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Terminal
www.jagd

Ist der Jäger gut gelaunt, bringt er den Trinkspruch „Horrido!” aus, der eigentlich – wie Kenner wissen – der Hetzruf des Rüdemeisters ist. Doch was antwortet man, wenn man sich nicht blamieren will: Jaja? Juhu? Aber nein: Jo ho! und nichts sonst. Das und noch viel, viel mehr lernt man auf der Superinternetseite , einem „Portal für jagdbegeisterte Menschen”, das alles versammelt, was das Herz des Waidmanns höher schlagen lässt: Jagdreisen, Jagdblogs, ein Jagdquiz, unterteilt in die Unterkategorien Gamswild, Raubwild, Jagdhunde und Treibjagden, Fachartikel wie „Die hohe Blattkunst” und allerlei Wissenswertes für Jungjäger. Nicht ganz so opulent sind die Portale – hier gibt es viele verwaiste Rubriken, dafür ein ausführliches Lexikon und muntere Foren – und . Einen Leistungskursus in Jägerlatein findet man auf der Internetseite . Drei Kostproben zum Üben: „Atzen – den Beizvogel füttern”, „Mankei – scherzhafte Bezeichnung für das Murmeltier”, „Wamme – das Doppelkinn des älteren Hirsches”.

Wir brauchen Beute

Mit allen Aspekten der Jagd beschäftigt sich der Deutsche Jagdschutzverband auf seiner Homepage (), von der Geschichte über Zahlen und Fakten, rechtliche Grundlagen und Jagdmethoden bis zu aktuellen Meldungen und Terminen. Auch der Landesjagdverband Bayern () bietet jede Menge Hintergrundinformationen über Jagdethik, Jagdbrauchtum und Jagdhornbläser. Die Online-Ausgaben der „Deutschen Jagdzeitung” () und der Fachzeitschrift „Pirsch” () glänzen mit Testberichten von jagdtauglichen Geländewagen und Reportagen mit schönen Titeln wie „Beherzt schießen – wir brauchen Beute”. Über das Jagd- und Waffenrecht bis hin zum untersten Unterparagraphen weiß die Seite Bescheid.

An Menschen, die sich für die Jagd nicht so sehr begeistern können, wendet sich die Website , deren Initiatoren die Jagd als „Wahnsinn” bezeichnen, sie deswegen grundsätzlich verbieten wollen und zu diesem Zweck Theodor Heuss als Kronzeugen zitieren. Er sagte: „Die Jagd ist eine Nebenform der Geisteskrankheit.” Wir sagen: „Horridojoho.”

F.A.Z.
Jakob Strobel y Serra


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