es ist ein politisches Trauerspiel, was hier geboten wird. Neben dem "Einknicken" vor dem konsumträchtigen Oktoberfest-Wirten ist doch eins festzuhalten: Der mündige Wirt und der mündige Bürger tun sich zusammen. Warum also nicht eine Regelung, die das Rauchen in Speisegaststätten vollständig untersagt - und in allen (!) anderen Fällen das den selbständigen und mündigen Partnern des Marktes (Wirte und Gäste) überlässt. Sonst wird doch auch überall "liberalisiert" und dem Markt mit seinem "freien Spiel der Kräfte" alles überlassen. An die militanten Nichtraucher gewendet: "Sucht Euch einen anderen "Nebenkriegs-Schauplatz", an die toleranten Nichtraucher und Mitglieder von gemischten Stammtischen: Endlich läuft alles wieder so wie früher. An die Raucher: Haltet Euch einfach mal häufiger zurück. An die Wähler aus allen Gruppen: Zeigt es "IHNEN".
Vielleicht haben die in der CSU doch recht, die jetzt erkennen, dass es doch nicht so viele militante (=organisierbare) Nichtraucher gibt wie Bürger, die sich von einer (ihrer) Volkspartei nicht bis ins Privatleben hinein gängeln lassen wollen. Denn auch einem Nichtraucher macht ein Stammtisch mehr Spass, wenn die rauchenden Stammtischbrüder vor der Tür oder zuhause bleiben.
Diese Meinung ist unter den sich jetzt ereifernden Nichtraucher-Apologeten sicher nicht mehrheitsfähig. Deren Reaktionen ändern aber nichts an der Tatsache, dass die Mehrheit zumeist schweigend und nicht kreischend ist.
Hirn!
Huber, gebe das rauchen wieder frei und ich bin sicher Du wirst in Zukunft jede Wahl gewinnen!
Es ist äußerst wichtig, die Lufthoheit in der klaren Atmosphäre über den bayerischen Biertischen in den Bierzelten wieder zu erringen und mit Zigaretten- und Zigarrenrauch den klaren Durchblick wieder zu vernebeln.
Wenn sich die Politik (und nicht nur die bayerische) mit solchem Pippifax beschäftigt, dann fehlen ihr wohl die echten Themen. In der normalen Wirtschaft müssten die Arbeitsplätze der Politiker dann wegrationalisiert werden. Ansonsten würde die Firma unrentabel arbeiten und irgendwann Insolvenz anmelden müssen.
Aber die herrschende Kaste der Politiker und Beamten darf sich mit solchem Unsinn beschäftigen.
Gibt es da nichts Gescheiteres zu tun ????
Wenn ein loyaler Parteisoldat wie Huber plötzlich an der Spitze steht und keine Autorität Stoiber mehr hat, an der er sich anlehnen kann un die ihm Sicherheit gibt, kommt solch eine Wankelmütigkeit heraus. Durch die Rückänderung kann die CSU nur verlieren:
1) Die Mehrheit im Land sind Nichtraucher, diese jetzt auf die Palme zu bringen ist nicht hilfreich
2) Man gibt nach außen das Bild der Wankelmütigkeit, nicht zu wissen was man tut.
Weder Strauß noch Stoiber hätten sich so einfach von ihrer Politik abbringen lassen. Wegen ihrer Beständigkeit wurden als authentisch wahrgenommen, was ihnen letztendlich ihren Erfolg sicherte. Man wußte, waran man war oder nicht war.