Rettung in Sicht

Software AG sponsert die insolventen „Lilien“

Darmstädter pro “Lilien“: die Konzernzentrale der Software AG

Darmstädter pro "Lilien": die Konzernzentrale der Software AG

21. Mai 2008 Der Fußball-Oberligaverein SV Darmstadt 98 hat im Kampf gegen die drohende Insolvenz einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht und in der Darmstädter Software AG einen neuen Hauptsponsor gefunden. Wie der Traditionsverein bekannt gab, soll die Zusammenarbeit zunächst über ein Jahr laufen, der Vertrag enthält jedoch eine Option auf Verlängerung.

Über die finanziellen Einzelheiten vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Dennoch dürfte das Engagement des Software-Unternehmens den Verein auf dem Weg zur Rettung weit voranbringen. Die Software AG ist hinter SAP die zweitgrößte deutsche Schmiede von Computerprogrammen, setzte zuletzt rund 600 Millionen Euro im Jahr und wird an der Börse mit gut 1,3 Milliarden Euro bewertet.

Bayern-Benefizspiel erbrachte 200.000 Euro

Der ehemalige Bundesliga-Verein hatte am 12. März den Antrag auf Insolvenz gestellt. 1,1 Millionen Euro Nachzahlungen an Steuern und Sozialversicherungs-Beiträgen belasteten den Club, zudem standen langfristige Verbindlichkeiten von 900.000 Euro zu Buche. Der Gang zum Insolvenzgericht war für den Verein damit unvermeidlich.

Doch in den vergangenen Wochen konnte die „Lilien“ durch zahlreiche Initiativen ihre finanzielle Situation verbessern. Für den Höhepunkt sorgte der deutsche Meister Bayern München, dessen Gastspiel im Stadion am Böllenfalltor rund 200.000 Euro in die Kassen spülte.

Text: FAZ.NET mit lhe
Bildmaterial: dpa

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