Mit dem Theodor-Wolff-Preis würdigt der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) jedes Jahr journalistische Glanzstücke. 2009 erhält Thomas Scheen, Afrika-Korrespondent dieser Zeitung, die renommierte Auszeichnung. Mit der Reportage Aleksandr, der Bruchpilot siegt er in der Kategorie Allgemeines. Der Preis gilt als das Gütesiegel für Qualitätsjournalismus und wird seit 1962 jährlich verliehen. Die Preisverleihung fand am 2. September in Berlin statt.
Aleksandr, der Bruchpilot handelt vom Alltag ehemaliger sowjetischer Militärpiloten, die in den Kongo verschlagen wurden, von den Gefahren des Fliegens in Afrika und von den Besonderheiten der Goma-Route. Die Reportage zeichnet sich durch ihre gesellschaftspolitische Verantwortung, gründliche Recherche und Analyse sowie durch Vorbildlichkeit bei Sprache, Stil und Form aus. Das sind die Kriterien, die die Jury bei der Bewertung der Beiträge zugrunde legt. Das Ergebnis: Aleksandr, der Bruchpilot gewinnt in der Kategorie Allgemeines. Der Artikel ist am 3. Mai 2008 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen.
Thomas Scheen trat am 1. Januar 2000 in die politische Nachrichtenredaktion der F.A.Z. ein. Seit November 2000 ist er als Korrespondent für Schwarzafrika tätig. Nach vier Jahren an der Elfenbeinküste berichtet er seit 2005 aus Johannesburg in Südafrika. Diese Auszeichnung ist eine große Ehre für mich und eine besondere Würdigung meiner Arbeit, freut sich der Preisträger.
Insgesamt wurden fünf Journalisten mit dem Theodor-Wolff-Preis 2009 ausgezeichnet: neben Thomas Scheen auch Henning Sußebach (Die Zeit), Bastian Obermayer (Süddeutsche Zeitung), Regina Köhler (Berliner Morgenpost) und Nina Grunenberg (Die Zeit).
Über den Theodor-Wolff-Preis:
Mit dem Preis würdigt der BDZV jährlich die besten Essays, Kommentare und Reportagen. Die Auszeichnung erinnert an Theodor Wolff, Leitartikler und Chefredakteur des Berliner Tageblatts. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts prägte er mit seinen Texten und Analysen eine ganze Generation von Journalisten, Politikern und Lesern. Wegen seiner jüdischen Herkunft und seiner liberal-demokratischen Gesinnung wurde Wolff Opfer des Nazi-Terrors.
Die Auszeichnung ist mit jeweils EUR 6.000 dotiert. Seit der Gründung des Preises 1962 sind mehr als 300 herausragende Journalisten für ihre Arbeit gewürdigt worden.
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