Seien'se froh, dass überhaupt jemand kritisch über die Finanzindustrie und ihre Produkte schreibt. Viele der Autoren werden von den Kaufmännern in den Verlagen unter Druck gesetzt, wohlfeil zu schreiben, damit die Werbeeinnahmen hereinfliessen. Die Banken und Fondsgesellschaften haben riesige Budgets, auf die sie schielen. Viele Autoren sind von der Finanzindustrie gekauft, ein gewisser Markus Koch allemal.
Der FAZ Finanzmarktteil ist eigentlich hervorragend - wann immer es um die Kommentierung von strukturierten Produkten geht.. sollte der Lesende jedoch vorsichtig werden. Die Ausfuehrungen zu Verbio, bzw. dem Verbio Discount Zertifikat offenbaren grundlegende Fehler im Verstaendnis derivativer Produkte und journalistischer Recherche. Warum wird unter (in der Tat erschreckenden) zigtausenden Produkten ein Rohrkrepierer gewaehlt, ohne diesem ein positives Beispiel entgegenzustellen? Als langjaehriger Kaeufer dieser Produkte bin ich erschreckt ueber die mangelnde Objektivitaet. Diese durchzieht den FAZ Finanzmarktteil seit Jahren. Insbesondere Hanno Beck ist hier zu nennen, der sich unter der Kennern der Materie mit seinen Ausfuehrungen zu strukturierten Produkten immer wieder bis auf die Knochen blamiert. Die Fondsindustrie wird es freuen... Die FAZ werde ich dennoch weiter begeistert lesen - wenn auch nur selektiv. Schade!