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www.sylt.de

Von Jakob Strobel y Serra

Strandkorbparade: Deutscher als auf Sylt ist Deutschland kaum irgendwo.

Strandkorbparade: Deutscher als auf Sylt ist Deutschland kaum irgendwo.

05. Juli 2009 Man kann das Volk der Deutschen messerscharf in zwei Kategorien einteilen: in die Sylt-Fanatiker und die Sylt-Achselzucker. Für die einen ist die sturmzerzauste Insel der schönste Sehnsuchtsort auf Erden und ein reetgedecktes Hexenhäuschen der Inbegriff der Gemütlichkeit. Für die anderen ist Sylt ein spindeldürrer Flecken trostloser Tundra mitten in der Nordsee voller Schlumpfbehausungen mit Schilfdach. Von Amts wegen toll findet die Sylt-Marketing die Insel und erweist ihr mit einer ausgezeichneten Website die Ehre (www.sylt.de). Hier erfährt man alles Wissenswerte über Landschaft, Geschichte, Freizeitaktivitäten, Gastronomie - "Tote Tante" ist kein Trauerfall, sondern ein Heißgetränk mit Rum, Kakao, Schlagsahne und Schokoladenraspeln - und den Sylter Humor: Wenn eine Frau ein uneheliches Kind erwartet, sagt man: Es ist ein Schiff gestrandet.

Das Drama um den Weltrekordschwimmer

Bescheidener ist das Angebot beim privaten Portal www.syltinfo.de, das ein bisschen Landeskunde, ein paar praktische Informationen und eine Handvoll Links bietet, allerdings Schwächen bei der Aktualität hat. Ähnlich aufgebaut ist das Portal www.sylt-travel.de. Ein großes Verzeichnis mit Ferienwohnungen und Landhäusern findet man bei http://gastgeber-sylt.de und www.sylt-wetter.de, hier gibt es außerdem Wetterberichte und acht Webcams. Hunderte von Sylt-Links, vor allem zu Unterkünften, aber auch zu Fanclubs und anderen privaten Seiten, hat die Webpage www.syltlinks.de gesammelt. Eine Mischung aus Webkatalog und Branchenbuch mit Adressen von Teestuben, Nagelstudios und Umweltschutzeinrichtungen ist die Seite www.abc-sylt.de. Die Page des privaten Fernsehsenders Sylt TV (www.sylt-exklusiv.de) schließlich versorgt die Inselfreunde vor allem mit aktuellen Lokalnachrichten.

Wie Sylt einmal war und nie wieder sein wird, kann man bei www.lauritzen-hamburg.de/fotos_sylt.html nachschauen. Dutzende Fotos zeigen ein verschwundenes und manchmal schicksalsschweres Sylt. Am anrührendsten ist das Porträt des Extremschwimmers Otto Kemmerich, der 1927 mit zweiunddreißig Stunden einen Weltrekord im Dauerschwimmen aufstellte und 1952 bei dem Versuch ertrank, von Sylt nach Amrum zu schwimmen.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: dpa

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