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| Erik Müller, IT-Berater und -Entwickler bei accenture |
31. Januar 2005
Accenture gehört zu den bedeutendsten Management-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleistern weltweit. Mit einem jetzt ausgeschriebenen Traineeprogramm kann sich eine neue Generation von IT-Beratern speziell auf die Arbeit mit SAP-Produkten vorbereiten.
Erik Müller ist ein High Potential. Das ist nachzulesen in seinem Lebenslauf, das wird unterstrichen durch seine bisherigen Aufgaben bei Accenture, und das gesteht er sich ein. Wenn auch ein wenig zögerlich. Denn ein High Potential", sagt Erik Müller, bin ich aufgrund meiner Einstellung. Ob ich mich aber so fühle, ist eine andere Frage." Richtig aber sei, daß sein Job, wie in der Regel jeder Beraterberuf bei dem Management-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister eine professionelle Einstellung voraussetze, die mit dem Gemeinplatz eines High Potentials vergleichbar sei: Eine hohe Affinität zum Gestalten einerseits und zum Projektmanagement andererseits, internationale Erfahrung und die Bereitschaft, sich und seinen Kollegen deutlich mehr abzuverlangen, als das bei einem Nine-to-five-Job üblich ist.
Eine IT-Beratung dieser Größe und mit einem so engmaschigen internationalen Netzwerk an Büros ist kaum zu toppen".
Erik Müller ist IT-Consulter mit Schwerpunkt SAP. Das an sich mag für hochqualifizierte Einsteiger noch nichts Besonderes sein. Doch: Auf der Kundenliste von Accenture stehen 87 Unternehmen der Fortune Global 100 und über zwei Drittel der Fortune Global 500. Gemeinsam entwickeln Accenture und Kunde neue Produkt- und Marktlösungen - mit nachweislichem Erfolg: In den vergangenen zehn Jahren - zuletzt 2003 - zeichnete SAP Accenture sieben Mal mit dem Award of Excellence" für herausragende Qualität und Kundenzufriedenheit aus. All das können Gründe für eine Bewerbung und eine engagierte Mitarbeit bei Accenture sein.
Für mich sind diese Argumente zwar noch kein hinreichendes Kriterium, bei Accenture anzufangen, aber die Größe und Leistungskraft des Unternehmens ist auch in beruflicher Hinsicht vielversprechend", erzählt Erik Müller. Mit über 100.000 Mitarbeitern in 48 Ländern erwirtschaftete das Unternehmen einen Nettoumsatz von knapp 14 Milliarden US-Dollar. Eine IT-Beratung dieser Größe und mit einem so engmaschigen internationalen Netzwerk an Büros sei kaum zu toppen" und damit zumindest ein formaler Grund für sein Interesse am Unternehmen. Vor allem aber bezeichnet sich Erik Müller - wen wundert es - als IT-affin". Mein Vater ist Programmierer, ich habe ein Doppelstudium der Wirtschaftsinformatik an der FH Karlsruhe beziehungsweise in den USA abgeschlossen und Praktika nicht nur in der Softwareberatung, sondern auch bei SAP absolviert", erzählt er. Auch am Forschungszentrum für Informatik in Karlsruhe, bei Ernst & Young Consulting in Wellington und am Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart hat er noch während seines Studiums praktische Erfahrungen gesammelt.
Im Unterschied zu einem klassischen" ITler setzt Erik Müller allerdings auf Kundenkontakte und Projektarbeit - und geht zu Accenture. Hier kann ich nicht nur zu einzelnen Produkten beraten, sondern Projekte absolvieren, die sich durch ihre Verschiedenartigkeit und die Unterschiedlichkeit der Kunden auszeichnen", sagt er. Routine sei damit ausgeschlossen, letztlich sei jedes Projekt neu - für jeden der Berater. Und er kann im internationalen Accenture-Verbund arbeiten, sitzt in teils virtuellen Teams mit Experten aus den großen Industrienationen oder den heranwachsenden Newcomern der IT-Beratungsszene.
So wie während des ersten Projekts, an dem Erik Müller bei Accenture beteiligt war, und in das Entwickler anderer Nationen vor Ort in Deutschland und Spanien mit einbezogen waren: International Accounting Standards (IAS) project aimed to implement an IAS solution of SAP CML (Loan Management System) bei einem Kreditinstitut in Frankfurt". So überschreibt Erik Müller seine Projektmappe. Banken müssen ihre jährlichen Abschlußberichte nach bestimmten Standards durchführen", erklärt er. Diese neuen und internationalen Normen aber können über SAP noch nicht verarbeitet werden. Also brauchten Finanzinstitute eine nicht standardisierte Lösung durch Accenture, um die Berichterstattung Zehntausender Kreditgeschäfte problemlos und normenkonform vornehmen zu können. Zunächst wurde gemeinsam mit dem Kunden eine Analyse durchgeführt, um festzustellen, welchen individuellen Anforderungen diese Lösung genügen muß, die daran anschließende Aufgabenstellung wurde bis ins Detail beschrieben und abgestimmt." Basierend auf dieser Beschreibung entwickeln die Accenture-Mitarbeiter die nötige Lösung. Berater wie Erik Müller fungieren dabei als funktionaler Kollege", greifen also unterstützend ein und überprüfen die Arbeit in Hinblick auf Funktion und Anforderung. In der anschließenden Testphase müssen die Probleme gemeinsam erkannt und gelöst werden. Erst dann kann die Migration vorbereitet werden. Für die Tests haben wir eine Art Checkliste, ein Test-Skript geschrieben, um festzulegen, welche funktionalen Einzelschritte gegangen und welche Prozesse in welcher Reihenfolge bearbeitet werden müssen. Hier wird auch festgelegt, welche Eingaben gemacht werden müssen, um dann Testdurchläufe durchzuführen."
Erik Müller bildet während seines ersten Projekts eine Art Schnittstelle zwischen Projektvorgabe und Entwicklern und bereitete die diversen Testläufe auf. An Projekten wie diesen sind in der Regel mehrere Teams beteiligt. Die Ergebnisse ihrer jeweiligen Testdurchläufe werden von einem Koordinationsteam, in dem auch Erik Müller mitarbeitet, zusammengefaßt und analysiert. Fast drei Monate bildet Erik Müller während seines ersten Projekts damit eine Art Schnittstelle zwischen Projektvorgabe und Entwicklern und bereitete die diversen Testläufe auf. Täglich bekommt er Informationen, in denen die Teams ihren aktuellen Projekt- und Teststatus reporten". Per Mail, Telefon oder - da auch die Projektmitarbeiter ihre Arbeitsplätze beim Kunden vor Ort eingerichtet hatten - persönlich, kommuniziert er mit den Entwicklern. Eine von Accenture eingerichtete Applikation erlaubt zudem eine Rückmeldung aller Teams in eine Plattform, über die sich Erik Müller über den Status quo zusätzlich informieren kann: Welche Fehler sind gemeldet? Welche Probleme befinden sich derzeit im Analysestatus? Welche spezifischen Probleme werden gerade von wem bearbeitet? Wo sind schon Lösungen gefunden und welche Umsetzungen sind Ready to Retest"?
Routine ist ausgeschlossen, jedes Projekt ist 'neu' - für jeden der Berater.
Das zweite Projekt, an dem Erik Müller derzeit mitarbeitet, zeigt die Vielfalt der Aufgaben eines IT-Consultant. Über 350 Berater weltweit arbeiten derzeit unter anderem an einer Art Outsourcing-Plattform" für einen Großkunden aus der Finanzbranche. Das Team, in dem Erik Müller mitwirkt, hat die Aufgabe, das Front End zur Verfügung zu stellen. Die Grundanforderungen waren bekannt, aber wir mußten in Kundenworkshops dafür noch mal die Bedürfnisse der Mitarbeiter des Kunden abklopfen." Eine von Accenture durchgeführte Analyse schafft Klarheit über die Frage, was das Portal alles beinhalten wird. Die Plattform soll den Zweck erfüllen, ein Single Point of Access" zu sein. Von dort aus können die Mitarbeiter in verschiedene Systeme navigieren, die in das Portal integriert werden. Mitarbeiter sollen es nutzen können, um dort ihre unterschiedlichen Aufgaben zu erledigen und Zugriff auf die benötigten Informationen zu haben. Von E-Mail über Intranet bis hin zu Datenbanken und Backend-Applikationen, alles wird über das von uns eingerichtete Portal erreicht", erklärt Erik Müller. Damit werde die Grundlage geschaffen, um Systeme und Prozesse auszulagern.
Wir hatten die Aufforderung, das Portal für jede Region spezifisch und multilingual zu gestalten.
Um das Design des Front End sinnvoll zu gestalten, muß beispielsweise der Bereich des User Interface geklärt sein. Erik Müller entwickelt gemeinsam mit dem Team einen Prototyp, präsentiert ihn dem Kunden und testet, was wie modifiziert werden muß, um von den Mitarbeitern möglichst optimal genutzt werden zu können. Die Frage, ob eine Grafik eher rechts oder links plaziert werden soll, wie die Eingabemaske aufgeteilt sein muß oder ob Felder vorgegeben oder offen sein sollen verdeutlichen auf einfache Weise die Probleme, deren Lösung oft sehr komplex sein kann", sagt Erik Müller.
Bei der Umsetzung der abgestimmten Vorstellungen sind erneut Accenture-Entwickler und -Berater aus verschiedensten Teilen der Welt wie Europa, Asien oder den Vereinigten Staaten in das Projektteam integriert. Wir hatten die Anforderung, das Portal für jede Region spezifisch und multilingual zu gestalten. Das bedeutete für uns auch, die Fragen der Entwickler zu beantworten: Warum ist die Region Australien und Neuseeland nicht zusammengefaßt, sondern in einzelne Bereiche unterteilt? Welche Sonderzeichen müssen akzeptiert werden? Müssen Besonderheiten bei Inhalten, Aufbau oder Abfragen berücksichtigt werden? Auch hier übernehme ich also die Position einer zentralen Schnittstelle zwischen fachlichen Anforderungen und Entwicklern", erklärt er. Erik Müller ist IT-Berater und -Mitentwickler ebenso wie verantwortliches Teammitglied: Nicht gerade langweilig für einen Berufseinsteiger", meint er. Andererseits arbeite er auch für Accenture und: Erik Müller ist ein High Potential.