Gespräche mit den Zuständigen: Werner Söllner spricht über seine Securitate-Verstrickung

Securitate-IM „Walter“

Ein Herzschlag aus Angst

Spezial Als Werner Söllner sich dem rumänischen Geheimdienst Securitate als Spitzel verschrieb, gab es den Dichter Söllner noch nicht. Nach mehr als dreißig Jahren erzählt er jetzt, wie beides in einem Leben möglich war. Von Hubert Spiegel

Herta Müller nimmt den Literaturnobelpreis aus der Hand des Königs entgegen

Nobelpreisträgerin Herta Müller

Die Liebe ist mir in den Kopf gewachsen

Ihre Bücher hätten ja wohl den Preis bekommen, hat sie gesagt, aber zur Übergabe musste sie selbst erscheinen: Souverän zieht sich Herta Müller in Stockholm aus der Staatsaffäre. Von Felicitas von Lovenberg, Stockholm

F.A.Z.-Sachbücher der Woche

Hundert gegen Einstein

Bild für Bild Wie wollten Laien und Professoren die Relativitätstheorie widerlegen? Warum richten Truppen gegen Aufstände so wenig aus? Und wer zog ab 1786 für 800 Rubel im Jahr durch Sibirien? Die Sachbücher der Woche wissen es.

Herta Müller vor der Presse in Stockholm

„Für großen Mut“

Herta Müller nimmt Nobelpreis entgegen

Die deutsch-rumänische Schriftstellerin Herta Müller hat am Donnerstag aus der Hand von Schwedens König Carl XVI. Gustaf den begehrtesten Literaturpreis der Welt in Empfang genommen. Der Sprecher der Jury lobte ihren „großen Mut“, den sie künstlerisch umsetze.

Werner Söllner

Ein Spitzelgeständnis

Mitteilungen eines Privatmannes

Auf einer Münchner Tagung wollen deutsche Autoren aus Rumänien über ihre Securitate-Akten reden. Da offenbart sich plötzlich einer von ihnen als Spitzel, auch von Herta Müller - Werner Söllner, der seit 2002 das Hessische Literaturforum in Frankfurt leitet. Von Hubert Spiegel

Johann Nepomuk Nestroy, undatiertes zeitgenössisches Porträt

Fragen Sie Reich-Ranicki

Der Lebensüberdruss als Meisterwerk

In Österreich scheint sich die menschenfreundliche Ansicht bewahrt zu haben, dass Romane lesbar, Gedichte verständlich und Stücke spielbar sein sollten, findet Marcel Reich-Ranicki auf die Frage eines Lesers nach den Eigenarten der Literatur unseres Nachbarlandes.

Schon die Überschrift bewegte: “Jedes Wort weiß etwas vom Teufelskreis“

Herta Müllers Nobelvorlesung

Die Wörter kennen nicht den Mund

Wie sehr ihre Wörter zu Herta Müller gehören, und sie zu ihren Wörtern, ist an diesem Abend deutlich geworden - selbst dann, wenn sie das Gegenteil behauptete: Vor der Verleihung des Literaturnobelpreises hat Herta Müller eine berührende Vorlesung gehalten. Felicitas von Lovenberg war dabei.

Verbeugung vor dem Weggefährten Oskar Pastior, der während der Arbeit an dem gemeinsamen Buchprojekt “Atemschaukel“ verstarb

Herta Müllers Nobelvorlesung

„Jedes Wort weiß etwas vom Teufelskreis“

Ich wünsche mir, ich könnte einen Satz sagen für alle, denen man in Diktaturen alle Tage, bis heute, die Würde nimmt: Vor der Verleihung des Literaturnobelpreises am Donnerstag hält die deutsche Autorin Herta Müller in Stockholm eine berührende Vorlesung. Wir dokumentieren die Rede in ungekürzter Fassung. Von Herta Müller

Durs Grünbein hält die Jubiläumsvorlesung in Frankfurt

Frankfurter Poetikvorlesung

Willkommen in der Eissporthalle

Seit fünfzig Jahren sprechen in Frankfurt Dichter als Dozenten: Zum Geburtstag gibt es im neuen Riesenhörsaal der Universität eine großartig bündige Vorlesung von Durs Grünbein. Patrick Bahners hat sie sich angehört und in einem Trugbild die Wahrheit entdeckt.

Eine Rose ist bei Goethe nicht einfach eine Rose

Fragen Sie Reich-Ranicki

Was zwischen den Zeilen steht

Die Literatur ist auf einen doppelten Boden angewiesen, der Journalismus hingegen soll sich um diesen Boden überhaupt nicht bemühen, er darf ihn nicht haben: Marcel Reich-Ranicki über zwei verwandte, doch verschiedene Genres.

Auf seiner Liste stehen alle möglichen Bilder, Texte und Filme: Umberto Eco

Umberto Eco

Welt wird alles, was sich aufzählen lässt

Umberto Eco im Rausch der Anhäufung: In einem prächtigen Bildband und einer Pariser Veranstaltungsreihe ergründet der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler die Lust an der Liste. Von Joseph Hanimann, Paris

In sogenannten Reffs werden die Bücher genau so transportiert, wie sie in den Regalböden standen

Ernst Jüngers Haus

Die Ordnung der Dinge

Seit seinem Tod im Jahr 1998 gleicht das Wohnhaus des Dichters Ernst Jünger in Wilflingen einer Wunderkammer: Nichts ist verändert worden. Nun wird das Haus saniert. Der Nachlass wandert derweil ins Archiv nach Marbach. Aber wie macht man das? Ein Umzugsprotokoll. Von Hubert Spiegel und Wolfgang Eilmes (Fotos)

So einfach ist es nicht: Ministerpräsident Koch und Preisträger Kermani bei der Verleihung des hessischen Kulturpreises

Hessischer Kulturpreis

Preisabschlag für Kermani

Im Skandal um den Kulturpreis beharrt Hessens Ministerpräsident Koch auch nach gütlicher Beilegung des Streits und bei der Preisverleihung darauf, formal und inhaltlich alles richtig gemacht zu haben. Eine Verstiegenheit zur Tarnung von Taktlosigkeit. Von Patrick Bahners

Josef Hader in “Der Knochenmann“ von Wolf Haas

Kriminalistische Literatur

Hat der Autor ein Motiv?

Wer die Welt nur aus dem Fernsehen oder dem Kriminalroman kennt, müsste glauben, unser Gemeinwesen werde vom Verbrechen regiert. Was aber bereitet uns daran so großes Vergnügen? Wie Friedrich Ani, Wolf Haas und Heinrich Steinfest die Unterhaltungsliteratur transzendieren. Von Richard Kämmerlings

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