10. Juli 2008 Rentenfonds mit dem Schwerpunkt Osteuropa haben in den vergangenen Wochen an Boden gutgemacht. Auf der von dem Fondsanalysehaus Lipper berechneten Rangliste der Rentenfonds mit der besten Wertentwicklung haben sich drei Osteuropafonds unter die besten sechs Fonds nach vorn geschoben. Trotz der schwierigen Marktlage in den vergangenen Monaten haben diese Fonds eine deutlich positive Rendite erzielt.
So erreichte der Renta Czechrenta der belgischen Fondsgesellschaft KBC in zwölf Monaten eine Rendite von gut 21 Prozent und damit mehr als alle anderen Fonds unserer Rangliste. Zu verdanken hat dies der Fonds insbesondere den Währungsgewinnen der tschechischen Krone. Mussten vor einem Jahr noch fast 29 Kronen für einen Euro gezahlt werden, sind es nun nicht einmal mehr 24 Kronen.
Es lebe der Wechselkurs
Der Fonds mit einem Volumen von rund 100 Millionen Euro investiert vorwiegend in tschechische Staatsanleihen. Ein Viertel der Anlagesumme wird aber auch in tschechische Unternehmensanleihen guter Bonität investiert.
Ein ähnliches Bild ergibt sich für den KBC Renta Zlotyrenta. Auch dieser Fonds profitiert von den Währungsgewinnen des Zloty gegenüber dem Euro. Hier legt das Fondsmanagement die Gelder fast ausschließlich in polnischen Staatsanleihen an. Beide Währungen profitieren von den Fortschritten ihrer Länder im Hinblick auf eine mögliche Einführung des Euro.
Der ZZ1 sackt ab
Von der Spitze der Rangliste verdrängt wurde hingegen erstmals nach Einführung dieses Formats der ZZ1 der österreichischen ZZ-Vermögensverwaltung. Der Fonds legt in Hochzinsanleihen aus Schwellenländern an, durchaus auch in Papieren von schlechter Bonität. Nachdem das Risiko in den vergangenen Jahren meist mit üppigen Renditen belohnt wurde, hat der ZZ1 mit Blick auf die vergangenen zwölf Monate nun einen Verlust von 30 Prozent zu verkraften.
Neu an die Spitze rückte der DB Platinum Dynamic Bond Stabilität der Deutschen Bank. Der Fonds legt mindestens 70 Prozent seines Vermögens in internationale, inflationsgebundene Staatsanleihen an und bis zu 30 Prozent der Gelder in einen Rohstoffindex. Diese Strategie brachte ihm in den vergangenen sechs Monaten mit einer Rendite von 11 Prozent und auch in der längerfristigen Perspektive von drei Jahren mit einer Rendite von 26 Prozent den Spitzenplatz auf der Rangliste ein.
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: F.A.Z.