
möchte man sagen, wenn man diese stereotypen Aktionen - nein keine Reaktionen, sondern kollektive pathologiche Reflexe, die vorgebahnt sind - was die "Unperson" Dalai Lama betrifft. Es spielt wohl auch eine gehörige Portion chinesische Innenpolitik eine Rolle, wobei sich die Köpfe der Chinsesichen Einheitspartei auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einer überwertigen Feindfigur eingeschossen haben. Wer die Hetze gegen den Dalai Lama und alle und jeden,der es wagt mit dem "Volksschädling" in irgend eine Art von Kontakt zu treten gilt demnach wahrscheinlich als verdächtig, "die Zeichen der Zeit nicht verstanden zu haben". Der wohl bis zu seinem Tode aufrecht bleibende Bann und Ukas hat aurecht erhalten zu bleiben. Koste es was es wolle. Es steht einem so mächtigen Land sehr, sehr merkwürdig an, den Popanz gegenüber einem vom Rest der Welt eindeutig friedlich klassifizierten Mann derart zu pflegen. Merken die Chinesen nicht, daß ihnen von dieserm Mann des Friedens keine Gefahr droht? Haben sie kein Gefühl dafür, wie grotesk unverhältnismäßig dieses Theater ist? Wie könnte der ihre Taten und Untaten auch nur im geringsten beeinflussen? Die opportunisische Unterwürfiglkeit Deutscher Politiker ist Feigheit. Basta!

Wenn er den Dalai Lama nicht empfangen will, könnte er ja als Alternative mal dem Panchen-Lama die Hand schütteln! Also den Richtigen. Nicht den von Peking eingesetzten. Aber so, wie sich Steinmeier bisher der Öffentlichkeit zeigt, hätte er ja nicht mal die Nerven nach dessen Aufenthaltsort und Befinden zu fragen, geschweige denn auf einem Besuch zu beharren. (der Panchen Lama wurde 1995 als 6-Jähriger mitsamt Familie von "Sicherheitskräften" entführt und ist seit dann nicht mehr gesehen worden. Kurz darauf ernannte Peking einen "eigenen" Panchen Lama).

Also, unsere Entwicklungshilfeministerin trifft sich in einem Hotel mit dem Dalai Lama. Dies ist für die chinesische Botschaft noch immer ein Grund zu protestieren. Sie fragt, warum der Dalai Lama eine Einreisegenehmigung für Deutschland erhalten hat. - Also ich frage mich nun wirklich, ob der Dialog mit den Tibetern von der chinesischen Regierung ernst gemeint ist. Wenn solche Statements gemacht werden ist es um den angekündigten Dialog wohl nicht gut bestellt. Deshalb muß der Druck auf China im Tibetkonflikt aufrechterhalten werden.