Mit ihrem Drang nach Kontrolle scheint die chinesische Regierung eine Woche vor den Spielen schlimmste Befürchtungen zu bestätigen. Im Interview spricht Innenminister Schäuble (CDU) über Olympia 1936 und 2008, Menschenrechte und seine Begeisterung für Leichtathletik.
Bildergalerie Besucher, die diesen Sommer zu den Olympischen Spielen reisen, erleben abseits der Wettkämpfe ein futuristisches Peking. Erst ausgeprägte Streifzüge durch die Stadt offenbaren die Vielschichtigkeit der Metropole. Denn die chinesische Hauptstadt ist wie ein offenes Buch. Von Mark Siemons
Bildergalerie Der Fotojournalist Liu Heung Shing ist in durch ganz China gereist, um unerschlossene oder verborgene Fotoschätze zu heben. Resultat: eine erstaunlich aktuelle Bilderchronik der Jahre 1949 bis 2008. Dieser Fotoband liest sich wie ein Roman; als Genrebezeichnung taugt Horror. Von Andreas Platthaus
Menschenrechte, Tibet und Zensur: Chinas Präsident Hu Jintao hat angesichts wachsender Kritik an der Politik des Gastgebers an die internationale Öffentlichkeit appelliert, Olympia nicht zu politisieren. Zwischenzeitlich waren in Peking einige zensierte Internet-Seiten wieder zugänglich.
Wenn die Olympia-Journalisten aus Peking berichten, werden sie die Zensur spüren, die es im chinesischen Internet schon lange gibt. Dort tummeln sich angeblich 30.000 Internet-Polizisten. Die Great Chinese firewall soll die Meinungsführerschaft der Regierungspartei sichern. Von Stefan Tomik
Das IOC muss kurz vor den Spielen in Peking eingestehen, dass China auch während Olympia das tut, was es immer tut, nämlich den freien Zugang zu Informationen aller Art zu verhindern. Von Peter Sturm
Europaabgeordnete wollen mit einem EU Global Online Freedom Act gegen Internet-Zensur in autoritären Staaten vorgehen: Millionen Euro sollen in die Entwicklung von Anti-Zensur-Software fließen, die Geschäfte europäischer Firmen sollen stärker kontrolliert werden. Von Stefan Tomik
Die Welt sucht nach neuer Ordnung. Eines steht aber schon fest, derweil diese Neuvermessung der Welt andauert: China wird eine zentrale Rolle spielen müssen. Wir wünschen uns, dass die Olympischen Spiele eine weitere Öffnung des Landes bewirken. Von Frank-Walter Steinmeier
Alle reden von chinesischer Kunst. Sie erzielt auf Auktionen Rekordpreise. Alle Galerien wollen Filialen in Peking haben. Aber was sieht man, wenn man dort nach Kunst sucht? Niklas Maak hat sich im Reich der Mitte umgeschaut.
Die Volksrepublik ist inzwischen ein Wirtschaftsgigant, und man muss schlucken, wenn man sich vergegenwärtigt, dass China trotzdem noch der größte Empfänger deutscher Entwicklungshilfe ist. Dabei handelt es sich eigentlich um Außenwirtschaftsförderung. Von Karl Addicks
Bildergalerie Der Fotograf Basil Pao ist durch alle Provinzen Chinas gereist. Seine Bilder zeigen das Land, wie man es kaum je gesehen hat. Es ist ein lakonischer Blick auf Menschen und Landschaften, neugierig und frei von den Verführungen des Exotischen.
Die Universität Peking ist ein Bildungsparadies im Reich der Mitte, ein Wallfahrtsort der Chinesen und der wohl prestigeträchtigste Ort für die Ausbildung der fähigsten Köpfe. Gastdozentin Hélia Paukner über die Auserwählten von Beida und das chinesische Bildungssystem. Von Hélia Paukner
Etwa 880 Millionen Menschen sprechen Mandarin. Da viele Chinesen ihren eigenen Dialekt vorziehen, klappt die Verständigung oft nur wegen der identischen Schriftzeichen. Raten Sie doch einmal, welche Begriffe sich hinter diesen kombinierten Zeichen verbergen!
Christian Geinitz geht als Korrespondent für die F.A.Z. nach Peking. Zur Vorbereitung paukt er an der Universität Bochum die Sprache, die Hunderte Millionen Menschen schon sprechen. Leicht ist das nicht. Hier ist sein Bericht.