Wien mit Kindern

Kinder brauchen einen Prater

Die Wiener Leopoldstadt, der Zweite Bezirk, scheint derzeit ein besseres Berlin sein zu wollen. Es ist fast wie in Prenzlauer Berg: Eltern finden alles, wovon sie in einem Urlaub mit Kindern träumen. Von Verena Mayer

Lesermeinungen zum Beitrag

24. April 2008 22:53

Jaja, Herr Rüger...

Gabor von Zoltan (Putinras)

...Bloss dass die Wiener irgendwie etwas gedrückter wirken.

Täuscht aber. Das kommt nur daher, weil sie ständig auf den Boden schauen müssen, während sie laufen. Denn ansonsten treten sie automatisch in die schier unzähligen Haufen Hundekot, die (ausser auf den allertouristischsten Pflastern) in Wien auf jedem Bürgersteig, in jedem Blumenbeet und auf jedem Spielplatz vor sich hin diffundieren.

;-)

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24. April 2008 18:12

Leider mit preußischen Scheuklappen durch Wien spaziert, Frau Mayer.

Peter Zentner (Caterwaul)

Muss man sich denn stets ein plakatives Äquivalent aus den Fingern saugen, wenn man eine Stadt mit einer anderen vergleicht? Wien wolle "das bessere Berlin" sein, mutmaßen Sie. Werch Illtum, um mit Jandl zu sprechen.
Und die Leopoldstadt (in Wiener Diktion "der zweite Hieb") hat mit dem Prenzlauer Berg so viel gemein wie Haifa mit Timbuktu; da sind Sie einer optischen Täuschung aufgesessen. Wien pfeift auch seit Jahrhunderten penibel darauf, mit Berlin in einem Atemzug erwähnt zu werden, was Ihre Recherche eigentlich ergeben hätte sollen. Wien war und ist anders als Berlin — nicht aus Feindschaft, sondern aus seiner historischen Lage im Herzen Europas, woran auch der Eiserne Vorhang nichts ändern konnte, der Berlin nachhaltig isolierte, während Wien die alten k.u.k. Verbindungen zu Osteuropa pflegte.
Der 2. Bezirk war seit Maria Theresia jüdisch, und es ist schön, dass er es nach den Greueln der Hitlerei wieder wird. Doch auch unter deren Regime blieben dort mehr jüdische Familien unangetastet als anderswo; die Habsburger waren nie antisemitisch, was offenbar auch die österreichischen Nazi-Schergen teilweise respektierten.
Als Student war ich dort der Schabbes-Goj einer orthodoxen Familie, und wir sehen uns alljährlich wieder.

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24. April 2008 17:29

Misslungener Strich - leider!

Martin Schlager (tucholsky1)

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem zweitletzten Absatz gehen Sie nahtlos vom Augarten ins Museumsquartier. Das dürfte einem ungeschickten Strich geschuldet sein. Schade, dass Sie die Autorin nicht konsultiert haben.

Liebe Grüße aus Wien

Martin Schlager

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24. April 2008 14:26

Wiener Höflichkeit

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Die "umständliche Höflichkeit" - man könnte es auch "das zivilisatorische Niveau" nennen - ist in der Tat das, was die deutsche Kulturhauptstadt Wien von der Möchtegernmetropole Berlin unterscheidet.
Wien kann alles das, was Berlin von sich behauptet (Ost/West-Drehscheibe usw. usf.) viel besser. Bussi, ba ba.

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