Weiterhin wird jetzt also eine Minderheit an Konsumenten einer Mehrheit Unwohlsein bereiten, auf die Nerven fallen, Geld kosten und die Gesundheit gefährden.
Und das alles nur, um nicht 5 Minuten vor die Tür gehen zu müssen.
Wieso muss in Deutschland auf die Belange einer drogenkranken Minderheit derart Rücksicht genommen werden? Rauchen ist nicht cool! Rauchen ist nicht Genuß! Rauchen ist einfach nur anstrengend! Aber sobald die schweigende Mehrheit doch etwas sagt, wird sie öffentlich angegriffen, als intolerant oder spießig bezeichnet (siehe auch den Blog der "Zeit"), schlimmstenfalls sogar erstochen.
Noch sollten sich die Drogenabhängigen für das, was sie den Nichtrauchern antun, rechtfertigen und nicht umgekehrt. Wir sind auch tolerant, fordern keine Wiedergutmachung für das, was uns in den letzten Jahren millionenfach in jeder Bar, in jedem Restaurant angetan wurde.
Eine Analogie lässt sich zur Feinstaubdebatte ziehen. Auch hier sind die betroffenen Fahrzeughalter massiv verärgert, wenn sie keine grüne Plakette bekommen. Andererseits ist die Stadt auch Lebensraum für Fußgänger und Radfahrer, und wenn nicht über solche Zwangsmaßnahmen zur Verbesserung der Abgas- und Feinstaubwerte beigetragen würde, sähe es heute in Deutschland noch genauso aus wie in den vielen Ländern der dritten Welt, wo selbst neue deutsche Premiumautos den Dreck aus dem Auspuff schleudern als gäbe es keinen Kat oder Partikelfilter.
wieder eine entscheidung in die falsche richtung. naja ist halt typisch deutsch. so lange jammern bis ein gericht das jammern rechtens macht. anstatt neue lösungen und ideen zu entwickeln die das geschäft ankurbeln und besser machen.
ich habe dafür kein verständnis. endlich konnte man in kneipen sitzen ohne lästiges augenbrennen und stinkige klamotten.
dann bleibt man halt diesen kneipen wieder fern.
Ich als Nichtraucher genieße es, mit meiner Familie rauchfrei essen gehen zu können. Aber letztlich geht es doch um eine Interessenabwägung: Entweder der Raucher muss auf die Zigarette verzichten oder der Nichtraucher eine Beeinträchtigung sowie eine Gesundheitsgefährdung hinnehmen. Und wenn der eine wie auch der andere nicht bereit ist, soll er eben zu Hause bleiben und muss auf das Ausgehen verzichten.
Da jeder entweder als Raucher oder als Nichtraucher betroffen ist, wird es hier wohl wenige objektive Meinungen geben.
Ich fände es einen gangbaren Kompromiss, die kleinen Kneipen auszunehmen. Mir ist es wichtiger, am Familiensonntag in ein Restaurant gehen zu können, ohne vollgequalmt zu werden. Auf den Besuch von Kneipen würde ich dann eben verzichten.
Wenig überzeugend finde ich aber das Argument, jeder Wirt solle selbst entscheiden. Das konnten Wirte schon in den ganzen letzten Jahrzehnten - ohne, dass ich irgendwo ein reines Nichtraucherestaurant gesehen hätte. Das zeigt, dass hier wirklich der Gesetzgeber gefordert war, weil sich sonst nichts getan hätte.
Aber wirklich verstehen kann ich das Geschrei um die Zigarette nach dem Essen nicht. Mann muss wohl Raucher sein, um das zu können.
ich habe so das gefuehl, dass dies der anfang vom ende des rauchverbots sein wird. leider wird schon wieder eine ausnahmeregel geschaffen, die das ganze gesetz nur weiter verklomplizieren wird. wie ein anderer kommentar schon gesagt hat: mal sehen wie viele besitzer-betriebene ein-raum-kneipen jetzt aufmachen.
da kann man nur sagen: danke deutschland. wie immer ist die einfuehrung eines schluessel-gesetzes mit einem staendigen hin und her gesegnet. in vielen anderen laendern funktioniert das gleiche gesetz einwandfrei, ohne dass die armen kleinen eck-kneipen zugrunde gegangen waeren.
... - gesetzt den Fall, das Gericht bestätigt diesen Einwand - wieviele neue, betreibergeführte Eck-Kneipen dann aufmachen =)
Obwohl ich Nichtraucher bin, freue ich mich sehr über diese Entscheidung und hoffe, daß andere Bundesländer folgen. Diese radikale Ausgrenzung der Raucher nach bayerischem Vorbild ist absolut unnötig und überzogen.
Rheinland-Pfalz ist ja nunmal ein eher ländlich geprägtes Bundesland und gerade die kleinen Gaststätten und Kneipen auf dem Land sind von einem Rauchverbot hart betroffen. In manchen dieser Dorfgaststätten ist Wochentags so wenig Betrieb, daß gerade mal 5 bis maximal 10 Gäste dort verkehren. Von denen öfters 2-3 Leute Raucher sind (noch nicht mal unbedingt Kettenraucher, aber oft "Genußraucher", die eben nach Feierabend zum Bier auch gerne eine Zigarette genießen).
Bei einem Rauchverbot müssten dann nun von dieser eh schon kleinen Gästeschar noch ein Teil nach Draußen zum Rauchen gehen. Damit wäre die Atmosphäre noch "leerer" und "karger", als sie an solchen Tagen eh schon ist.
Was soll dieser Verbotswahn hier also bringen? Er nützt nichts, er schadet nur!
