Bayern

Bierzelt soll Bierzelt bleiben - aber kein Bierzelt sein

Die CSU will Raucher- und Nichtraucherpartei sein und den Unmut in der bayerischen Subpopulation der Raucher dämpfen. Einer Debatte über ihr Erscheinungsbild, Irritationen in der Parteispitze und dem enttäuschenden Ergebnis bei den Kommunalwahlen will sie so aus dem Weg gehen. Von Albert Schäffer, München

Lesermeinungen zum Beitrag

06. März 2008 10:45

Sündenbock Rauchverbot

Rainer Oertel (roertel)

Nun ist also das Rauchverbot schuld am schwachen Abschneiden der CSU bei den Kommunalwahlen in Bayern! Es müsste sich doch bis in die letzten Winkel des Freistaats herumgesprochen haben, dass Aktiv- und Passivrauchen nicht nur lebensgefährlich ist, sondern auch horrende Kosten im Gesundheitssystem verursacht. Dennoch denkt die CSU nun daran, ein vernünftiges und modernes Gesetz zum Spielball kurzfristiger Wahlkampftaktik zu machen.

So gewinnt man weder Glaubwürdigkeit noch Wählervertrauen zurück. Im Gegenteil: Man wird bei den Nichtrauchern mehr Stimmen verlieren als man am anderen Ende hinzuzugewinnen verhofft. Die CSU sollte lieber endlich den notwendigen Generationswechsel einleiten und einen Entwurf einer verlässlichen und zukunftsfähigen Politik entwickeln, als jetzt aus Panik den Rückwärtsgang einzuschalten.

Rainer Oertel

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