
für eine solide anti-faschistische Annekdote kann man die Sache mit den Jahreszahlen durchaus etwas vereinfachen. (Ist Gang und Gäbe hierzulande.)

Wien und die umliegenden Gebiete wechselten erst am 19. September 1938 zum Rechtsverkehr, Monate nach dem Anschluß an das Deutsche Reich.

Vor einigen Jahren habe ich Wien zum ersten und bis jetzt einzigen Mal besucht. Ich muß sagen, daß ich die Stadt als sauber und schön, aber auch als etwas langweilig und miefig empfunden habe. Der Gürtels wäre die einzige Überraschung. Die Lokale in den Bögen der Stadtbahntrasse gefielen mir sehr und auch die Atmosphäre dort fand ich angenehm aufregend. Es überrascht mich allerdings wenig, daß man in Wien bestrebt ist auch diesen Teil der Stadt gleichzuschalten. Ein Grund mehr der Auffassung von Karl Kraus zu folgen, der gesagt haben soll: "Wenn die Welt untergeht, dann gehe ich nach Wien. Dort passiert alles 10 Jahre später." SPa