05. Dezember 2007 Der Bau der Internationalen Raumstation (ISS) begann 1998 mit dem unbemannten russischen Modul Sarja (Morgenröte). Zuvor hatten in den 70er und 80er Jahren die Sowjetunion mit ihren Saljut- und Mir-Missionen und die Vereinigten Staaten mit dem Skylab jeder für sich Erfahrungen über Langzeitaufenthalte im All gesammelt.
Seit November 2000 halten sich ständig Astronauten in dem Außenposten der Menschheit im All auf, der mit dem Andocken des europäischen Forschungslabors Columbus Anfang Dezember eine entscheidende Erweiterung erfährt.
Nur ein Deutscher
Der Bau der Raumstation, die die Erde in einer Höhe von rund 400 Kilometern umkreist, soll 2010 abgeschlossen sein. Anschließend werden die amerikanischen Raumfähren ausgemustert. Die ISS wird dann 455 Tonnen wiegen, so groß wie ein Fußballfeld und von sechs Astronauten bewohnt sein. Neben den Vereinigten Staaten, Russland und zehn europäischen Ländern - darunter Deutschland - beteiligen sich Kanada und Japan an dem laut DLR größten wissenschaftlich-technischen Projekt in der Geschichte der Menschheit, dessen Aufbau sich wegen des Unfalls des Space Shuttles Columbia 2003 um drei Jahre verzögerte.
Einziger Deutscher unter der Langzeitbesetzung war bislang Thomas Reiter, der 2006 ein halbes Jahr an Bord der ISS arbeitete.
Text: FAZ.NET mit Material von AP
Bildmaterial: dpa