Früher, vor dem letzten Landtagswahlkampf, hatte ich vor Koch große Hochachtung. Aber die Art und Weise, wie er den Wahlkampf führte, ließ mich nicht nur an seinem Format zweifeln; mehr noch: er hat gezeigt, dass Koch außer den Willen zur Macht keine Idee hat. Und nun soll ich ihm die Freundschaft zu einem Mann glauben, der - anscheinend oder scheinbar - für Frieden, Harmonie und Versöhnung eintritt? Aber nicht doch! Und was soll auch das Gerede von dem wackeren Koch, der es wage, dem Zorn der chinesischen Regierung zu trotzen? Nach chinesischen Maßstäben ist Koch ein Provinz-Bürgermeister und nach deutschen Maßstäben ist er auch nur ein Zaunkönig, der sich mit seiner Freundschaft ein wenig aufplustert, weil ihm das Format zum Bundespolitiker fehlt.
Die ,die ihre Gehässigkeit gegen R. Koch offenbar über alles stellen,sollten doch etwas genauer lesen : "Der Dalai Lama kommt, und kaum einer der führenden Politiker in Deutschland wagt es, ihm die Hand zu reichen! " R.Koch ist immerhin einer der Wenigen in diesem mittlerweile von Heuchlern verseuchten Land,die noch Rückgrat haben und sich nicht im Sinne allseitiger politischer Beliebigkeit wegducken. Auch wenn es der eine oder andere nicht weiß oder nicht wissen will: Die Kommunistische Partei Chinas hat hier in diesem Land keine Macht ! (Nebenbei: Dies gilt ebenso für den Zaren im Kremel).! Sie mag zwar in der Zwischenzeit erheblichen Einfluß auf wankelmütige Politiker und anderen unliebsame Zeitgenossen gewonnen haben,aber wer in Deutschland von wem empfangen wird,wird hoffentlich noch nicht in Peking entschieden!
Schlimmer geht es ja kaum, Mr. - Recht und Ordnung - kriminelle Ausländer raus - trifft den Friedensnobelpreisträger - ich will meinen theokratischen Feudalismus zurück - Dalai Lama. Ob Herr Koch dem Dalai Lama wohl Tipps gibt, wie man mit unliebsamen Ausländern verfahren sollte? Ich meine, damit hat der Dalai Lama ja auch irgendwie Probleme!
Ist der Verfasser des Artikels gleich mit zum Frühstück eingeladen? Was hat denn Herr Koch je für seinen "Freund" den Dalai Lama oder das leidende und unterdrückte Volk der Tibeter getan? Wann hat er je seine Stimme gegen die Menschenrechtsverletzungen erhoben und, wie im letzten Teil des Artikels beschworen, mit einer klaren und deutlichen Linie in China seine Verfehlungen angemahnt? Mir ist nur bekannt, dass er zum Abschließen von Wirtschaftsverträgen nach China reiste um die "guten Verbindungen" beider Länder noch zu verstärken. Schade, dass ihn in solchen Momenten niemand aus der Staatskanzlei an seinen Freund, den Dalai Lama, erinnert!
als peinlich. Der Koch als Großschleimer ekelig.
Was haben die Grünen denn mit dem Dalai Lama zu tun? Kochs Freundschaft zum Dalai Lama ist bekannt und dem Mann jetzt vorzuwerfen er täte dies, um den lächerlichen Grünen zu gefallen, ist schlichtweg peinlich. Für manche scheinen Freundschaften ausschließlich Mittel zum Zweck zu sein.
... dass Koch mit dieser noblen Geste auch den Grünen zu gefallen weiß. Ob er sich seiner Freundschaft mit dem Dalai Lama genauso erinnert hätte, wenn es zu einer Koalition mit der SPD gekommen wäre? Sorry, aber ich finde Politik ist oftmals ein ziemlich verlogenes Geschäft.