“Es ist immer gut, wenn man direkt miteinander spricht“

Dalai Lama

Entspannt lächelnd die Chinesen ärgern

Der Dalai Lama will mit dem innenpolitischen Streit über seinen Besuch in Deutschland nichts zu tun haben. Er versteht erst nicht, was der SPD-Vorsitzende Beck gesagt haben soll: „Der Scheiß“? Als ein Helfer ins Tibetische übersetzt, bricht Seine Heiligkeit in Lachen aus. Von Wulf Schmiese, Berlin

Lesermeinungen zum Beitrag

22. Mai 2008 20:41

Können Sie sich denn selbst eine Antwort geben, Herr Li?

Gabor von Zoltan (Putinras)

Z.B. weshal der DL ausgerechnet in jene Weltgegend reisen sollte, wo Tibeter schon nur aufgrund des Besitzes eines Fotos von ihm eingesperrt und gefoltert werden? Wo man den Friedensnobelpreisträger täglich in der zensierten Presse verleugnet? Wo man verschweigt, dass er ungebrochen Gewaltlosigkeit predigt und noch nicht einmal eine Selbständigkeit, sondern nur eine Autonomie für Tibet verlangt? Wo er doch seit Jahren kein Visum für ebendiese Gegend erhält, weil schon seine blosse Anwesenheit der zensierten Staatspresse vor Ort widerspräche? Bitte... Sagen Sie es uns doch, wie das genau ginge?! Indem der DL auf der ganzen Welt die Stimme für die Menschenrechte in China - also auch der Han-Chinesen! - erhebt, tut er einiges mehr, als jene Funktionäre vor Ort, die Sie hier über den grünen Klee loben. Das sind dieselben, die jede Diskussion über Verantwortlichkeiten z.Th. Bausicherheit im bekannt erdbebengefährdeten Gebiet unterbinden (und in ihrer Korruptheit ein verantwortungsvolles Niveau wie z.B. in Japan verhindern). Und die Erwähnung der lächerlichen Milliarde können Sie sich ebenfalls schenken: Die Chinesische Nationalbank hortet im Moment ca. 1000 Milliarden Dollar Währungsreserven! Was China benötigt, ist nichts Käufliches!

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21. Mai 2008 15:56

Entspannt

Rolf-Peter Lacher (Ganbat)

Seine Heiligkeit hat während dessen im Adlon geschlafen, wo die billigste Suite 900.- € kostet. Der Mann ist unglaubwürdig. Er lässt es sich gut gehen und lässt sich von unbedarften Leuten feiern, die tatsächlich glauben, er verkörpere Frieden und Bedürfnislosigkeit. Und er spielt die Rolle, die sie von ihm erwarten. Das sind diese deutschen Kleinbürger, die in Indien, in irgendeinem Ashram etwas Metaphysisches zu finden glauben, die "Spiritualität" suchen.

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21. Mai 2008 05:42

DaLai und Erdbeben

William Li (WilliamLi)

Das verherrende Erdbeben in Sichuan, China, hat mehreren ZehnTausend Menschen das Leben gekostet. Das Epizentrum ist Wenchuan, Ein Landkreis in ABA Tibetaner Autonomie Region. Weshalb Tibetaner Autonomie Region, weil dort ueberwiegend Tibetaner leben. Waehrend alle Chinesen daheim unter schlechtesten Bedingung die Bebenopfern bergen, macht DALAI angenehme Reise in Europa. Die chinesische Staatamaener arbeiten unetr gefaehrliche Bedingung in Epizentrum seit paar Stunden nach dem Beben, Dalai ist immer noch beim besten Empfang in Berlin. Die Chinesen hat bisher ueber 1 Mrd EUR spendiert, was hat Dalai fuer seine geistliche Untertannen im Bebenbereich abgegeben? Was ist sein Ziel ueberhaupt? Er will seine tibetische landleute helfen? Was tut er fuer die tibetische Bebenopfer? Wer kann mir eine Antwort geben?

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20. Mai 2008 14:26

Chinesen sind Amateure

Thomas Berger (tberger)

Einfach ein bissl auf den Straßen herumbrüllen, Fahnen und Botschaften abfackeln, Plakate mit Morddrohungen in Kameras halten, tibetische Aktivisten mit dem Tod bedrohen, und vielleicht ein paar Journalisten den Kopf abschneiden: Schon wäre der Dalai Lama ein gefährlicher und intoleranter geistiger Brandstifter, den schlimmsten Ungeist Heinrich Harrers teilend. Funktioniert anderswo auch.

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20. Mai 2008 12:38

Oho!

Rolf-Peter Lacher (Ganbat)

Im Adlon wohnt der bescheidene Mönch! Wahrhaft standesgemäß für die Inkarnation wessen auch immer. Der Papst begnügt sich mit einer bescheidenen Unterkunft in einem Kloster, wenn er Deutschland besucht. Dieser DL wird doch immer unglaubwürdiger. Wissen denn die Gläubigen, wen sie da verehren, wessen Lebensstil finanzieren? Das ist ein Lebensstil, der den Lehren des Buddha nicht entspricht.

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20. Mai 2008 11:47

Abstoßend

Rolf-Peter Lacher (Ganbat)

Es ist abstoßend, dass sich dieser Mönch an dem Tag in Berlin feiern lässt, an dem China um 40 000 Menschen trauert. Was will er denn immer nur bei uns in Deutschland? Missionieren? Er ist nicht der Buddhismus schlechthin. Zum "Buddhismus" gehören auch die eingebildeten und blasierten, ungebildeten und eifernden Lamas, die ihre Riten vollziehen, ohne sie zu verstehen, jene Lamas, die die Verehrung durch die Gläubigen geradezu genießen. Im übrigen ist das, was sich "Buddhismus" nennt im allgemeinen und der tibetische Buddhismus im besonderen die Perversion dessen, was der Buddha gelehrt hat. Wie kann man auch annehmen, dass eine geistige Entwicklung, die sich parallel zur griechischen Aufklärung vollzogen hat, und aus der gemeinsamen europäischen Wurzel kommt, von animistischen und schamanistischen Tibetern verstanden wird? Abwegig.

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20. Mai 2008 09:26

Entspannt

Benedikt Gresser (Benediktus)

Wer sich über die wahren und entscheidenden Kräfte der Welt bewußt ist, kann über das lächerliche Auftrumpfen machtverwöhnter Politiker nur lächeln.

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20. Mai 2008 08:55

Auch China muss lernen!

Erni Bär (Kuwitter)

Der Dalai Lama ist außer in den USA in keinem westlichen Land so oft gewesen wie in der Bundesrepublik Deutschland, nämlich jetzt zum 33sten Mal. Das hat seinen Grund darin, dass Deutschland eine mehr als hundertjährige Tradition des Interesses an Indischer Philosophie und Religion hat. Max Müller und Heinrich Zimmer z. B. genießen immer noch Weltruf. Da die buddhistische Lehre bekanntlich in Indien entstand und vor ca. 1300 Jahren nach Tibert gelangte, wo sie sich auf absolut faszinierendste Weise mit dem schamanistischen Bön-System Zentralasiens verband, was eine bis heute überaus überzeugende Lehre zur geistigen Erhöhung und Vervollkommnung der menschlichen Spezies hervorbrachte, ist die deutsche Neugier auf diesen intellektuellen Leckerbissen kaum verwunderlich. Mit den Techniken der tbetisch-buddhistischen Praxis (Vajrayana) ist es wie mit vielen anderen Dingen auch: Wer es nicht probiert hat, kann kaum mitreden, und weltweit, aber vor allem auch in Deutschland, erkennen das immer mehr Menschen. Erni Bär, Hamburg, d. 20.05.2008

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