Bei der Evolution hat immer Meister Zufall die Hände im Spiel

In der Evolutionsforschung verbinden sich heute Charles Darwins und Ernst Haeckels große Ideen: Wie wird das Ei zum Tier und das Tier zur Art? Die Fragen, die die Evolutionsbiologie heute beschäftigen, konnte Darwin selbst freilich noch nicht erahnen. Von Axel Meyer

Lesermeinungen zum Beitrag

19. Dezember 2008 20:21
@wessinger  
Volker Tosch (kons)

Um gegen Raubtiere zu bestehen, haben wir Menschen Werkzeuge entwickelt, Herr Wessinger, und einen Daumen. Evolution hat unser Gehirn gefördert. Zumindest meines.

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18. Dezember 2008 07:27
Schlangen  
Daniel Löckemann (danielNRW)

Vielleicht könnten die Schlangen einen Instinkt entwickeln, die Giftkröten zu meiden. Aber diese Schlangen finden weniger zu fressen. Und damit sind sie im Nachteil gegenüber den Krötenfressern. Und bezüglich Mäusen und Vögeln. Das ist alles auch passiert. In anderen Zweigen der Abstammung. Einige Säugetiere haben Flügel entwickelt. Andere sind kleine bodenbewohnende Nagetiere.

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17. Dezember 2008 16:20
Evolutions- Bla bla  
ulrich wessinger (wessinger)

Sehr geehrter Herr Decker, Sie nennen in Ihrem Beitrag ein Beispiel von Evolution durch Umweltanpassung: "Zwei australische Schlangenarten haben sich in nur 70 Jahren so weit verändert, dass sie gefahrlos die Giftkröte fressen und verdauen können. Simpler Trick der Grünen Baumschlange und der Rotbäuchigen Schwarzotter: Sie haben ihre Köpfe verkleinert und ihre Körper vergrößert. Dadurch sind sie nur noch in der Lage, kleinere Kröten zu fressen, die einen geringeren Giftgehalt haben." Das nenne ich aber eine sehr intelligente Anpassung an die Umwelt. Die Schlangen hätten ja vielleicht lernen können, dass grosse Giftkröten ungeniessbar sind ohne gleich ihren ganzen Körperbau zu verändern und ihre Köpfe zu verkleinern. Wenn wir Menschen so intelligent uns angepasst hätten, dann würden wir jetzt als kleine Mäuse rumlaufen, damit wir von den grossen Raubtieren übersehen werden. Oder hätten vielleicht Flügel entwickelt, um Adler fressen zu können. Jedenfalls kanne ich über so eine Art von Evolution keinen Weg erkennen, der von einzelligen Bakterien zu uns Menschen führt.

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16. Dezember 2008 17:40
Wieso zufällig, Herr Wessinger?  
Daniel Löckemann (danielNRW)

Herr Wessinger, sie unterliegem einem Irrtum, wenn sie glauben, das es nur um puren Zufall geht. Evolution ist ein Prozess, der den Umwelteinflüssen unterliegt. Das Ökosystem bestimmt, wo es lang geht. Wenn sie einmal würfeln, ist das ERgebnis völlig zufällig. Wenn sie eine Million mal würfeln und die ERgebnisse addieren, kommen sie auf eine Summe sehr sehr nahe bei 3,5 Millionen.

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16. Dezember 2008 15:49
Darwin-Dogma  
ulrich wessinger (wessinger)

Danke Herr Nold! Die Biologie, genauer gesagt, einige Biologen tun so, als ob sie die Antworten schon hätten, dabei wissen sie überhaupt nichts. Die entscheidende Frage ist doch, wie es denn sein kann, dass aus einer Wolke von Gas etwas entstehen kann und das rein zufällig, was diese Zeilen schreiben kann. Wie aus Gas Menschen, also hoch komplexe, bewusste, intelligente Wesen entstehen können, das ist die Frage. Um es genauer zu sagen aus Nichts, denn vor dem Urknall, der diese Wolke von Gas aus einer winzig kleinen Kugel in den Raum geschossen hat, war doch nichts. Jedenfalls so die Theorie der physikalischen Wissenschaft über die Entstehung der Welt. Materie tendiert ohne steuernden Eingriff nicht zum Aufbau von immer komplexeren und intelligenteren Formen, sondern zum Zerfall. Wie ist dieses Phänomen unserer Existenz bewusster und intelligenter Wesen zu erklären? Ohne einen Schöpfer? Wir stehen hier vor einem grossen Rätsel. Wir haben die Antwort noch lange nicht gefunden. So lange hier die Wissenschaft keine Antwort weiss, halte ich es mit der alten Lehre, die scheint mir weitaus wahrscheinlich als das Darwin-Dogma: Eine grosse Intelligenz hat diese Welt gemacht.

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14. Dezember 2008 11:03
Sprünge sind möglich  
Sven Decker (dewup2005)

Ein sehr guter Beitrag! Evolutionssprünge sind durchaus sowohl aus dem Zufall als auch aus der evolutionären Notwendigkeit heraus möglich. Wobei ich das Wort 'Sprünge' natürlich in Relation setzen möchte. 'Über Nacht' passiert wohl wenig, eine Entwicklung in einigen Generationen ist dagegen schon eine beachtliche Geschwindigkeit. Es gibt dafür ein gutes Beispiel einer Kröten in Australien: Etwa um 1900 und in den Jahren danach wurde aus Hawaii die Zuckerrohrkröte nach Australien importiert. Zweck war ihre Verwendung als biologische Schädlingsvernichtung in den Zuckerrohrplantagen. Da die Kröte sehr fortpflanzungsfreudig ist (und noch dazu sehr giftig ist, also kaum Feinde besitzt), hat sich ihre Population in 100 Jahren auf mehrere Millionen Tiere auf ganz Australien ausgedehnt. Zwei australische Schlangenarten haben sich in nur 70 Jahren so weit verändert, dass sie gefahrlos die Giftkröte fressen und verdauen können. Simpler Trick der Grünen Baumschlange und der Rotbäuchigen Schwarzotter: Sie haben ihre Köpfe verkleinert und ihre Körper vergrößert. Dadurch sind sie nur noch in der Lage, kleinere Kröten zu fressen, die einen geringeren Giftgehalt haben. Durch den längeren Körper können sie zudem das Gift besser verdauen.

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14. Dezember 2008 10:40
Missing Links  
Mathias Baske (baske)

Sorry, aber wer immer noch Missing Links - also Übergangsfossilien - fordert, zeigt nur, dass er an der Evolutionstheorie etwas nicht verstanden hat. Jedes Fossil ist ein Übergangsfossil. Die Kriterien, nach denen Individuen in Arten eingeteilt werden, mögen durchdacht und zweckmäßig sein. Aber letztendlich ist diese Grenzziehung innerhalb ständiger Veränderung willkürlich.

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14. Dezember 2008 09:46
Vielen Dank  
Ingo Lange (Ingoatwork)

Vielleicht liegt es an der beschaulichen Weihnachtszeit, in der man sich mehr tiefsinninge Artikel auch in den öffentlichen Diskussion wünscht ! Ich möchte Ihnen, Herr Meyer (und der FAZ), daher ausdrücklich danken für die Veröffentlichung dieses großartigen Beitrags zum Darwin Jahr 2009. Neben der guten Darstellung der modernen Erkenntisse der Biologie im Kontext der Entwicklung der Fragen und Antworten zu Evolution, haben mich auch Ihre prägnanten Sätze zum Enthusiasmus der "jungen Biologen" gefesselt. Sie schreiben über den wirklichen Fortschritt durch wiederaufflammende Forschungsansätze um bekannte Theorien basierend auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Von diesem Ansatz könnte man heute auch in der Wissensvermittung (Effizienz) der Wirtschaft wieder lernen und auf veränderte Umweltbedingungen (Krisen) mit phänologischer Umgestaltung "der bewährten Grundformen" reagieren. Vielleicht beschäftigen sich dann junge Ingenieure irgendwann (hoffentlich bald) wieder mit Transrapid Projekten auf der Basis "durchsetungsfähiger Strukturen". Als jemand, der fachlich eher mit Fragen der Entwicklungsbiologe befaßt ist , werde ich diesen Artikel gerne mit Schülern in Richtung "mehrdimensionales Denken" diskutieren !

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14. Dezember 2008 03:44
Woher...  
Johanna Geisel (Jea.nne)

...kommt denn eigentlich Gott, sollte es ihn geben? Ein so hoch entwickeltes Wesen kann ja auch nicht aus dem Nichts entstehen. Und wenn doch, dann frage ich mich, warum nicht auch weniger hoch entwickeltes Leben aus dem Nichts entstehen kann. Das ist unlogisch.

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13. Dezember 2008 21:18
Die Kreationisten sind auch schon da  
Michael Kaltenecker (parlour)

Und stilecht gibt es hier – ganz europäisch – hochtrabendes Geschwurbel. Ich vermisse jetzt schon die sympathischen amerikanischen Kreationisten, die wenigstens sagen was sie meinen und sich nicht hinter großen Wörtern verstecken. Falsch bleibt freilich trotzdem so einiges was zum Beispiel Herr Nold hier behauptet. Hätte er den Artikel nur ein bisschen aufmerksamer gelesen hätte er bemerkt, dass kein einziger Evolutionsbiologe je auf die Idee käme zu behaupten Evolution entstehe aus blinden Zufällen. Das nun eben gerade nicht. Wer so etwas ernsthaft für Evolutionstheorie hält, der hat das was er kritisiert noch nicht so richtig verstanden und sollte sich schon erstmal näher mit der Theorie auseinandersetzen bevor er sich weiter blamiert. Trotzdem ist es einigermaßen erschütternd wie die Kommentare zu diesem Artikel in so kurzer Zeit von Kreationisten geradezu überrannt wurden. Ich hätte nicht gedacht, dass wir in Deutschland schon so weit sind. Naja, manches erscheint manchmal größer als es ist.

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13. Dezember 2008 18:31
Missing Links  
Daniel Löckemann (danielNRW)

"missing links" findet man immer wieder. Da die Evolution aber ein kontinuierlicher Prozess ist, müssten sie aber schon unglaublich viele Fossilien finden, um die Prozesse kontinuierlich zu verfolgen. Das ist unmöglich, denn Fossilien können nur unter "glücklichen Umständen" gebildet werden und dann braucht man nochmals sehr viel Glück, um die dann zu finden. Ach und noch etwas, wenn Affen und Menschen fruchtbare Nachkommen haben könnten, wären es keine verschiedenen "Arten". Und warum eine Kreuzung nicht möglich ist, ist auch klar. Weil sie genetisch schon zu weit auseinander sind. Und warum sind sie so weit auseinander? Wegen der Evolution.

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13. Dezember 2008 17:49
Genau  
André Birauer (Birauer)

Jawohl Herr Wissinger... und die Erde ist eine Scheibe... In welcher Fußgängerzone, respektive U- Bahn kann ich mir den Rest Ihrer Predigt anhören?

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13. Dezember 2008 17:40
@ Herr Kluge  
Anton Meier (meieranton)

Bitte gehen Sie nicht auf Kreationistengeschreibsel ein, damit werten Sie diese Persiflage wissenschaftlichen Denkens nur auf. Man kann sich im entspannt zurücklehnen und diese Leute phantasieren lassen. Was die angreifen ist zumal nicht die Evolutionstheorie sondern eine Karikatur derselben.

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13. Dezember 2008 16:00
Ohgottohgottohgott  
Karlheinz Kluge (DrKarlheinz)

der wessinger wäre besser ein missinger. (Tut mir leid. Aber auf den Kommentar von Herrn Missinger fällt mir nicht Gescheiteres ein....)

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13. Dezember 2008 14:41
Missing Link  
ulrich wessinger (wessinger)

Hat denn irgendeiner Ihrer Schreiber mal erklärt, wer dieses Jahr zum Darwin Jahr erklärt hat, die britische Regierung, der Tierschutzverein oder Hans Schwuppke aus Wuppertal? Wie wärs mit dem Zahnpasta-Jahr! Ist doch auch sehr nützlich! Und gibt es schon lange! Und dann wird mir erzählt, dass es vor 450 Millionen Jahren, vielleicht waren es auch 540 Millionen, so genau weiss das keiner, die Fische fünf Finger hatten. Und wir deswegen mit ihnen verwandt seien. Glaube macht mich selig, aber nicht an diese Art von Wissenschaft. Und wo sind die Missing Links? Wurden die jetzt endlich gefunden? Wenn eine Art sich aus der anderen entwickelt hat, wieso gibt es dann keine fliessenden Übergänge und keinerlei Nachweis für so einen fliessenden Übergang. Darwin hat verzweifelt danach gesucht, aber keinen gefunden, und wurden sie jetzt gefunden? Hat das einer Ihrer Darwin-Lobhudler schon mal als Problem erwähnt. Wieso können Affen und Menschen keine gemeinsamen Kinder haben, obwohl wir doch von ihnen abstammen angeblich und so eng verwandt sind? Wenn man Gott aus seinem Weltbild verbannt, dann müssen eben die abstrusesten Gedankengebäude erfunden werden, um die Welt zu erklären. Dabei ist es so einfach. Gott hat sie gemacht.

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