Kassensturz nach den Spielen

Die Olympia-Profiteure

Die Olympischen Spiele sind vorbei, nun folgt der Kassensturz. Rekorde wurden nicht nur im „Vogelnest“ erzielt, sondern auch auf vielen Konten. Vom Stadionbeschaller bis zum Zelthersteller - selbst kleine deutsche Firmen profitierten von dem Großereignis. Von Christoph Hein, Peking

Lesermeinungen zum Beitrag

26. August 2008 12:20

Gut dass wir sie noch haben, unsere Wirtschaftsolympioniken

Josef Hausner (Rasiermesser)

Sie kämpfen wahrlich für Deutschland und bringen gottseidank noch etwas zustande. Man sollte sie ihren Job machen lassen, denn wir alle profitieren davon. Deutschland lebt als füh-rende Industrie- und Exportnation vom internationalen Handel, auch mit China. Wir beziehen preiswerte Konsumgüter und liefern margenstarke Spezialprodukte. Das mehrt die Kaufkraft unserer Bürger. Die heraufziehende Rezession wird dies noch deutlicher machen. Nach die-sem Artikel hat alleine Siemens mit Olympia über 1 Mrd. profitablen Umsatz gemacht. In Deutschland wird immer weniger Rücksicht auf die Grundlagen unseres Wohlstandes ge-nommen. Es kann nicht ohne Folgen bleiben, wenn unseren erfolgreichen. Exportunterneh-men das Leben schwer gemacht wird. Durch den Einfluss der Medien ist Anti-China zu einer Massenbewegung geworden. Das hinterlässt nachhaltige Spuren, im Westen und in China. Statt die Annäherung zu fördern, wird einer neuen Blockbildung Vorschub geleistet. Das liegt im Trend unseres philisterhaften Zeitgeistes, in dem die Doppelmoral zur Norm geworden ist. Nach der Olympiade wird man nicht einfach zum Tagesgeschäft zurückkehren können. Wir alle werden das zu spüren bekommen.

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25. August 2008 16:32

Halb so wild...

Felix Schumacher (FPSchumacher)

...das mit der Zeche. Jede Werbemaßnahme wird vom Kunden bezahlt. Und ja, man hat nur sehr eingeschränkt Einfluss darauf, wo und wie geworben wird. Aber so funktioniert ein Wirtschaftskreislauf und Werbung ist integraler Bestandteil in einer Marktwirtschaft. Abgesehen davon müsste man dann auch auf VW schimpfen, wenn die Lohnerhöhungen nach persönlicher Einschätzung hätten geringer ausfallen müssen. Und wenn Adidas nun mehr Produkte in China absetzt und die Preise dadurch sinken, wird auch keiner darüber klagen. Insbesondere wenn in Deutschland dadurch ein paar Arbeitsplätze erhalten oder geschaffen werden. Dann können nämlich mehr Leute wieder die Zeche bezahlen. Außerdem obliegt es dem Verbraucher ,den Kauf der Ware zu unterlassen, wenn die Unternehmensphilosophie oder schlichtweg der Preis einem nicht passt. Ich mach das jedenfalls. Jammern hilft da nicht, nach seinen Prinzipien handeln ist angesagt. Wenn Olympia in Peking verlogen ist und Adidas die sponsort, dann Finger weg von den drei Streifen. Ganz einfach! Wenn das jeder macht, dann wird sich Adidas das nächste Mal überlegen. Ich denke halt nicht, dass wir alle Opfer der Großkonzerne sind.

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25. August 2008 14:28

Die Zeche ...

Frank Geiser (geiser123)

... bezahlt immer der Endkunde, und das sind nunmal Du und Ich. Sei es durch die Dose Cola, sei es durch die Gema, oder ein T-Shirt von Nike ... am Ende muessen die Werbeausgaben, pompoesen Bauten, Rechte und was alles so dazugehoert finanziert werden. Und wir finanzieren mit. Entkommen kann man dem nicht. Selbst wenn der Fernseher ausbleibt, finanzietrt man spaetestens dann wenn der Sohn das Nike T-Shirt benoetigt. Dies kostet dann mal eben 20Euro statt 5 ...

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25. August 2008 13:12

Olympia im Zeichen der Wirtschaft

Kurt Schröder (Giubar)

Eindrucksvoll wird hier bestätigt, was ich in früheren Kommentaren bereits geäußert habe. Die Wahl des Austragungsortes der Olympischen Spiele erfolgte ausschließlich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten. China ist als Zukunftsmarkt interessant, wer fragt da dann nach Menschenrechten und Zensur? Und auch alle Politiker haben sich zurückgehalten, um nicht das Klima für zukünftige Geschäfte zu verderben. Geld stinkt immer noch nicht.

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25. August 2008 12:33

Verlogen: Zum fianziellen Profit gehört auch der politische

Angelika Fritz (MyDocAngel)

China und seine Politik gehen durch die Wahl des IOC selbstbewusst und gestärkt hervor. Wen interessiert noch, ob einzelne Sportler "unten" dopen, wenn oben "fianziell gedopt" wird? Warum soll sich ein Bolt nicht lustig machen über ein verlogenes Fest, ganz voran die Ausrichter und Organisatoren? Er hat vermutlich DEN Durchblick. Das Motto: Je grösser die Lügen um so unglaubwürdiger werden sie. Aber hier wurden die grossen Lügen glaubwürdig: Durch diese Lügen sind China, der IOC und - leider auch Olympia unglaubwürdig geworden:

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