Drei ISS-Astronauten an Bord

Sojus-Kapsel verfehlt bei Landung Zielgebiet

19. April 2008 Hart und nicht ganz zielgenau ist die 16. Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation ISS wieder auf der Erde gelandet. Die russische Sojus-Kapsel mit der amerikanischen Astronautin Peggy Whitson, dem russischen Kosmonauten Juri Malentschenko und der südkoreanischen Forscherin Yi So Yeon setzte am Samstagvormittag in der kasachischen Steppe auf, berichtete die Agentur Interfax aus dem Kontrollzentrum bei Moskau.

Es sei eine „harte ballistische“ Landung gewesen. Die Raumfahrer wurden zur Begrüßung aber nicht nur ordentlich durchgeschüttelt, die Kapsel landete auch etwa 420 Kilometer vom berechneten Punkt entfernt und 20 Minuten später als geplant, sagte ein Sprecher des Kontrollzentrums. Die Gründe dafür würden untersucht.

Zustand der Astronauten „befriedigend“

Die Moskauer Agentur Itar-Tass beschrieb den Zustand der Astronauten kurz nach der ersten ärztlichen Untersuchung als „befriedigend“. Ein Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos sagte, bei der Art der Landung habe es sich um eine „Reserve-Variante“ gehandelt: „Das Wesentliche ist, dass die Besatzung lebt und gesund ist.“ Die Kapsel hatte am Samstag planmäßig um 9.06 Uhr rund 140 Kilometer über Nordafrika von der ISS abgedockt.

Whitson (48) und Malentschenko (46) waren am 10. Oktober 2007 vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet. Als erste Frau übernahm Whitson später das Kommando der ISS. Die Nanotechnologie- Expertin Yi So Yeon (29), die am 8. April 2008 zur Raumstation aufgebrochen war, war die erste Südkoreanerin im All. Die Rückkehr der 17. Langzeitbesatzung ist für Herbst 2008 vorgesehen.



Text: dpa
Bildmaterial: dpa

 
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