Was erwartet der (private) Anleger eigentlich von Investments in Zertifikaten? Etwa, dass er Aktien-ähnliche Chancen mit einem Festgeld-ähnlichen Risikoprofil kombinieren kann? Wenn dies so einfach wäre, hätten wir in Deutschland in den nächsten Jahren ca. 40 Mio. Millionäre. Spätestens hier sollte sich der gesunde Verstand einschalten.
Zertifikate sind und bleiben eine nützliche Investmentalternative, die gerade privaten Anlegern Strategien erlauben, die ihnen vor einigen Jahren nicht zur Verfügung standen (Beispiel Discountzertifikate). Anleger sollten sich allerdings im klaren darüber sein, dass viele Zertifikatetypen zwar ein geringeres Risiko aufweisen als eine Direktanlage in den Basiswert, doch wenn an der Börse mal wieder Endzeitstimmung herrscht, werden auch Zertifikate nicht vor Verlusten verschont. Dass diese dann geringer ausfallen als bei einem Direktinvestment, ist schließlich eine der Grundideen hinter den Zertifikaten. Dieser (teilweisen) Begrenzung des Risikos steht natürlich ein zu zahlender Preis gegenüber: begrenzte Partizipation im Falle einer positiven Entwicklung des Basiswerts (und/oder auch einbehaltene Dividenden). Wer mehr erwartet, kann von diesen Instrumenten nur enttäuscht werden...