07. Mai 2008 Einen Weißen Zwerg mit Kohlenstoffhülle, der pulsiert, haben Astronomen der University of Texas in Austin aufgespürt. Es ist die erste Entdeckung einer neuen Klasse variabler Weißer Zwerge nach mehr als 25 Jahren. Bei Weißen Zwergen handelt es sich um die Spätstadien sonnenähnlicher Sterne.
Sie sind so dicht, dass 0,5 bis 1,5 Sonnenmassen in einem Volumen von der Größe der Erde Platz finden. 80 Prozent von ihnen haben eine Hülle aus noch nicht von den Fusionsprozessen verbrauchtem Wasserstoff. Bei 20 Prozent ist der äußere Wasserstoff abgestoßen, und die Hülle besteht aus Helium.
Massereich und pulsierend
Im vergangenen Jahr haben Forscher der University of Arizona in Tucson erstmals einen Weißen Zwerg beobachtet, dessen Hülle aus Kohlenstoff besteht, weil auch die Heliumhülle abgestoßen worden ist. Es wird vermutet, dass solche Objekte fast so massereich sind wie die Sterne, die als Supernovae explodieren.
Die Forscher aus Austin haben daraufhin berechnet, dass die Sterne der neuen Klasse auch pulsieren können, zum Beispiel, wenn sie abkühlen und die ionisierten Kohlenstoffatome in den neutralen Zustand übergehen. Nun fanden sie im Sternbild Großer Bär ein derartiges Objekt, dessen Strahlungsintensität alle acht Minuten um zwei Prozent schwankt. Seine Oberfläche hat eine Temperatur von 19.500 Grad Celsius.
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: AFP
