Einheimische Zeitungen findet man in Peking, aktuelle deutsche zu Olympia wohl nicht

Zensur in China

Keine deutschen Zeitungen im „Deutschen Haus“?

Nicht nur der Internetzugang ist in China eingeschränkt, auch die gedruckte Presse ist direkt betroffen. So war es nicht möglich, deutsche Zeitungen aktuell ins Olympische Dorf zu liefern - weil sie erst drei Tage lang gesichtet werden müssen.

Lesermeinungen zum Beitrag

03. August 2008 00:22

Thomas Bach untragbar

Jürgen Blümer (jp_scotty)

Die deutsche IOC-Vize hatte im heutigen ZDF-Interview die Unverfrorenheit besessen, Seiten von AI International mit Prono-Seiten gleichzusetzen. Es handele sich bei den gesperrten Seiten um eine Grauzone, über die mit den Chinesen noch verhandelt würde. Die Glaubwürdigkeit Bachs und des IOC befindet sich weiter im Sturzflug. Bin gespannt, ob die Politik in Deutschland den Mut aufbringt, sich bei der Erneuerrung des IOCs an die Spitze zu setzen und Bach zu entmachten.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
01. August 2008 19:06

@Oliver Kaltheier (Theoderich08)

Adrian Koss (curtisnewton)

Sie wollen also allenernstes die eingeschränkte Meinungsfreiheit in China mit den Verhältnissen in Deutschland vergleichen? Unglaublich wie wenig sie über China wissen. Tatsächlich gehen wir bei Themen wie Überwachung und Meinungsfreiheit in Richtung China. Die Unterschiede sind aber noch gewaltig. Das schlimme ist, daß sich dieser Blödsinn auch in China verbreitet. Ich habe einige Male in China gehört, daß in Deutschland doch auch viel überwacht würde. Nur wenige Chinesen wissen überhaupt wo Deutschland liegt - aber das meinen sie zu wissen. Warum? Weil solche Informationen auch über die Medien verbreitet werden. Beispiel: Im letzten Jahr, als das Thema Plagiate in China Thema war, wurde Anfang August in den Hauptnachrichten(!) auf CCTV ein 2min Beitrag über "China klagt Deutsches Unternehmen wegen Kopie an" gebracht. Es ging darum, daß eine winzige Ladenkette kleine Döschen mit einer chin. Figur bedruckt hatte, die einer Zeichnung eines alten chin. Professors ähnelte. Es ging um einen Aufdruck minimaler Auflage in der Umgebung Münchens. Wahrnehmung d. Chinesen: Was stellen die sich so an? Die kopieren doch auch.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
01. August 2008 13:56

@Jürgen Vogel (pascht)

Shen li (Zhongguoren)

Ihrer Meinung nach sollen alle chinesische Sportler nicht getestet werden, sie sind sowieso als gedoppt gestempelt. Habe ich Ihre Ansicht richtig verstanden?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
01. August 2008 13:33

zensur etc

peter wilhelm (melville59)

leute, was wollt ihr denn? war jemand so naiv zu glauben, ein staat wie china würde hier auf propaganda, zensur, "räumung" andersdenkender etc. verzichten??? man kann den chinesen sogar noch dankbar sein, dass sie sich nicht so "clever" anstellen wie weiland j.goebbels und es offenbar nicht schaffen der welt sand in die augen zu streuen wie die nazis 1936. wenn das kein fortschritt ist.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
01. August 2008 12:48

@ Steffen Hauf

Jürgen Vogel (pascht)

Lieber Steffen Hauf, ich schliesse mich ihrem Protest an und werde keine einzige Minute dieser menschenverachtenden Spiele verfolgen, den olympisch ist daran rein gar nichts. Vor allen Dingen man mag bedenken, unter welchen existentiellen Druck chinesiche Athlethen gestellt sind und wer glaubt, dass bez. Doping die chinesichen Sportler sauber sind, hat sich seine Kindergartennaivität bis ins Erwachsenenalter beibehalten. Man darf von einem durch den chinesischen Statt wissenschaftlich unterstütztes Zwangsdoping ausgehen, genau wie in der ehemaligen DDR.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
01. August 2008 12:40

Konsequenzen ziehen: Thomas Bach entlassen

Jürgen Blümer (jp_scotty)

Wenn die Politiker in Deutschland es enst meinen mit dem Protest gegen Zensur, muß eine Entlassung von Thomas Bach von allen seinen Ämtern erfolgen. Er hat die OS in China noch vor wenigen Tagen in einem ZEIT-Interview mit den Worten verteidigt: 'Das sind keine chinesischen Spiele'. Diese Aussage wurde von den Ereignissen der letzten Tage als Lüge entlarft. Herr Lammert, wenden Sie weiteren Schaden von Deutschland ab. Sorgen Sie dafür, daß Bach von seinen Ämtern entfernt wird. Setzen Sie damit ein Zeichen gegen Zensur und Lügenpropaganda, auch durch das IOC und seinen dutschen Vize.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
01. August 2008 12:28

@ Oliver, Rechtlos?

Jürgen Vogel (pascht)

Ja klar, es gibt auch in Deutschland Zensur. Aber eine durch gesellschaftliche und sozialpolitische Umstände geprägte Selbstzenzsur. Die ist vor allen Dingen eine Themenzensur, keine Medienzensur. Staat, und Justiz üben in Deutschland keine Zensur aus. (aussser in Bayern ;-)) Das ist der wensentlichste Unterschied. Die Medienlandschaft in Deutschland ist von unterschiedlichsten Strömungen geprägt, die, wie nicht anders zu erwarten, natürlich unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Jeder darf sich in Deutschland eine Homepage besorgen und dort seine Meinung kundtun, natürlich in einem juristischen Rahmen der sich durch Meinungsfreiheit und rechtliches Verbot einpendeln muss.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
01. August 2008 09:17

Chinesische Verhälltnisse

Oliver Kaltheier (Theoderich08)

Selbstverständlich kann man die stark eingeschränkte Meinungsfreiheit in und an China kritisieren, das bleibt jedem unbenommen. Und dennoch muss man sich in diesem Zusammenhang unweigerlich die Frage stellen, wie gut oder schlecht es denn mit der Meinungsfreiheit in Deutschland bestellt ist. Wird diese nicht auch immer mehr beschnitten ? Haben wir nicht einen Presserat, der vorgibt, für die Wahrung ethischer Grundsätze einzutreten und in Wirklichkeit ganz einfach bestimmt, was der Leser wann und in welcher Dosis erfahren darf und was nicht ? Sind die Verflechtungen und Beteiligungen politischer Parteien mit den Printmedien und die daraus resultierenden Abhängigkeiten, die zwangsläufig ein Meinungsbild mitbestimmen, nicht enormen Ausmaßes ? Welche Möglichkeiten jenseits militanten Aktionismus hat ein Bürger unseres sogenannten Rechtsstaates, wenn er mit (Maß-)Regelungen konfrontiert wird, die über seinen Kopf hinweg beschlossen worden sind. Dazu gehört im Übrigen auch die Möglichkeit, über ein so wichtiges Thema wie den EU- Vertrag abstimmen zu können. Gerade in Deutschland jedoch sind wir weit davon entfernt, "Volkes Meinung" in aktive Politik umzusetzen und sei es nur etwas Banales wie die Wahl des Bundespräsidenten.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
01. August 2008 07:56

Wenn die deutschen Medien Rückgrat hätten, ....

Rainer Hanke (domdewild)

.... würden sie über diese Spiele keinen Ton mehr verlieren.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
01. August 2008 06:12

Schmierentheater mit dem man rechnete

Ralf Schneider (ralf61)

Die Betroffenheit von Herrn Lammert über die Zustände im Vorfeld der Spiele ist nicht nachzuvollziehen, was soll sich bitteschön in einer Diktatur ändern, nur weil 14 Tage geturnt wird? Herrn Bach nimmt man ohnehin keine Äußerungen mehr ab. Noch vor Wochen räsonierte er in Frankfurt im Rahmen eines Sportkongresses über die Ahnungslosgkeit der Kritiker der Spiele im Stile eines Parteiapparatschiks. Im Gegenteil der reibungslose Ablauf bis dahin wurde offensichtlich gegen die Zusage der Zensur von der IOC-Führung erkauft. Wenn sich diese Zustände nicht ändern wäre die Berichterstattung angesichts der Bereits im Vorfeld zu erkennenden Kujonierung von Sportlern und Berichterstattung eine Farce. Ultimative Androhung der Abreise durch die Presse wäre eine Option, vom IOC ist nichts zu erwarten.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
01. August 2008 02:32

VPN

Cedric Vornholt (cpierre)

Liebe Sportler und Journalisten, sollte es für den barrierefreien Internetzugang nützlich sein, so stelle ich gerne meinen VPN-Client-Zugang über meine Universität zur Verfügung. Soviel Solidarität sollte man mit wahren Demokraten üben!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
31. Juli 2008 23:16

Shame on you IOC!!!

Steffen Hauf (steffenh83)

Auch wenn die Olympiade ein internationales Groß-Ereignis ist, das weltweite Medienbeachtung finden, zeugt es doch von ungemeiner Naivität und Ignoranz, dass das IOC wirklich glaubte durch die Vergabe der Spiele an China irgendetwas an der dortigen Menschenrechtssituation ändern zu können. Schon vor mehr als 70 Jahren haben die Spiele in Berlin gezeigt, dass so etwas absolutes Wunschdenken ist. Dass die Funktionäre aber weiterhin gebetsmühlenartig wiederholen, alles läuft nach ihrer Zufriedenheit, ja sogar von Besserung sprechen, ist einfach nur schäbig. Aber was nützt der große Hype dem Chinesischen Regime, wenn keiner zuschaut. Darum mein Vorschlag: Beim Einmarsch der Sportler zur Eröffnungsfeier einfach mal alle den Fernseher für 10 Minuten ausschalten. Die Sponsoren werden den Chinesen dann schon sagen, was sie davon halten. Und jene sind ja mittlerweile auch kapitalistisch genug, dass man vielleicht mal ins Grübeln kommen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
31. Juli 2008 23:15

Immer weitermachen!

Thomas J. Huber (tjhuber)

Der Mut der (Deutschen) Parteifunktionäre wird in diesem Artikel klar gezeigt. Trotz aller Schwierigkeiten bleibt die ganze Delegation in China. Für alle, Goldmedaillien im Hinternküssen!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
31. Juli 2008 23:15

Es war ein Fehler...

Peter Neubauer (basser_aus_kurpfalz)

...die Spiele nach China zu vergeben. Es gibt vielfache Protestmöglichkeiten: z.B. das Fernsehen könnte schlicht die Übertragungen einstellen bzw. damit drohen. Selbst wenn das nicht passiert, kann ich als Zuschauer meinen Protest dadurch ausdrücken, dass ich gar nicht erst einschalte. Schade für die Sportler, die jahrelang daraufhin gearbeitet haben. Aber wie schon eingangs erwähnt: es war ein Fehler, die Spiele überhaupt nach China zu vergeben. Kurzsichtig. Blind. Zu erwarten, China würde sich ändern oder bewegen. Da hat wohl einige Funktionären der Wunsch nach einer besseren Welt geblendet. Schade.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
31. Juli 2008 22:00

keine deutshen Zeitungen im "Deutschen Haus"

dieter Kleine Onnebrink (breezand.cd)

Wnn die Sportler Rücktgrat hätten, würden sie abreisen, wegen dieser und weiterer Repressalien.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 15 von 15 Lesermeinungen