20.000 Anhänger haben den Dalai Lama aus Berlin verabschiedet. In der SPD ging der Streit über seinen Besuch unterdessen weiter.
Zum Abschluss seiner Deutschland-Reise ist der Dalai Lama am Brandenburger Tor aufgetreten. Zuvor wurde er von ranghohen Politikern empfangen und wehrte sich gegen eine Politisierung seines Besuchs. Der SPD-Politiker Kolbow warf ihm vor, eine Einigung mit Peking über Tibet eher zu verhindern als zu fördern.
Der Dalai Lama will mit dem innenpolitischen Streit über seinen Besuch in Deutschland nichts zu tun haben. Er versteht erst nicht, was der SPD-Vorsitzende Beck gesagt haben soll: Der Scheiß? Als ein Helfer ins Tibetische übersetzt, bricht Seine Heiligkeit in Lachen aus. Von Wulf Schmiese, Berlin
Sherap Pohlmann begegnet dem Dalai Lama, der zurzeit zu Besuch in Deutschland weilt, in Bochum. Ein Augenblick, in dem die Exil-Tibeterin ihre Heimat spürt und Kraft schöpfen kann. Von Andreas Brand
Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul (SPD) hat auch ihren Parteivorsitzenden nicht darüber informiert, dass sie den Dalai Lama an diesem Montag treffen will. Das kommentierte Kurt Beck mit derben Worten: Der Scheiß sei nicht mehr rückgängig zu machen gewesen.
Der Dalai Lama besucht Nürnberg. Und alle Facetten, die ihm zugeschrieben wurden - Popstar der Erleuchtung, Symbolfigur der Sinnsuche, Projektionsfläche politischer Minderheiten -, spiegelten sich in den Verkaufsständen, in den Besuchern, in ihren Gesprächen wider. Von Albert Schäffer, Nürnberg
Wie der 14. Dalai Lama mit Dämonen, Denunzianten und deutschen Fans zurechtzukommen versucht, die ihn für einen Fitnesstrainer fürs Bewusstsein halten. Und warum er trotz der aussichtslosen Lage tapfer weiterlächelt. Von Nils Minkmar
Bildergalerie Er war gerade einmal vier Jahre alt, als man ihn auf den Thron setzte. Mit 15 regierte er vom Potala-Palast Tibet. Aber als 1959 Kämpfe mit den chinesischen Besatzern ausbrechen, muss der Dalai Lama ins Exil fliehen. Zigtausende Tibeter folgen ihm.
Ernste Grundsatzfragen und heiteres Lachen wechseln einander ab. Zum 33. Mal besucht der Dalai Lama Deutschland - aber diese Reise ist so umstritten wie keine zuvor. Die politische Dimension ist ihm bewusst. Von Peter Schilder, Bochum
Zu Gast bei Freunden? Der Dalai Lama, derzeit auf Deutschland-Besuch, hat die Welt aufgefordert, Tibet zu helfen. Er selbst wird nicht umhinkommen, auf China zuzugehen. Von Sabine Wienand
Das geistige Oberhaupt der Tibeter ist zu seinem Besuch in Deutschland gelandet, und ranghohe Politiker wie etwa Außenminister Steinmeier zieren sich, ihm die Hand zu schütteln - Zeichen weitsichtiger Diplomatie oder Kniefall vor Peking? Zwei F.A.Z.-Redakteure laden zur Diskussion ein!
Entwicklungshilfeministerin Wieczorek-Zeul trifft sich nächste Woche mit dem Dalai Lama. Das ist kennzeichnend für das politische Verständnis der Ministerin: Sie hat von jeher Kontakte zu sogenannten Nichtregierungsorganisationen gehalten. Von Günter Bannas
Bei seiner Ankunft in Frankfurt hat der Dalai Lama eine echte Autonomie für Tibet gefordert. Es solle aber nicht von China unabhängig werden. Empfangen wurde der Dalai Lama von Hessens amtierendem Ministerpräsidenten Koch.
Der Dalai Lama ist in Deutschland gelandet und beginnt sein Besuchsprogramm. Auch Entwicklungshilfeministerin Wieczorek-Zeul (SPD) will ihn treffen - gegen den Wunsch von Außenminister Steinmeier (SPD). Schon protestiert China gegen die für Montag geplante Zusammenkunft. Von Wulf Schmiese, Berlin
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