Stammeskunst

Schon Tradition in Paris

Schon Tradition in Paris: Der Parcours des Mondes

Von Angelika Heinick, Paris

Aus British Columbia stammt diese Maske der Haida Kaigani des 19. Jahrhunderts (24,5 cm hoch; bei der Galerie Flak).

Aus British Columbia stammt diese Maske der Haida Kaigani des 19. Jahrhunderts (24,5 cm hoch; bei der Galerie Flak).

07. September 2008 Die Pariser Stammeskunstmesse "Parcours des Mondes" hält vom 10. bis zum 14. September zum siebten Mal Einzug im Galerienviertel Saint-Germain-des-Prés. Die Organisation der von Rik Gadella nach dem Vorbild der Brüsseler "Bruneaf" ins Leben gerufenen Veranstaltung hat in diesem Jahr die belgische Gesellschaft Tribal Art Management, die auch die Zeitschrift "Tribal Art" herausgibt, übernommen. Die erstmalige Einsetzung eines Expertenkomitees soll Qualität und Authentizität der Exponate garantieren und die Berufung des Sammlers Jean-Paul Barbier-Mueller zum Ehrenpräsidenten der Messe zusätzlichen Glanz verleihen.

Mit 63 Teilnehmern, die Hälfte aus dem Ausland, kann der Parcours zwanzig Prozent neue Galerien aufweisen, darunter so namhafte wie die Brüsseler Bernard de Grunne, Pierre Dartevelle und Patrick Mestdagh oder der Amerikaner Thomas Murray. Das Angebot des Parcours des Mondes reicht von der naturgemäß besonders stark vertretenen afrikanischen Stammeskunst über Ozeanien und Asien bis hin zur Kunst der Indianer Nordamerikas und der Eskimos. Die begleitende Ausstellung von mehr als hundert Stücken afrikanischer Stammeskunst aus der Sammlung des Händlerpaars zeitgenössischer Kunst Liliane und Michel Durand-Dessert in der Monnaie de Paris am nah gelegenen Quai de Conti erhöht den kulturellen Anspruch der Messe zusätzlich.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: Galerie Flak

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