Diese Unterscheidung macht hier den Unterschied aus. Chr. Ahlmann gibt selbst unumwunden zu, das Pferd mit einem Capsaicin beinhaltenden "Pflegemittel" zu behandeln. Das muss er auch sagen, da er sich ggü. dem dt. Reiterbund verpflichtet hatte, ab 6 oder 8 Wochen vor den Spielen keine Medikamente ohne Rücksprache mit dem Teamarzt zu verabreichen. Nun also: ist das Mittel ein Pflegeprodukt oder ein Medikament? Ahlmann selbst sagt, er habe dies Mittel schon seit geraumer Zeit eingesetzt - die Proben seien bisher immer negativ gewesen? Womit hängt das zusammen? Auf den Vorwurf der Hautreizung zwecks besserer Leistung angesprochen sagte er, die Gutachter direkt nach dem Springen hätten nichts an den Fesseln und unter den Gamaschen festgestellt. Es muss also wirklich differenziert werden! Insofern finde ich ersten Kommentar hier missverständlich. Das Pferd dürfte ja wohl kein scharfes China-Essen bekommen haben, oder? Die Sache ist für mich deswegen so brisant weil sie an die Verantwortung des Menschen appelliert: Ahlmann betreut und reitet ein Pferd - das kann sich nicht dagegen wehren, wenn es gedopt wird. Und da liegt der Unterscheid zu all den anderen Doping Fällen bei Olympia - oder abseits. hg
Sehen Sie es doch positiv: Es "passiert" was. Außer ein paar mit Capsaicin gedopten Pferden war Olympia doch ansonsten super sauber. Toller Sport, tolle Rekorde. Wenn niemand mit irgendwas erwischt würde, würden Sie ja gar nicht daran glauben, daß die Kontrollen effizient arbeiten und der Rest der - ähhh... - Sportler sauber ist. J.T.
Das ist der Inhaltsstoff von Chilischoten, enthalten in der berühmten Salbe mit den drei Buchstaben, zur Verbesserung der Durchblutung. Wahrscheinlich wäre ich nach dem Besuch eines asiatischen Restaurants mit bekannt scharfer Küche oder Genuß eines Espresso auch schon im Sinne der Olympia-Kontrollen "gedopt" - während wirklich gekonntes, echtes Doping nicht auffällt. Ein Grund mehr, sich mit diesem Leistungssport-Nonsens nicht mehr zu befassen und den Fernseher ausgeschaltet zu lassen....