Im Reading Room der Frankfurter Allgemeinen Zeitung startet am Donnerstag, dem 24. April 2008, der Vorabdruck des Buches Hat Deutsch eine Zukunft? von Jutta Limbach, die bis Ende März dieses Jahres Präsidentin des Goethe-Instituts war. In ihrer rund siebenjährigen Amtszeit hatte Jutta Limbach die deutsche Sprachvermittlung zur zentralen Aufgabe der Goethe-Institute gemacht. Mit dem nun vorliegenden politischen Sachbuch reflektiert sie ihre Erfahrungen und Beobachtungen zur Situation der deutschen Sprache und zeigt Optionen ihrer Zukunft auf.
In 200 Staaten sind nicht weniger als 6147 Sprachen beheimatet. Deutsch ist zwar die am häufigsten gesprochene Muttersprache in Europa, jedoch ist die englische Sprache europa- und weltweit die Lingua franca. Jutta Limbach hat ihre Thesen zur deutschen Sprache daher in klarer politischer Absicht verfasst. Hat Deutsch eine Zukunft? ist aber dennoch keine aufgeregte politische Streitschrift. Die Autorin behandelt engagiert das Verhältnis von Sprache und Gesellschaft, untersucht die Bedeutung der Muttersprache für den Menschen, hinterfragt den Einfluss von Politik und Gesellschaft auf die Gestalt, die Ausdruckskraft und den Gebrauch der deutschen Sprache. Nicht zuletzt widmet sie dem Aspekt Deutsch als Zweitsprache ein eigenes Kapitel, um auf die besondere Rolle der Sprache bei der Integration und dem Zusammenleben mit Menschen nichtdeutscher Herkunft zu verweisen.
Der Reading Room der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist mit seinem Diskussionsforum für Leser ein Ort, an dem sie über das Buch diskutieren und miteinander ins Gespräch kommen können. Neben dem Leserforum gibt es auch wieder ein Expertenforum. Ab kommendem Mittwoch werden in diesem u. a. Paul Kirchhof, Wolfgang Frühwald, Cem Özdemir, Seyran Ates sowie weitere Schriftsteller, Wissenschaftler, Politiker und Auslandskorrespondenten der F.A.Z. die Diskussion um die Zukunft der deutschen Sprache führen.
Ebenso hat die F.A.Z. Stipendiaten der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Robert Bosch Stiftung, die einen Migrationshintergrund haben, aufgefordert, sich mit ihren persönlichen Erfahrungen an der Diskussion zu beteiligen.
Zudem bietet der Reading Room interaktive Möglichkeiten, sich mit der Verbreitung, Akzeptanz und Integration deutscher Begriffe in anderen Weltregionen zu beschäftigen: Ein Wort-Export deutscher Begriffe in andere Sprachen kann dabei ebenso recherchiert und vorgenommen werden wie die Suche nach Orten, Regionen und Personen, bei denen die deutsche Sprache im Ausland beheimatet ist.
Ansprechpartner für Rückfragen:
Felicitas von Lovenberg,
F.A.Z. Feuilleton,
Tel.: 0 69 / 75 91-11 48,
f.lovenberg@faz.de
Uwe Ebbinghaus,
F.A.Z. Electronic Media,
Tel.: 0 69 / 75 91-25 33,
u.ebbinghaus@faz.de