19. Juni 2009 Der Lunar Reconnaissance Orbiter und der Lunar Crater Observation and Sensing Satellite hoben gestern Nacht an Bord einer Atlas-Rakete von Cape Canaveral aus in Richtung Mond ab. Die NASA sprach von einem fehlerlosen Start.
Der Lunar Reconnaissance Orbiter soll ein Jahr lang den Mond umkreisen, die Oberfläche genau kartieren und damit geeignete Landeplätze für die Landung einer bemannten Raumfähre aufzeigen.
Den Mars im Visier
Der Lunar Crater Observation and Sensing Satellite (LCROSS) soll herausfinden, ob es in den lichtlosen Kratern an den Mondpolen Wassereis gibt. Dazu werden der Satellit und vor ihm die verbrauchte obere Stufe der Atlas-Startrakete im Oktober gezielt auf die Mondoberfläche abstürzen.
Nach den unter Präsident George W. Bush entwickelten amerikanischen Plänen sollen 2020 wieder Menschen den Mond betreten. Ziel ist mittlerweile der Bau einer Station, die als Ausgangspunkt für eine erste bemannte Marsmission im Jahr 2037 dienen soll. Präsident Barack Obama lässt zur Zeit jedoch alle laufenden bemannten und alle bereits geplanten Nasa-Missionen auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis überprüfen, vom Engagement für die ISS bis hin zum Mond-Mars-Programm.
Text: dpa
Bildmaterial: Nasa