika soll selbst entscheiden.

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01. August 2008 13:48

@Michael Menzel (Galenos) Er will sagen....

Shen li (Zhongguoren)

china ist ein souviräne Staat, er werde auf eure Fingerzeigen nur das Gegenteil reagieren.

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31. Juli 2008 12:28

Hat jemand verstanden, was Steinmeier sagen will?

Michael Menzel (Galenos)

Ich saß vor vor vielen Jahren in einer Vorlesung, die ein wenig beliebter und unendlich langweiliger Professor hielt. Nach einer Stunde ertönte eine leise aber deutliche Stimme aus den Tiefen des Hörsaals und sprach: "Dieser Vortrag ist mir peinlich!" Alle lachten irgendwie erleichert auf und waren froh, daß endlich einer ausgesprochen hatte, was alle so lange peinigte. Der Vortragende tat so, als hätte er nichts gehört, aber beendete seinen Sermon innerhalb von 5 Minuten - er hat nie mehr für unser Semester eine Vorlesung gehalten. Steinmeier sollte Deutscher Botschafter in Peking werden. Das wäre seine Bestimmung. Gott bewahre uns vor so einem Schwätzer als Bundeskanzler. Na ja, die SPD hat sonst keine Alternative mehr anzubieten.

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31. Juli 2008 10:31

und wenn wir nicht gestorben sind....

Ralf Schneider (ralf61)

... dann glauben wir alle unserem lieben Märchenonkel.

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30. Juli 2008 11:56

Wünschen kann man sich viel...

Gabor von Zoltan (Putinras)

China selbst hält es da etwas nüchterner und schafft Fakten. Mit Geld und Gewalt. Auf Teufel komm raus, auf Umwelt ade und auf Menschenrechte goodbye sowieso. Herr Steinmeier "wünscht" sich dagegen ein Bisschen was und äussert Nettigkeiten à la "... China international in die Verantwortung zu nehmen, die ihm aufgrund seines Gewichts zukommt. " Wie das allerdings geschehen soll, wenn sich Peking trotzdem einen Deut um gobale Verantwortung kümmert, bleibt schleierhaft. Auszumachen ist auf westlicher Seite ausschliesslich ein immer unverholeneres Zurückkrebsen vor Chinas Willkür. Gerade wieder beim IOC: Anstatt auch nur auszusprechen, dass ursprüngliche Abmachungen (vollkommen unzensierter Internetzugang für die Olympiajournalisten und freie Berichterstattung) nicht eingehalten werden, verdreht die unterlegene Seite sogar noch die Tatsachen und verbreitet kleinlaut , dass die Abmachungen ja eigentlich sowieso den nun unabänderlichen Fakten entsprechen würden. Solche Szenen kenn ich vor allem von Pausenhoferniedrigungen in Vorpubertären Zeiten. Dass gerade ein sozialdemokratischer Politiker nicht merkt, vor welchen düsteren Zukunftsaussichten er damit einknickt, welche Staatspolitik er damit in China zementiert, ist erschütternd.

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29. Juli 2008 11:42

@Julian Reinfeldt (jreinfeldt)

Luhua Dai (FRA-Dai)

Darum wurde Herr Steinmeier der Ausserminister. Er muss die Intresse Deutschlands nach Aussen treten, aber nicht als Moralpraediger.

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28. Juli 2008 21:30

Belustigend - oder beängstigend?

Daniel van Geerenstein (Chinajurist)

Seit geraumer Weile macht es mir fast mehr Spaß, die Kommentare unter den Artikeln zu lesen, die sich mit China beschäftigen. Da gibt es diejenigen, die China verteufeln. Die alles Schlechte der Welt in China vereinigt sehen. Und bei denen man durchaus einen gewissen Hass herauslesen kann. Ja, Hass. Und dann gibt es die Gegenseite, Chinesen selbst und selbsternannte Retter aus "dem Westen", die China hochloben. Die die 5000 Jahre alte Kultur auf Teufel komm raus verteidigen. Die in jeder Kritik gleich einen persönlichen Angriff sehen. Und in ihrer Verblendetheit nicht weniger lächerlich wirken als erstgenannte China-"Hasser". Es ist schade, dass sobald das Wort "China" fällt, von diesen beiden Seiten keinerlei vernünftige und ausgewogene Argumente mehr zu erwarten sind, die den Diskurs in irgendeiner Form voranbringen würden. Ich habe nun lange genug in China gelebt, um sagen zu können: es ist bei weitem nicht alles so schlecht respektive so gut, wie viele dies wohl gerne hätten. Aber Differenzierungen sind von beiden Seiten nicht zu erwarten. Polemische Standpunkte der Ignoranz auf beiden Seiten.. Belustigend? Oder doch eher beängstigend? Für China-Erfahrene wohl einfach nur bestürzend!!

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28. Juli 2008 17:53

Wer integriert hier wen?

Rolf Huchthausen (huchthausen)

Es ist der typische und hier historische Irrtum zu glauben, China ließe sich in irgendeine Struktur integrieren. Das verdammt hohe Ross auf dem sich Herr Steinmeier wähnt, kann dazu führen, dass er aus entsprechend schwindelnder Höhe auf die Schnauze fällt. Dafür ist er bekannt, die Dinge stets auf eine Art und Weise oberlehrerhaft zu betrachten ohne sich stets seines Standpunktes der Ohnmacht und Bedeutlungslosigkeit bewußt zu sein: Palästina, Afrika, Iran! Deutschland fegt nur für teuer Geld die Scherben zusammen und päppelt zig hunderttausende "Spitzenfachkräfte" ohne jedwede Ausbildung und Eigenmittel hier auf. Die Geschäfte machen Staaten mit der Mentalität Russland und Chinas, deren gesellschaftliche Leftovers schließlich hier ebenfalls landen. Was ein Akt so einer Person und auch noch in seiner Funktion hier Raum für Triviales zu geben. Die Welt funktioniert eindeutig anders als es das Auswärtige Amt wahrhaben will.

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28. Juli 2008 16:30

Nettes Wischi-waschi-Geschreibsel, Herr Steinmeier

Sönke Peters (soenkepeters)

Was ist mit den im 100erten von Milliarden Schäden, die jährlich dem Westen aufgrund Chinas völlig enthemmter Kopierwut und Diebstahls von geistigem Eigentum entstehen? Was ist eigentlich mit den Wahlbeobachtern, die das Reich der Mitte nach Simbabwe entsandt hatte und die die Wahlen dort für völlig in Ordnung hielten? Was ist mit den Waffenlieferungen an Mugabe und andere Massenmörder weltweit? Was halten Sie, Herr Steinmeier, denn davon, dass China mit Hilfe der örtlichen Potentaten Afrika brutal ausbeutet und sich dort immer breiter macht, indem es jeden westlichen Konkurrenten dadurch aussticht, dass es hemmungslos Schmiergelder in die Kassen der herrschenden Cliquen spült? Was ist mit den 10tausenden Elephanten, die für den chinesischen Elfenbeinmarkt jedes Jahr abgeschossen werden? Wie steht’s denn so mit den Nashörnern, Bären etc., etc. die für wundersame Pülverchen und Tinkturen einer „Medizin“ an den Rand des Aussterbens gebracht worden sind? Wie ist es eigentlich um Chinas Rolle um den Konflikt in Dafur bestellt? Ja, und nun freuen wir uns alle auf die bis unter die Kopfhaut vollgedopten chinesischen Sportler bei Olympia, die den Ruhm der Kommunistischen Parteis Chinas noch mehren werden! Sönke Peters

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28. Juli 2008 13:57

Internet in China - Artikelsammlung

Adrian Koss (curtisnewton)

Artikel1 (28.4.2008): Interessanter Beitrag über deutsche Unternehmen und deren Probleme mit dem Internetzugang in China: http://www.heise.de/ct/hintergrund/meldung/107124 ---- Teilweise Abhilfe kann folgendes Firefoxplugin schaffen: https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/4286 (Ist zwar in erster Linie für flickr.com hilft aber auch bei anderen Seiten) ---- Artikel2 02/2008: http://www.heise.de/newsticker/China-entschaerft-Restriktionen-fuer-Online-Videoangebote--/meldung/103023 <<Die Regierung habe ein Interesse daran, dass sich die "Internetkultur mit chinesischen Eigenarten" entwickle und daher der Einfluss privater Unternehmen auf die Kulturindustrie kontrolliert werde.>> Artikel3: heise.de 21.3.08: <<Reporter ohne Grenzen berichten, dass in Tibet ausländische Rundfunksender gestört werden und Internetcafés den Befehl erhalten hätten, ihre Kunden noch stärker zu überwachen um zu verhindern, dass "Staatsgeheimnisse" in Form von Videos und Fotos verschickt werden. Zudem seien die Telefonverbindungen weiter gestört. Nach anderen Berichten wird die Internetsuche nach bestimmten Begriffen weiterhin blockiert, YouTube ist immer noch gesperrt.>>

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28. Juli 2008 13:36

@Malte Will (maltewill)

Luhua Dai (FRA-Dai)

Sie haben recht, die hongkonger Chinese bezeichnet sich gerne als Hongkonger, Taiwan sowieso. Aber ich bin mir ziemlich sicher wenn China sich in der Zukunft weiter mit hoher Geschwindigkeit entwickelt, dann werden alle Chinese in der Welt seine Liebe zu China bekennen. Genauso wie DDR zu BRD, es liegt immer an Macht und Wirtschaft, wir Chinese sind als Tradition Pragmatiker.

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28. Juli 2008 13:27

@Silke Helbing (SHelbing)

Luhua Dai (FRA-Dai)

Sie muessen lange geschlafen haben, um zu behaupten, dass China in den letzten Jahrzenten nichts geaendert hat. Darueber muss ich nicht weiter schreiben, jeder Erdebewohner weiss es. Die meisten verkauften Autos in China sind VW, Toyota, wo haben Sie die Information, dass auf die Strasse von China meistens kopierte Autos fahren. Oder meinen Sie, dass VW und Tayota fangen an, Autos zu kopieren? Mag sein, dass manche chinesische Unternehmen Waren einfach kopieren, aber wir sind nicht bloed, das zu konsumieren. Die meisten Kaufer sind Auslaender, darunter ziemlich viel Deutsche, mal Polo T-Schirt fuer 10 EUR, mal Markenuhr fuer 50 EUR. Koennen Sie vielleicht eigene Volk eine Belehrung geben, gefalschte Waren zu boykottieren. Wenn keine Nachfrage besteht, besteht auch kein Angebot, so einfach ist es. Dagegen kommen immer mehr Chinesen nach Europa, um Markenprodukt zu kaufen. In Goethestrasse in Frankfurt gibt es fast in jedem Laden ein chinesisch sprechender Verkaeufer. Wenn die Chinesen anfangen, echte Waren zu kaufen, koennen Sie auch, schliesslich sind sie Ihre Produkte.

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28. Juli 2008 12:58

@wolf haupricht (emilgilels)

Luhua Dai (FRA-Dai)

Die chinesische Gelassenheit und Hueflichkeit haben Grenze. Wenn wir unrecht behandelt werden, dann schlagen wir zurueck. Wir provozieren nicht, wollen mit alle Menschen in Frieden leben. Aber wenn wir provoziert werden, lassen wir uns auch nicht gefallen.

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28. Juli 2008 10:16

Herr Steinmeier

Silke Helbing (SHelbing)

Ihr Artikel ist nicht mehr, als ein mittelmässiger Schulaufsatz. Wir alle wissen doch, dass Ihre frommen Wünsche wirklich nur solche sind. "Wir müssen auch über Tibet reden", hat der Dialog der vergangenen 6 Monate schon irgend etwas gebracht? Die Chinesen verfolgen Andersdenkende wie eh und jeh und da hat sich in den letzten Jahrzehnten aber auch gar nichts geändert. Die dort produzierten Autos (statt der Fahrräder) sind zum grossen Teil einfach kopiert (Sie sollten mal die deutschen Autobauer verteidigen, die Ihren Landsleuten Lohn und Brot geben) und verpesten die Luft unkontrolliert. Dazu schreiben Sie: "Statt Fahrrädern Millionen von Autos aus eigener, chinesischer, Produktion." Toll!!! Herr Steinmeier, sind Sie in der DDR gross geworden? Auf deren (augenwischerische) Propaganda verstehen Sie sich bestens.

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28. Juli 2008 10:06

Weder schwarz noch weiß

Malte Will (maltewill)

...mich meinem Vorredner anschließend gibt es ähnliches auch an der Westküste der USA zu beobachten, wo keineswegs derart viele Chinesen studieren. Asiaten: ja - Chinesen: klares Nein. Während meiner Zeit trifft man dort höchstens Studenten aus Taiwan (die sich niemals als "Chinesen" bezeichnen würden) und Hong Kong (die sich als "Hongkongnesen" verstehen und sich bewusst von den "Chinesen" abgrenzen) - ich weiß nicht genau, von welcher Region Hr. Steinmeier spricht - in der Nordwestregion kann ich ihm jedoch aufgrund meiner Erfahrungen klar widersprechen.

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28. Juli 2008 09:40

Internet in China

Friedhelm Müller (friedhelmmueller)

Wie so vieles in der Welt ist auch die Sache mit dem Internet in China weder Schwarz noch Weiß. Mein Eindruck aus dem Jahre 2005 war zum einen, dass es eine ordentliche Netz-Anbindung in den Städten gab, in denen ich war. Beijing, Qingdao, Shanghai, Lhasa, Xian und Chengdu. Leider gab es gesperrte Seiten, wie Wikipedia, Deutsche Welle und BBC. Die einschlägigen deutschen Seiten, wie FAZ, Spiegel, tagesschau und heute waren problemlos zu erreichen. So haben wir z.B. die Bundestagswahl im ARD-Livestream in optimaler Qualität sehen können. In den Internetcafés wurde zwar darauf hingewiesen, auf politische Seiten zu verzichten, aber alle Seiten sperren schaffen nicht mal die Chinesen.

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28. Juli 2008 06:29

Internetcafé in China

Zhouhang Cai (Konfuzi)

Es gibt schon viele Internetcafés in China. In der Regel muss man beim Besuch eines Internetcafés den Personalausweis registrieren lassen (und dazu eine Kaution hinterlegen). Manche Seiten, z.B. wikipedia, egal ob deutsch, englisch oder chinesisch, sind nicht verfügbar. Das Regime dort fürchtet schon vor freie Meinungen. Nur wegen ein paar Weblogs wurde der Chinese Hu Jia zu einem dreidreiundhalb-jährigen Gefängnis verurteilt.

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28. Juli 2008 05:35

Wenn aus besetzten Ländern ethnische Gruppen werden...

Harry LeRoy (Cimon)

...dann ist sicher die Beschwichtigungspolitik am Werke; in der alten Zeit waren die politischen Positionen ja klar verteilt: Das konservative und liberale Spektrum bandelte auch mal mit allerlei Diktaturen an, sofern es der Wirtschaft half, während die Sozialdemokraten eher Politik für die arbeitenden Massen betrieben. Daher verstehe ich nicht wie nun ein SPD-Politiker China so umwerben kann, das alle die sozialen Errungenschaften zurückweißt, die der SPD sonst heilig sind und dessen Markt- und Konkurrenzdruck der hiesigen Arbeiterschaft eine erhebliche Ausdünnung beschert, was natürlich nicht gerade die Wahlergebnisse der Arbeiterpartei fördert. Aber die SPD ist ohnehin ein Rätsel geworden, ein Teil möchte sich am liebsten der Linkspartei Lafontaines anschließen, während der andere seit Schröder überhaupt nicht mehr weiß wo, warum und für was er überhaupt steht. Jede Beschwichtigungspolitik hat übrigens den entscheidenden Nachteil, dass sich der Gegenüber auch beschwichtigen lassen will. Trifft dies für China aber nicht zu, so hege ich arge Zweifel ob es für diesen Fall Konzepte und Mittel gibt, zumindest vermögen die gegenwärtigen Amtsträger hier kein Vertrauen zu wecken.

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27. Juli 2008 23:55

@Ling Ling

Adrian Koss (curtisnewton)

>dann warum leben 300000 Deutschen in China? >>>die meisten arbeiten dort. >warum leben 1 Mio. Chinesen von Taiwan in Shanghai freiwillig? >>>Geld verdienen. >viele grosse Hotels in China haben gar keine Internetanschluss. >>>Große Hotels mit internationalen Gästen schon. In internationalen Hotels durfte man schon früher etwas mehr als anderswo in China. >Die chinesischen Städte sind normalerweise moderner als die deutschen Städte! >>>Weil es dort meterhohe blinkende Leuchtreklamen gibt? Oder wegen der extremen Luftverschmutzung? Oder wegen der Lautstärke? Wieviele U-Bahnen hat Shanghai... Aber immerhin einen Transrapid (den finde ich tatsächlich großartig, denn mit dem Taxi dauert es eine Ewigkeit durch die schlechten, verstopften Straßen). >In Shanghai und Beijing gibt es mehr Hochhäuser als New York... >>>Wegen meines Berufes habe ich mich besonders für die Bauweise in China interessiert. Sehr viel Quantität sehr wenig Qualität. Keine Nachhaltigkeit. Aber schön, daß ihr so viele Betonblöcke habt. Wem's gefällt. >Weshalb wird München als Millionen-Bauernhof genannt, nicht? >>>Keine Ahnung. Muß schluß machen... die Kühe müssen noch in denn Stall. Gruß nach Tokyo (...oder wie heißt nochmal die chinesische Hauptstadt.)

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27. Juli 2008 22:50

Chinesische Geschichte

Patricia Jung (jungpf)

das Reich hat sich noch nie durch regierende Herrschaftskaste( nicht unter dem Kaiser) von innen reformiert. Anhand der überschwänglichen Reaktionen auf die Pariser Vorfälle seitens der chinesischen Bevölkerung dürfte sicher sein, dass das Ausland der Bösewicht ist. Daran hat sich in den letzten hundert Jahren nichts geändert. Damals zu Recht, heute zu Unrecht . Die eigene Regierung ist nie schuld und Chinesen, die dies öffentlich sagen, sitzen über kurz oder lang im Gefängnis. Gute Entwicklung auch wirtschaftliche setzt demokratische Strukturen und freiheitliche Selbstverwirklichung des Einzelnen voraus. Eins ist sicher, die Menschheit wird zusammen arbeiten müssen, nur die Politik halte ich für die Lösung der Probleme der Welt langsam, aber sicher für mehr als ungeeignet. Die diskutieren und stecken ihre Vorteilsrevier ab, während wir im Wasser versinken. Sicher wird man um China nicht herum kommen, aber China irgendwohin zu kriechen, dürfte auch nicht die Lösung sein. Nur kommt nach Gazprom Gerhard, der China National Petroleum Steinmeier. Die wirklichen Karten werden wir erst nach gewonnen oder verlorenen Wahlen sehen.

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27. Juli 2008 20:42

@Ling Ling > Warum so gereizt?

wolf haupricht (emilgilels)

Wo bleibt da die chinesische Gelassenheit und Klugheit? Argumente überzeugen da eher als Augenverschließen, um der Wahrheit auszuweichen. mfg

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27. Juli 2008 19:32

Steinmeiers Wunschliste.....

wolf haupricht (emilgilels)

Es darf daran erinnert werden, dass F.J. Strauss als einer der ersten zu denen gehörte, die eine künftige Bedeutung Chinas sehr früh erkannt und danach gehandelt hatten. Sein Besuch bei Mao gehörte dazu. Vielfach wurde er für sein Handeln belächelt. Es gehörte sich damals nicht, mit einem kommunistischen Regime Kontakte zu pflegen oder gar zu verhandeln. Heute wird das als selbstverständlich angesehen. Ob jedoch eine Wunschliste a la Steinmeier ausreicht, mit China auf Augenhöhe zu sprechen, darf bezweifelt werden. Wenn dennoch Wünsche geäußert werden sollen, würde ich mir eine Demokratisierung dieses Riesenreiches wünschen in der Weise, dass der Mensch als Subjekt und nicht als Objekt seine Vorstellungen vom Leben verwirklichen kann. Voraussetzung hierfür wäre eine grundlegende Staatsreform, die z.B. im Sinn des Reformers Frh. vom Stein den Gemeinden/Städten bzw. Gebieten und Regionen Verantwortung überträgt. Wenn dies gelänge, wären Rechtsstaatlichkeit, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung eine gute Basis für die Rechte und Pflichten, die Steinmeier von China einfordert. Bei einem total zentralistisch ausgerichteten China bleibt dies jedoch wohl frommes Wunschdenken, bei dem wir uns immer wieder im Kreis bewegen werden.

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27. Juli 2008 19:28

Herr Schneider, Sie wollen doch nicht Steini mit Obama vergleichen?

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Denn dies waere beleidigend fuer Letzteren.

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27. Juli 2008 19:06

@Adrian Koss (curtisnewton) sehr gut!

Ling Ling (linglingling)

dann warum leben 300000 Deutschen in China? warum leben 1 Mio. Chinesen von Taiwan in Shanghai freiwillig? Deine "Faken" sind aber genau umgekehrt! viele grosse Hotels in China haben gar keine Internetanschluss. Die chinesischen Städte sind normalerweise moderner als die deutschen Städte! In Shanghai und Beijing gibt es mehr Hochhäuser als New York, das weisst Du nicht? Es gibt aber Unterschied zwischen Land und Stadt in Deutschland? Weshalb wird München als Millionen-Bauernhof genannt, nicht?

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27. Juli 2008 18:31

"Weit über 100 Millionenstädte" - Falsch

Adrian Koss (curtisnewton)

In China gibt es maximal 45 "Millionenstädte". Beispiel: Chingquing, 3.967.028 (2005). Chinesische Quellen behaupten es seien rd. 32Millionen. Das kommt daher, daß der Verwaltungsbereich Chingquings mit vielen Dörfern und Bergsiedlungen berücksichtigt wird - und der ist größer als das Bundesland Bayern. 45 ist allerdings immer noch eine ganze Menge - Europa hat incl. Istanbul und Moskau 32 Millionenstädte. Wobei Herr Steinmeier wohl eher mit Quantität beeindrucken will. In den meisten Städten Chinas würde kaum ein Europäer freiwillig wohnen wollen.

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27. Juli 2008 18:09

Internetcafés an jeder Ecke?

Adrian Koss (curtisnewton)

So ein Blödsinn. Seit Jahren werden die paar Internetcafes die es überhaupt in Städten wie Shanghai und Peking gibt, nach Parteiwillkür geschlossen und erst nach einiger Zeit wieder erlaubt (Grund ist meist Jugendgefährdung). Die Qualität der Leitungen ist in der Regel unterirdisch. Versuchen Sie mal in der Innenstadt(!) Shanghais eine internationale Zeitung zu kaufen. In Ningbo (Sonderhandelszone mit vielen internationalen Unternehmen) gibt es in der Innenstadt eine Buchhandlung mit wenigen internationalen Blättern. Internetcafes habe ich aber selbst da nicht "an jeder Straßenecke" gesehen. Oft findet man in Jugendherbergen und größeren Hotels Internetanschlüsse. Allerdings sind die Rechner dort als Terminals an den hausinternen Proxyserver gebunden - und schon da wird fleißig geblockt. Sie und der große "Chinaexperte" Helmut Schmidt vergessen bei ihrer Lobhudelei bezüglich der rasanten Entwicklung im Bereich der Telekomunikation die massive Ausdehnung und Weiterentwicklung der chin. Überwachung. Selbst wenn es an jeder Straßenecke ein Internetcafe gäbe - welchen Wert hat ein extrem zensiertes Chinanet?

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27. Juli 2008 17:32

Steinmeier spricht aus, was auch Obama anstrebt

Konstantin Schneider (bundesboy)

Wer die Rede von Barack Obama an der Berliner Siegessäule persönlich miterlebt und per Video mitgeschnitten hat, sie sich jetzt immer weder anhören kann und wirken lässt, der weiss, es gibt die Notwendigkeit einer Politik für eine neue Generation. Frank-Walter Steinmeier spricht heute schon als Aussenminnister gelassen aus, was auch Obama anstrebt, Zusammenarbeit mit allen Völkern der Welt. Die Härte, mit der der Kandidat McCain für Amerika glaubt retten zu können, was da noch zu retten ist, wird sich nicht auszahlen. Die USA können ihre Bürger nicht mehr länger vor den Realitäten beschützen, die durch Indien und China am Horizont auftauchen. Amerika sah zu lange in seiner georgraphischen Isolation eine Stärke. Sie könnte sich schon bald als das grösste Handicap herausstellen.

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27. Juli 2008 16:40

Die 'Wuensche' eines Oberlehrers

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

eruebrigen jede Kommentierung. Die Worte von Staatsmann Steini haben stets das Geschmaeckle von Belehrungen. Ausserdem: wie waere es mit einem Beitrag zum Thema "Was wir uns von der Regierung Merkel wuenschen"? Mein Beitrag waere da sehr kurz: Einfach aufhoeren!

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27. Juli 2008 16:35

Diktatorische Mörder müssen beim Namen genannt werden

joachim bovier (jbovier)

Herr Steinmeier decouvriert sich als Schönredner, der sich weigert mit dem dikatorischen kommunistischen Regime in China in Sachen Menschenrechten, nicht nur in Tibet, sondern selbstverständlich auch in China selbst, zu reden. Hier geht anscheindend beim designierten SPD Kanzlerkandiaten Macht vor Moral. Hätte der Herr Aussenminister wohl gegenüber den faschistischen Diktatoren von Argentinien, über Chile bis zum Aparteheimsregime in Südafrika die gleiche langmütige Nachsicht geübt wie mit den kommunistischen Gewaltherrschern? Mörderbande bleibt Mörderbande, braun oder rot, gleich welcher Couleur - das beim Namen nennen, ist Aufgabe verantwortlicher deutscher Aussenpolitik - nicht oppurtunistische feige Ergebenheitsadressen. So macht man Deutschland keine Ehre, Herr Steinmeier.

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