Von Kay Spreckelsen
24. Juli 2008 Für unsere heutigen Versuche benötigen wir ein hohes, mit Mineralwasser gefülltes Glas. Das Wasser sollte mit Kohlendioxyd (Kohlensäure) versetzt sein, so dass wir die aufsteigenden Bläschen gut beobachten können. Außerdem brauchen wir einige kleine Fruchtfleisch-Stücke einer frisch geschälten Apfelsine. Wenn wir ein solches Stückchen ins Glas geben, so sinkt es zunächst nach unten. Nach einer Weile steigt es dann wieder bis an die Oberfläche. Dort verharrt es ein wenig, bis es langsam wieder bis auf den Boden absinkt. Dies kann man beschleunigen, indem man von der Seite leicht gegen das Glas klopft. Der ganze Vorgang wiederholt sich je nach der Beschaffenheit des Mineralwassers viele Male - sogar bis zu einer Stunde lang!
Der Versuch funktioniert mit unterschiedlich großen Fruchtstücken, etwa von Trockenpflaumen oder Rosinen. Ganz besonders gut eignen sich ungeröstete Popcorn-Mais-Kerne. Jedesmal ist das Hinaufsteigen und wieder Herabsinken wie bei einem Lift zu beobachten. Wir können auch erkennen, wieso: Liegen die Stückchen nämlich am Gefäßboden, so sammeln sich kleine im Mineralwasser enthaltene Gasbläschen auf der Oberfläche der Fruchtstückchen. Haften genügend viele dort an, so tragen sie ihre Fracht nach oben. An der Wasseroberfläche zerplatzen sie, und das Fruchtstückchen sinkt wieder nach unten, wo der Vorgang von neuem beginnt. Bei den Gasbläschen handelt es sich um Kohlendioxyd, ein Gas, das man in das Mineralwasser geleitet hat, damit es so schön sprudelt.
Es macht Spaß, auszuprobieren, welche Früchte sich noch für unseren Versuch eignen und welche Anforderungen man wohl an ihre Beschaffenheit stellen muss. Man vergleiche dazu den heutigen Versuch mit unseren U-Boot-Versuchen, auch wenn die Erklärung für das Aufsteigen dort eine andere war.
Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Bildmaterial: Charlotte Wagner
Finanzkrise: G7-Finanzminister beschließen Fünf-Punkte-![]()
Kommentar: Kapitalanlage nach der Krise
Karrieresprung: Bewerben mit Video
Ein Streifzug durch grundlegende Fragen der ÖkonomieDas scheinbar Selbstverständliche erklären und das nicht Selbstverständliche plausibel![]() | ![]() |