Raumfahrt

Pionier-Sonden von Wärme beschleunigt

23. April 2008 Die vor etlichen Jahren entdeckte und bislang unerklärte Beschleunigung der amerikanischen Pionier-Sonden, die sich mittlerweile am Rande des Sonnensystems befinden, scheint wenigstens zum Teil auf die spezifische Wärmeabstrahlung zurückzugehen. Das hat Slava Turyshev vom Jet Propulsion Laboratory in Pasadena herausgefunden.

Der Forscher hat erstmals einen wesentlichen Anteil der Funkdaten, die die Sonden aus mehr als 25 Astronomischen Einheiten (3,75 Milliarden Kilometer) Distanz zur Erde übertragen haben, genauer als bisher untersucht und die daraus hergeleiteten Beschleunigungsdaten mit einem neuen Wärmemodell der Sonden verglichen.

Nach hinten mehr Wärmeabstrahlung

Dabei zeigte sich, dass sich rund 30 Prozent des Beschleunigungsüberschusses damit erklären lassen, dass die Pionier-Sonden wegen ihrer Bauart mehr Wärme nach hinten als nach vorne abstrahlen. Bei einer umfangreicheren Analyse könnte sich der Anteil als noch größer erweisen.

Die in den siebziger Jahren gestarteten Jupitersonden Pionier 10 und 11 haben bis aus 12 beziehungsweise 6,6 Milliarden Kilometer Distanz Daten zur Erde gesendet.



Text: F.A.Z.
Bildmaterial: Nasa

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