
Erfolg durch Schmerz: Holger Glandorf spielte über sieben Stunden WM-Handball und traf dabei 43-mal für deutschland. Versucht hatte er 96 Torwürfe
29. Januar 2009 Bester Torschütze, erfolgreichster Vorlagengeber und auch noch der Dauerläufer: Holger Glandorf war nach neun Weltmeisterschafts-Spielen der deutschen Handball-Nationalmannschaft in Kroatien zumindest statistisch gesehen der auffälligste Spieler.
43-mal brachte der Nordhorner den Ball bei 96 Versuchen im gegnerischen Tor unter und gab zudem 20-mal den Pass zum Torerfolg. Weiten Rückstand hat Glandorf allerdings auf den voraussichtlichen Torschützenkönig des Turniers, den Mazedonier Kiril Lazarov, der mit 92 Toren eine neue WM-Rekordmarke aufstellte. Dafür brachte es Rückraumspieler Glandorf mit 7:01:56 Stunden auf die meiste Einsatzzeit im deutschen Team.
Roggisch mit hundertprozentiger Chancenverwertung
In dieser Statistik lagen Linksaußen Torsten Jansen (6:35:31 Stunden) und Kreisläufer Sebastian Preiß (6:04:11) noch über sechs Stunden Spielzeit. Kurzarbeiter war Christian Sprenger: Der Rechtsaußen musste sich nach 16:25 Minuten schon im ersten Turnierspiel mit einem Innenbandriss im rechten Knie von der WM verabschieden. Die meisten Zeitstrafen kassierte Abwehrchef Oliver Roggisch, der dreizehnmal für zwei Minuten auf die Bank musste.
Auch in einer anderen Statistik liegt der Rhein-Neckar Löwe vorn: Mit einem Tor bei einem Versuch bringt er es als einziger deutscher Spieler auf eine hundertprozentige Torausbeute. In der internen Torjägerliste liegt Torsten Jansen (38 Tore/55 Versuche) auf dem zweiten Rang vor Pascal Hens (28/62) und Michael Kraus (27/51). Bei den Torhütern weist der in drei Spielen eingesetzte Magdeburger Silvio Heinevetter mit 44 Prozent gehaltenen Bällen die beste Bilanz auf. Johannes Bitter (9 Einsätze) und Carsten Lichtlein (7) bringen es jeweils auf eine Quote von 34 Prozent.
Text: FAZ.NET mit sid
Bildmaterial: AP, dpa, REUTERS