
Die Auswahl beweist erstmal garnichts, sie ist nur das Ergebnis des Auswahlprozeßes. Die Kriterien kennt man, die Zusammensetzung der Kommitees und der damit dahinterstehenden Netzwerke nicht. Manchmal, wenn schönes Wetter ist, zwitschen ja die Vögelchen von den Dächern, daß die Vorsitzenden der ersten Auswahlrunde selbst mit München verbandelt sind... Wie schon gesagt: Ein Schelm, der böses denkt.

Die Aufbauschung der Zahlen täuscht über die tatsächlichen Verhältnisse in der "globalen Wissenswelt" hinweg: Eine einzige "Elite- Universität" in den USA ist mit dem 28-fachen Finanzmitteln ausgestattet, die sich zudem noch mehrere Universitäten teilen müssen. Wirkt es nicht angesichts dieses krassen Missverhältnisses lächerlich, die deutsche Forschung als "Spitzenforschung" zu bezeichnen ?

......die Auswahl beweist gerade, dass es diesmal ohne politisch Prioritäten ging.
Eine überaus positive neue Entwicklung

Schöner Beitrag!
Ich musste einfach lachen.
Bin gespannt wo diese 9 Unis in 2008 auf den internationalen Ranglisten landen werden.

Bemerkenswert an dieser Geschichte scheint mir vor allem, wie einmütig alle Beteiligten ignorieren, dass der Begriff Elite-Universität fest geprägt ist und schlichtweg nichts mit dem Exzellenzwettbewerb zu tun hat. Eine Elite-Uni zeichnet sich dadurch aus, dass sie Eliten ausbildet. Dies setzt in einer modernen Gesellschaft ein Auswahlverfahren voraus, dass nur den besten Kandidaten den Zugang gewährt. Derartige Mechanismen gibt es nicht an deutschen Universitäten und solange es sie nicht gibt, kann es auch keine Elite-Unis geben. Im Hinblick auf die Studentenzahlen und das Zugangsverfahren ist die LMU in München schlichtweg eine "Massen-Uni", aber sicherlich keine "Elite-Uni".
Inwiefern es überhaupt eine Elitenbildung in einem Land geben kann, wo augenscheinlich die Hochschullandschaft geschlossen derart offensichtliche Fakten zugunsten eines vermeintlich medientauglichen Schlagworts ignoriert, bleibt dahingestellt.

Man muss schon sagen: Hervorragend wie Deutschland die Elite Geschichte angegangen ist. Nicht allzu lange her hat man sich dazu entschieden das man nun endlich auch mal Unis braucht die man Elite darf um auch mal International mithalten zu können. Zwei Jahre später hat man schon 9 und somit mehr als UK, USA und Japan zusammen.
Manchmal kann man sich nur an den kopf fassen ...

Wir leben in einer Zeit des Ranking-Wahns. Alles und jedes muss gerankt werden. Es macht die Welt aber auch so schön einfach: Man sieht sofort was gut und was schlecht ist, ohne sich auch nur eine Sekunde Gedanken darüber zu machen.
Beispiel Hochschulranking: Wer setzt hier die Maßstäbe? Mit welchem Ziel= Welche Interessen werden hier verfolgt? Sind auf einer Uni alle Studeinfächer gleich gut oder gleich schlecht? Wie bewertet man das überhaupt? Hier scheint mir ein (oberflächliches) Image wichtiger als eine realistische Bestandsaufnahme.
Und daraus folgt: Wer prüft die Prüfer, die solche "Elite"-Prädikate vergeben?

Der Osten ist ja wiedermal (Berlin ausgenommen), recht leer ausgegangen. Ob das an bestehenden West-Beziehungsnetzen liegt? Ein Schelm, der Böses denkt.

Wie sich die Uni Frankfurt unter der Leitung von Professor Steinberg von einem Moloch des Mittelmaßes zu einer - in manchen Bereichen - exzellenten Uni gemausert hat, verdient Lob. Insgesamt 100 Millionen an die Uni Frankfurt: das ist vor allem sein Verdienst.
Besonders freut mich, dass die Geistes- und Sozialwissenschaften, die in Deutschland ein sehr tristes Dasein fristen, in Frankfurt mit einem Exzellenzcluster gefördert werden.

Interessant wäre mal zu wissen ob bei der Auswahl wirklich nur wissenschaftliche Kriterien eine Rolle gespielt haben oder ob nicht auch politische Gründe bei der Auswahl mit berücksichtigt wurden.....

allein das lange Auswahlverfahren hat Qualitätsbewußtsein ganz erheblich gefördert.
Das wurde Zeit in Deutschland und sollte seine Fortsetzung finden.

Das kann ja nicht mit rechten Dingen zugegangen sein, da war wohl der Berlin-Hype mit im Spiel.