Jeder Anleger sollte erkennen, dass wir mit knapp 8000 im Dax ein hohes Niveau haben. Dieses gilt es im Jahre 2008 abzusichern und gleichzeitig sich eine Perspektive für die folgenden Jahre zu verschaffen.
Dabei ist ein Indexfonds sicherlich zu kurz gegriffen und auch ein Dachfonds mit
Aktienfonds, Rentenfonds und Geldmarktfonds kann keine Lösung sein.
Nur die Beimischung von Rohstoffen, Hedgefonds und Private Equity bietet dem
Fondsmanager die Chancen auch in schwierigen Zeiten positive Ergebnisse zu
erzielen, welches die Grundvoraussetzung für eine langfristig erfolgreiche
Performance ist. Die Portfolien der Universitäten Yale und Harvard können als
Vorbild gesehen werden.
Diese Superfonds haben sicherlich mehr Kosten, aber mehr Sicherheit bei gleicher
Rendite oder mehr Rendite bei gleicher Sicherheit sollte einem Anleger dieses komplexere Angebot wert sein.
Helmut Koppermann
koppermann.consult24@web.de
Diese Dinge sind in dieser Diskussion (und auch in diesem Beitrag) geschönt:
a) Die Abgeltungssteuer beträgt nicht 25%. Sie beträgt knapp 30%. Jeder, der der Prozentrechnung fähig ist, sollte dies nachvollziehen können.
b) Erhöhte Gewinne bei deutschen Firmen führen doch nicht zu erhöhten Gewinnen beim deutschen Investor. Dies wird of geschrieben, hat aber mit der Realität nichts zu tun. Deutsche investieren doch nicht nur in Deutschland, sondern weltweit !!!
Ich bin zudem überzeugt das die ganzen Tipps, die heute gegeben werden eh' nicht funktionieren werden:
a) Es wird nicht die 'globalisierte Welt' berücksichtigt: Es ist schon fast normal, dass ein Normal- oder Besserverdienender auch einmal für einige Zeit im Ausland leben und arbeiten wird. Was macht man dann mit seinem Investmentkonto ? Ich denke wohl auflösen. Und wenn man dann nach Deutschland zurückkehrt, schnappt die Abgeltungssteuerfalle zu !!
b) Ich bezweifele, dass die Banken in der Lage sein werden, Kaufhistorien für die nächsten 20 Jahre aufzubewahren. Deshalb wird die 'Altregelung' irgendwann entfallen. Und deshalb ist es in 20 Jahren egal, ob man etwas noch in 2008 oder erst in 2009 gekauft hat -> es wird eine generelle Abgeltungssteuer geben!
Wenn der Autor auf die Idee kommt eine Anlage in Einzelaktien sei über 20 bis 30 Jahre zu riskant, sollte er dies vielleicht doch etwas besser erläutern. Der Abschied von einer Aktie in Form der vom Autor in Aussicht genommenen Übernahme könnte regelmäßig mit einer sogenannten Übernahmeprämie versüßt werden. So dass diese Form der Beendigung des Investments auch für einen langfristigen Investor sehr wohl vorteilhaft sein könnte. Nach einer solchen Übernahme gilt dann: Langfristig - sind wir alle tot!
Die andere Alternative, man wisse nicht, wie diese Unternehmen stehen, oder ob es sie noch gäbe, ist zwar grundsätzlich richtig. Allerdings ist jedes Investment eine Entscheidung unter Unsicherheit. Siemens oder BMW gab es schon vor zwanzig Jahren auf dem Kurszettel. Wenn BMW pleite geht, würden sich sicher noch andere Leute beschweren. Der international erfolgreichste Anleger, Warren Buffet, und nicht nur er, vertritt ein langfristiges Investment in ausgewählte Einzelaktien. Das sollte man nicht alles so einfach wegwischen.
Wer einen Bankberater fragt, ob er ein neues Investmentprodukt kaufen sollte, kann auch seinen Friseur fragen, ob er einen neuen Haarschnitt braucht.
(Warren Buffet)