"Das Deutsche Volk konnte 1936 nicht wissen,was noch kommt" ... schreibt jemand . Meines Wissens wurde "Mein Kampf" ein gutes Stück früher als 1936 geschreiben und veröffentlicht.In nahezu jedem deutschen Haushalt gab es mindestens eine Ausgabe.Und wer da Buch las,wußte auch 1936 und davor schon ,wo es hingehen sollte . Zudem hatte es daneben all die Jahre vor der Machtergreifung und dann auch danach eine nicht überhörbare Anzahl von Reden und nichtübersehbaren Taten gegeben. So setzte die Verfolgung der Juden und Andersdenkender ja nicht erst nach 1936 ein,sondern schon 3 Jahre davor! Der springende Punkt war,ob man es denn wissen WOLLTE ,wohin die Reise ging! Und Wissen konnte man es auch vor,während und nach den Olympischen Spielen,wenn man wollte! Und,Herr Alonso,sich gegen einen Terroranschlag (Al Quaida/Afghanistan) zur Wehr zu setzen und die "Militärbasis" (welche noch dazu von den Afghanen nie im eigenen Land gewollt war!) der Terrorgruppe zu schleifen - das ist KEIN "völkerrechtswidriger Wirtschaftskrieg",sondern pures Recht auf Selbstverteidigung!Hier eine Parallele zu Hitler-Deutschland zu ziehen,entstammt trotz aller Absicht einer sehr verquasten Weltsicht !
Gut, dass die 36er Olympiade im Zusammenhang mit der diesjährigen thematisiert wird. Der nächste Schritt ist jetzt, die Parallelen zwischen beiden Systemen aufzuzeigen. Vielleicht ist ja einer der Redakteure der FAZ mutig genug, dieses Unternehmen anzugehen. Denn es steht ja wohl ausser Frage, dass diese Parallelen bestehen. Jemand anders kann sich mit dem IOC, dessen Zusammensetzung und der anzuwendenden Kriterien beschäftigen. Eine Weiterentwicklung seit 1936 ist dort sicherlich nicht festzustellen. Frage ist nur, wie schlimm es eigentlich kommen muss, bevor ein Land nicht denn Zuschlag erhält. Zimbabwe oder Nordkorea also olympiawürdig?
Es kann nicht erstaunen, dass die Staaten in den Olympiaden neuer Zeitrechnung mehr und mehr ihr Land als ein Schaufenster für die Welt einrichten. So ist Politik und es ist weltfremd das zu verurteilen. Deutschland war noch immer bei vielen Staaten verhasst. Der Versailler "Friedensvertrag" hat viele Pulverfässer aufgestellt, die bereits schwelten, siehe Prag. Die deutsche Regierung hatte ein legitimes Interesse, Deutschland mit einem schönen Schaufenster so darzustellen, wie es wirklich gesehen werden will. Es entspricht der Natur des Bildes "Schaufenster", dass darin nicht alles gezeigt worden ist. In Peking, Moskau, Los Angeles etc. werden die Probleme des Landes auch nicht ausgestellt. Haben denn schon alle den Protest eines Schwarzen Sportlers in Los Angeles vergessen? Leni Riefenstahl hat Berlin 1936 schön dokumentiert. Der Film ist heute noch von hohem künstlerischem Wert, auch wenn die Nazis daraus eine Kundgebung für Braune Ideologien machen wollten. Dass Hitler in Schnürstiefeln, Ledermantel und in den verhassten Knickerbockern auftrat, ist nicht wahr. Das deutsche Volk konnte 1936 nicht wissen, was noch kommt. Es hat sich richtig des Friedens und des Erfolges erfreut. Gustav Adolf Pourroy, München
Eine weitere interessante Parallele ist, dass die Bewohner des jeweiligen Gastgeberlandes (also ´36 wie ´08) bloss die Devise "Right... Wrong... - My Country!" zu kennen scheinen und sich am Liebsten noch nicht einmal Gedanken darüber machen wollen, wieso das Ausland wohl so befremdet und verstört reagiert.
Die aktuelle Medien-Kampagne, gegen China gerichtet, kennt keine Grenzen. Ein Vergleich von Olympia 1936 mit den Spielen in China ist absurd. Wenn ueberhaupt, wuerde ein Vergleich mit den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) eher zutreffen. (voelkerrechtswidrige Wirtschaftskriege in Afghanistan und dem Irak z. B. - Taeuschung der eigenen Bevoelkerung ueber imaginaere terroristische Bedrohungen um deren Geldbeutel zu oeffenen und gleichzeitig die Freiheitsrechte grundlos einzuschraenken usw.usf)
Was hat die Olympiade 1936 mit Peking 2008 zu tun? In beiden Fällen wird sie von einem diktatorischen Staat dazu benutzt, das eigene Image im Ausland aufzupolieren, und das IOC macht in beiden Fällen trotz aller moralischer Bedenken freudig mit. Geld regiert die Welt, ist halt so.
So hat das IOC auch so etwas wie eine Vergangenheitsbewältigung durchzuführen, gedenkt es aber nicht zu tun. Ganz im Gegenteil: Ähnliches - eher noch gesteigertes - wird schamlos auf das kommunistische China angewendet. Einfach widerlich! Wo soll da noch Platz für den sportlichen Geist bleiben angesichts der aus überallher hinein gierenden Politik, grenzenlosen Geschachers und Doping-Unkultur?
Dass die damalige deutsche Regierung die Spiele auch dazu nutzten wollte, das Deutschlandbild im Ausland positiv zu beeinflussen, ist weder neu, noch per se zu verurteilen. Jedenfalls war während der Spiele in Deutschland keine sntisemititische Propaganda zu hören, in Berlin spielten in manchen Lokalen Jazzmusiker auf - ja, es gab sogar "lachende Schwarze", die an Strassenständen Bananen aus Kamerun verkauften (s. damalige Bildbänder zu den Spielen). Der Jubel für Jesse Owens aber war ebenso echt wie die Tatsache, dass die gesamte französischen Mannschaft bei der Eröffnungsfeier mit erhobenen Arm ("deutscher Gruss") in das Stadion einmarschierte. Beides gehört zusammen. Und was die Entfernung bestimmter Leute aus der Öffentlichkeit betrifft, so sei darauf verwiesen, dass die schweizer Behörden nach eigener Aussage bei der kommenden EM Raudis und pöbelnde Suffköppe sofort einfangen und in Lagern sammeln werden, falls dies für einen friedlichen Ablauf der EM nötig ist.