26. Juli 2005 Der Kleinplanet Eros, auf dem die amerikanische Raumsonde Near ("Near Earth Asteroid Rendezvous") im Februar 2001 nach einer längeren Erkundung aus der Nähe niedergegangen ist, scheint verhältnismäßig kompakt zu sein.
Darauf weist eine neue Deutung der Strukturen auf seiner Oberfläche hin. Rund um den 7,6 Kilometer großen Krater Shoemaker, so hatten die Fotos gezeigt, befindet sich ein "eingeebnetes" Gelände, das rund vierzig Prozent der Oberfläche einnimmt. Kleinere Krater (bis zu 500 Meter Durchmesser), die auf dem Rest des Kleinplaneten dominieren, gibt es dort fast gar nicht. Zunächst hatten die Wissenschaftler angenommen, daß frühere Krater während des Einschlags, bei dem der recht junge "Shoemaker" entstand, von Auswurfmaterial bedeckt worden sind. Diese These konnte aber wegen bestimmter Merkmale nicht aufrechterhalten werden.
Erschütterungen durch den gesamten Himmelskörper
Nun hat sich herausgestellt, daß die Merkmale mit der These seismischer Erschütterungen verträglich sind, die bei dem Einschlag ausgelöst wurden. Diese Erschütterungen müssen den Befunden zufolge durch den gesamten Himmelskörper gegangen sein. Das ist nur möglich, wenn dessen Inneres fest genug ist. Die Oberfläche muß dagegen mit lockerem Material bedeckt sein. Sonst wären die Krater nicht infolge der Erschütterungen verschwunden.
Text: F.A.Z., 27.07.2005, Nr. 172 / Seite N2
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