21. Juli 2008 Ein solches Armutszeugnis, wie es Finanztest Banken und Versicherungen ausstellt, gab es lange nicht. Von den 28 getesteten Jahresmitteilungen von Riester-Verträgen haben zehn ein Befriedigend erhalten, 13 ein Ausreichend und fünf haben die Tester mit Mangelhaft vom Platz geschickt.
Das heißt, über elf Millionen Riester-Sparer erhalten von den Anbietern Jahr für Jahr lückenhafte und unverständliche Mitteilungen über den Stand ihres Vertrages. Keine einzige Gesellschaft listet auf, wie viel Geld sie dem Kunden im bisherigen Vertragsverlauf für Abschluss, Vertrieb und Verwaltung insgesamt in Rechnung gestellt hat.
Wie gut Versicherungen und Banken informieren
Finanztest wollte wissen, ob Sparer an Hand der jährlichen Mitteilung kontrollieren können, wie sich das angesparte Vermögen entwickelt hat, welche Beträge der Anbieter wie anlegt und welche Kosten er abzieht. Dafür haben die Tester die Kundeninformationen für Riester-Versicherungen, für Riester-Versicherungen mit Fonds, für Riester-Fondssparpläne und für Riester-Banksparpläne aus 2007 auf Kundenfreundlichkeit geprüft. Logik des Rechnungsaufbaus und Vollständigkeit, Textverständlichkeit und Lesbarkeit haben sie als Kriterien angelegt.
Versicherer besonders schwach
Besonders unzureichend informieren Versicherer die Riester-Sparer. Alle mangelhalften Gesamturteile entfallen auf sie. Versicherungen sind zwar komplizierter als Bank- oder Fondssparpläne, was den Anbieter vor größere Herausforderungen stellt. Dennoch sind Fehlinformationen nicht gerechtfertigt.
Die Nürnberger etwa weist die gezahlten Beiträge plus staatliche Zulagen abzüglich aller Kosten als erwirtschaftete Erträge aus. Der Versicherer hatte aber das Vermögen des Sparers nicht vermehrt sondern von den Einzahlungen gezehrt.
UniProfirente erreicht Ausreichend mit Müh und Not
Aber auch Riester-Fondssparpläne zeigen gravierende Schwächen. Die Kundeninformation der rund 1,5 Millionen mal verkauften UniProfirente von Union Investment schrammte scharf an einem Mangelhaft vorbei.
Dort ist der alte Kontostand nicht vermerkt, überwiesene Zulagen fehlen in der Wertmitteilung ebenso wie der Beginn und das Ende der Vertragslaufzeit. Die insgesamt besten Abrechnungen fanden die Tester bei den Riester-Banksparplänen. Das sind auch die einfachsten Produkte mit kaum versteckten Gebühren.
Kosten sind zu Vertragsbeginn hoch
Die Kosten sind bei vielen Riester-Versicherungen in den ersten Jahren so hoch, dass sie die kompletten staatlichen Zulagen verzehren. Die Kostenbelastung sinkt aber mit der Vertragslaufzeit und erreicht nach 20 oder 30 Jahren einen erträglichen Durchschnitt. Finanztest hat für die vier Varianten von Riester-Verträgen Muster für gute Jahresmitteilungen erstellt. Sie helfen allen Sparern sich in den Abrechnungen zurecht zu finden.
Tipps
Verständlichkeit. Ihre Riester-Jahresmitteilungen sollen Sie von Anfang bis Ende nachvollziehen können. Muster-Mitteilungen für vier Vertragsvarianten hat Finanztest angefertigt. Diese können Sie beim Entziffern zu Rate ziehen. Oder fragen Sie direkt bei Ihrem Anbieter nach und lassen Sie sich die aufgelisteten Zahlen erklären.
Zulagenantrag. Füllen Sie einen Dauerzulagenantrag aus. Dann erhalten Sie stets die staatlichen Zuschüsse.
Familienstand. Ändern Sie Ihren Zulagenantrag nach der Geburt eines Kindes. Für Kinder, die ab 2008 zur Welt kommen, gibt es 300 Euro im Jahr. Nach einer Scheidung erhält nur der Elternteil Kinderzulagen, der auch Kindergeld bezieht.
Einzahlung. Kontrollieren Sie, ob Ihre aktuelle Einzahlung ausreicht, um die volle Förderung zu erhalten. Dazu sind 4 Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens im Vorjahr, höchstens aber 2.100 Euro pro Jahr nötig.
Der Text und die Tabellen wurden, soweit nicht anders ausgewiesen, von unserem Kooperationspartner Stiftung Warentest erstellt. Die vollständigen Informationen sind kostenpflichtig unter test.de abzurufen.
Text: Finanztest
Bildmaterial: F.A.Z.
| Tops & Flop Fonds | Kurs | in % |
| NESTOR Australien Fonds | 253,20 € | +219,88% |
| Pictet Funds (LUX) - Russian Equities-P Cap-EUR | 44,37 € | +162,76% |
| Earth Exploration Fund UI | 43,88 € | +161,34% |
| Pictet Funds (LUX) - Russian Equities-R-EUR | 43,79 € | +161,15% |
| SEB Russia Fund | 8,75 € | +153,71% |
| Hornet Renewable Energy Fund II | 48,13 € | −8,62% |
| MVM LUX SICAV - frontrunner global | 6,96 € | −12,20% |
| MVM LUX SICAV - frontrunner earth | 9,71 € | −12,74% |
| Robeco All Weather Global Equities (EUR) D | 82,36 € | −15,76% |
| Entrepreneur Opportunities Fund | 52,25 € | −17,76% |
US-Anleihen im späten Handel mit Gewinnmitnahmen schwächer
22:55Wall Street schließt gut behauptet - Technologiewerte gesucht
22:17EUREX/Renten-Futures schließen kaum verändert
22:12EUREX/DAX-Futures schließen etwas fester
22:06XETRA-NACHBÖRSE/XDAX (22 Uhr): 5.862 (XETRA-Schluss: 5.831) Pkt
| Gesamt- Index |
Durchschnitt 90 Tage |
Durchschnitt 200 Tage |
|
|---|---|---|---|
Aktien-Index18.12.2009 13:00 |
1384,62 | 1346,64 | 1292,33 |
Performance-Index18.12.2009 17:35 |
304,19 | 297,54 | 282,83 |
Euro-Aktien-Index18.12.2009 17:35 |
141,85 | 140,95 | 129,84 |
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