Theoretisch darf in drei Parks in Peking demonstriert werden. Aber auch hier gibt es, wie oft in China, zwischen Theorie und Praxis große Unterschiede: Demonstrationen gibt es nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit, die Auflagen sind hoch und manch Antragsteller wird sogar festgenommen. Von Petra Kolonko, Peking
Die deutsche Wirtschaftselite tummelt sich in Peking und agiert ganz im Interesse ihrer Geschäfte. Umweltschäden? Korruption? China braucht mehr Zeit, sagt Jürgen Hambrecht, Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses der Wirtschaft.
Jahrelang schien China die extremistischen Gruppen in der Autonomen uigurischen Region Xinjiang unter Kontrolle zu haben. Doch am Sonntag kam es gleich zu zwölf Anschlägen in der nordwestchinesischen Stadt Kuqa. Die Behörden beschuldigen uigurische Terroristen. Von Petra Kolonko, Peking
Hinter der großen Firewall entwickelt sich China zur digitalen Supermacht: Mehr als 200 Millionen Chinesen surfen im Netz, und 550 Millionen telefonieren mobil. 2015 werden neun von zehn Chinesen Zugang zu digitalen Diensten haben. Von Holger Schmidt
Der Zeitungsmarkt in China wächst. Auch wenn kritische Kommentare gefährlich und politische Spekulationen nahezu unbekannt sind, ist die Berichterstattung freier geworden. Die neuen Blätter sind human, leserfreundlich, informativ und - objektiv. Von Luo Lingyuan, Berlin
Chinas Mediensituation ist heute durch zwei gegensätzliche Wirklichkeiten gekennzeichnet, durch Pluralisierung und Kritik ebenso wie durch Kontrolle und Unterdrückung. Aber die chinesischen Journalisten halten nicht still. Von Mark Siemons, Peking
Die olympische Eröffnungsfeier diente China auch dazu, sein Verhältnis zur Welt ins Bild zu setzen. Die Inszenierung blieb meist zurückhaltend. Nur andeutungsweise wurde ein chinesischer Universalanspruch erkennbar. Von Mark Siemons, Peking
Bildergalerie Im Vogelnest zu Peking rumste, krachte und glitzerte es, wie es die Welt noch nicht gesehen hat. Schaut her, lautet dabei Chinas Signal der Eröffnungsfeier: Wir sind die Zukunft. Um 23.36 Uhr eröffnete Staatspräsident Hu Jintao die Spiele. Kunstturn-Olympiasieger Li Ning entzündete das Feuer. Von Evi Simeoni, Peking
China will der Welt bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele die Essenz seiner Kultur und seine Vision demonstrieren. 90.000 Zuschauer werden im Vogelnest die Zeremonie erleben, Milliarden weltweit an den Fernsehschirmen. Wer das olympische Feuer entzünden wird? Staatsgeheimnis! Von Philipp Eppelsheim
Kein Smog, freie Berichterstattung und humanistische Spiele: Das waren Versprechen, die Chinas Führung vor Olympia gemacht hat. Je näher die Spiele rücken, desto offensichtlicher wird, dass sie diese Versprechen nicht wird einhalten können. Von Petra Kolonko, Peking
Um Chinas Rang als Sportnation braucht sich die Parteiführung keine Sorgen zu machen - um ihr Image im Ausland hingegen schon. Von humanistischen oder grünen Spielen ist nicht mehr die Rede, zuletzt stand nur noch die Sicherheit im Vordergrund. Von Petra Kolonko
Sie wollten schnell verdienen, doch nun kommen weniger Gäste als erwartet. Hoteliers und private Zimmervermieter forderten überzogene Preise und sitzen auf freien Zimmern. Nach Olympia erwarten viele eine Immobilienkrise in Peking. Von Christoph Hein, Peking
Über Wohl und Wehe der Olympiagäste wachen 80.000 Sicherheitskräfte und 300.000 Kameras. Nichts Unvorhergesehenes soll passieren. Das ungute Gefühl, dass vielen Besuchern vermittelt wird, nimmt die Führung hin: Für die Sicherheit bietet sie alle Kräfte auf. Von Petra Kolonko, Peking
Was die Sicherheitskräfte mit aller Macht verhindern wollten, passierte doch: Tibet-Unterstützer entfalteten mitten in Peking Transparente. Allerdings wirkt die Anwesenheit ausländischer Journalisten offenbar mäßigend: Gegen die Demonstranten wurde keine Gewalt angewendet. Von Peter Sturm
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