Westliche Vorstellungen von freiem Meinungs- und Informationsfluss treffen auf das chinesische Konzept kontrollierter Öffentlichkeit

China und die Pressefreiheit

Drohendes Chaos und drei Kontrollen

Schon kurz vor den Olympischen Spielen sind sich Peking und der Westen uneins über das Thema Zensur. Westliche Vorstellungen von freiem Meinungs- und Informationsfluss treffen auf das chinesische Konzept kontrollierter Öffentlichkeit. Dabei ist der Kampf um Pressefreiheit in China seit Jahren ein zentrales Thema. Von Mark Siemons

„Die Chinesen haben mich bislang nicht von den Vorzügen ihres Systems überzeugt”

Innenminister Schäuble im Gespräch

„Wir sollten Respekt haben vor Chinas Entwicklung“

Mit ihrem Drang nach Kontrolle scheint die chinesische Regierung eine Woche vor den Spielen schlimmste Befürchtungen zu bestätigen. Im Interview spricht Innenminister Schäuble (CDU) über Olympia 1936 und 2008, Menschenrechte und seine Begeisterung für Leichtathletik.

In Berlin bleiben Demos erlaubt: Protest vor der chinesischen Botschaft

China gibt Regeln bekannt

Demonstranten werden in die Parks verbannt

Chinas Behörden haben detaillierte Beschränkungen für Demonstrationen während der Olympischen Spiele bekanntgegeben. Ausländer wie Chinesen müssen fünf Tage im Voraus persönlich eine Genehmigung bei der Visa-Stelle der Pekinger Polizei beantragen.

Korrespondenten machen „Bekanntschaft mit einem winzigen Ausschnitt des Unterdrückungsapparates”

Protest gegen Pekings Zensur

„Pure Angstmache und Schikane“

Führende deutsche Zeitungen und Fernsehsender wehren sich vehement gegen die Einschränkungen der Arbeitsmöglichkeiten für Journalisten bei den Olympischen Spielen. Herausgeber und Chefredakteure sprechen von „skandalöser“ Zensur und von einem „Unterdrückungsapparat“.

“Ich verstehe die Sorge und Verwirrung der Journalisten“, sagt Jacques Rogge

Sitzung der IOC-Exekutive

Keine Entschuldigung von Rogge

Loben macht mehr Spaß als kritisieren. Das weiß auch Jacques Rogge. Deshalb hat er am Wochenende, als die Krise um den Internetzugang im olympischen Pressezentrum ihren Höhepunkt erreichte, erst einmal das Organisationskomitee der Spiele gelobt. Von Evi Simeoni, Peking

“Verbindung unterbrochen“

Internetzensur in China

Das Prinzip Freiheit

Chinas Führung meint immer noch, „frei“ bedeute „frei von Kritik am Gastgeber“. Eine freie Berichterstattung ist unter solchen Bedingungen nicht möglich. Das IOC hatte das Thema Internet-Zensur am Freitag dennoch zum wiederholten Male für erledigt erklärt. Von Peter Sturm

Der chinesische Staatspräsident Hu Jintao: “Freundschaft, Solidarität und Frieden“

China weist internationale Kritik zurück

Hu Jintao: Olympische Spiele nicht politisieren

Menschenrechte, Tibet und Zensur: Chinas Präsident Hu Jintao hat angesichts wachsender Kritik an der Politik des Gastgebers an die internationale Öffentlichkeit appelliert, Olympia nicht zu politisieren. Zwischenzeitlich waren in Peking einige zensierte Internet-Seiten wieder zugänglich.

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Berichterstattung aus Peking

China will Internet-Zensur mildern

Laut dem IOC hat die chinesische Regierung zugestimmt, einige Beschränkungen beim Internet-Zugang im Pressezentrum aufzuheben.

Einheimische Zeitungen findet man in Peking, aktuelle deutsche zu Olympia wohl nicht

Zensur in China

Keine deutschen Zeitungen im „Deutschen Haus“?

Nicht nur der Internetzugang ist in China eingeschränkt, auch die gedruckte Presse ist direkt betroffen. So war es nicht möglich, deutsche Zeitungen aktuell ins Olympische Dorf zu liefern - weil sie erst drei Tage lang gesichtet werden müssen.

Stummer Protest gegen die chinesische Internet-Zensur in Sydney

Zensur im Internet

Chinas Kampf gegen das freie Netz

Wenn die Olympia-Journalisten aus Peking berichten, werden sie die Zensur spüren, die es im chinesischen Internet schon lange gibt. Dort tummeln sich angeblich 30.000 Internet-Polizisten. Die „Great Chinese firewall“ soll die Meinungsführerschaft der Regierungspartei sichern. Von Stefan Tomik

Der Zugang im Hauptpressezentrum sei „ausreichend”, sagen die chinesischen Olympia-Organisatoren

Internet-Zensur

Gold für China

Das IOC muss kurz vor den Spielen in Peking eingestehen, dass China auch während Olympia das tut, was es immer tut, nämlich den freien Zugang zu Informationen aller Art zu verhindern. Von Peter Sturm

Michael Vesper: „Wir haben kein Druckmittel”

Kurz vor Olympia

Chinas Zensur ruft heftige Empörung hervor

Pekings Vorgehen gegen eine freie Berichterstattung während der Olympischen Spiele sorgt weiterhin für Kritik. Der deutsche Chef de Mission, Vesper, verlangt ein „deutliches Wort“ von IOC-Chef Rogge. Auch die Arbeit von F.A.Z.-Korrespondenten wird offenbar behindert.

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Einschränkungen für die Presse

China zensiert Internetzugang bei Olympia

Die chinesischen Behörden haben angekündigt, den Zugang ausländischer Journalisten zum Internet während der Olympischen Spiele im August einzuschränken. Regierungskritische Seiten sollen gesperrt bleiben.

Die Maskottchen der chinesischen Internetpolizei heißen Chacha ...

Streit über Internet-Zensur

„Das IOC ist ein Gefangener Chinas“

Europaabgeordnete wollen mit einem „EU Global Online Freedom Act“ gegen Internet-Zensur in autoritären Staaten vorgehen: Millionen Euro sollen in die Entwicklung von Anti-Zensur-Software fließen, die Geschäfte europäischer Firmen sollen stärker kontrolliert werden. Von Stefan Tomik

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