Die Unterschiede könnten kaum größer sein: Roland Koch und Andrea Ypsilanti

Nach der hessischen CDU hat sich auch die SPD für eine abermalige Wahl im Januar ausgesprochen. Ministerpräsident Koch hatte Koalitionsgespräche zuvor ausgeschlossen. Andrea Ypsilanti ließ einen Rücktritt von ihren Parteiämtern oder eine abermalige Kandidatur vorerst offen. Von Ralf Euler, Wiesbaden und Günter Bannas, Berlin

Lesermeinungen zum Beitrag

07. November 2008 15:44
Herr Grünebaum  
Charlotte Simmens (Charlet)

Bei unserem Wahlsystem sollte diese Frage erlaubt sein. Gesetzt den Fall, dass Herr Koch in seinem eigenen Wahlkreis kein Mandat gewinnt wird er doch als die Nummer Eins der Landesliste Abgeordneter des Parlaments und damit wohl auch MP. Unser Wahlrecht lässt es nicht zu, dass ich das Programm einer Partei für richtig halten kann, aber einzelne handelnde Personen dieser Partei für nicht zumutbar. Die Kernaussage von SPD, Grünen und wohl auch Linken lautete: Koch muss weg! Was für eine politische Verblödung. Die Reduzierung auf eine Person nimmt den Wähler in Beugehaft. Wenn ich dieser Aussage zustimme, kann ich dann noch CDU Wählen obwohl ich dies vom Grunde her für richtig halte? Überlegen Sie bitte mal, warum ich für das Mehrheitswahlrecht bin.

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07. November 2008 15:30
Weiterleitung von vertraulicher email?  
Andreas Grünebaum (shorafix)

War die nun veröffentlichte Abgeordneten email überhaupt für die Öffentlichkeit gedacht? Frau Ypsilanti wollte ihr Telefonat mit dem vorgeblichen Müntefering Verschnitt auch nicht veröffentlichen. Aber anscheinend tut man in der SPD zur Zeit so ziemlich alles, um sich gegenseitig durch den Dreck zu ziehen. Wem soll das noch nutzen?

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07. November 2008 13:05
Koch muss weg egal was ist  
Alexander Dust (shoother)

Man darf aber nicht vergessen, das Hessen Koch abgewählt hat, egal was die SPD getan, oder eben nicht getan hat, wie sich an das Versprechen zu halten, der Punkt ist , dass Koch weg muss, dieser blieb aber auf seinem Stuhl kleben, Hessens enttäuschte SPD Wähler werden nun zu Grün wächseln, die anderen, so hoffe ich wählen einfach nur gegen Koch, also doch die SPD, ich wähle egal was vorgefallen ist und wer antritt weiterhin das, was ich auch davor gewählt habe, das Versprechen, das mir wichtig war hat Frau Y. erfüllt und daran messe ich die zur Zeit weg mit den Studiengebühren und sie hat wirklich alles menschenmögliche getan, um den festgeklebten Koch loszubekommen, leider hat er stärkeres als UHU benutzt, bleibt nur zu hoffen, dass die Wähler weiterhin ihrem Vorsatz folgen und Koch abwählen!

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07. November 2008 09:49
Mit oder ohne ist doch hier die Frage!  
Susanne Gocht (alladdin_e)

Die Frage ist doch mit welchem Ziel die SPD antreten möchte. Mögliches Ziel 1: Nach der Wahl eine Koalition mit Grün und links, damit und auch dafür kann Frau Y. in den Wahlkampf ziehen, das nimmt man ihr ab. Mögliches Ziel 2: Eine Koalition ohne Links, damit kann Frau Y. nicht in den Wahlkampf ziehen, weil, und das hat die Vergangenheit ja gezeigt, nimmt ihr keiner mehr in Hessen ab. Den vier Abweichlern mit Parteiausschluss zu "drohen" wird in der Bevölkerung wohl nicht verstanden. Man denke nur, wie die Partei über Frau Metzger hergefallen ist, als sie schon im Februar ihre Zustimmung verweigert hat. Wer sowas miterlebt, denkt sicherlich 2 Mal darüber nach, wie und in welcher Form er eine Kritik am Kurs der Partei verlautbaren lässt. Die SPD sollte auch darüber nachdenken, wie sie mit ihren eigenen Leuten umgeht.

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07. November 2008 09:34
Unwählbar und unprofessionell!  
Stefan Waldburg (Matt513)

Die SPD-Landesfraktion hat Frau Ypsilanti aufgefordert, als Vorsitzende weiter zur Verfügung zu stehen. Damit hat sich die SPD in Hessen als unwählbar disqualifiziert, weil sie nach wie vor keinerlei Anzeichen von Einsicht über das krasse Fehlverhalten Ypsilantis zeigt. Na ja, Ihre 38 Restabgeordneten im Landtag erhalten demnächst Gelegenheit, sich gehörig vor ihren Wählern zu rechtfertigen. Dazu kommt nun auch noch fehlende Professionalität im Amt. Aufarbeitung interner Kommunikation (Mail Frau Everts) gehört nie in die Öffentlichkeit; das gilt in der Industrie, in der Politik und anderswo auch.

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07. November 2008 09:33
CDU und FDP werden die Wahl gewinnen  
Paul Rabe (heidelpaul)

Das dürfte jetzt ziemlich sicher sein. Schade für Hessen, denn mit Studiengebühren, einem Roland Koch an der Spitze und einer weiteren sozialen Spaltung wird das Land seine Probleme kaum überwinden. Aber natürlich gut für die SPD im Bund, denn gar nicht so wenige Wähler, grade in Hessen, wählen tendentiell ausgleichend, probieren also das politische Gewicht zwischen CDU und SPD Lager auszutarieren. Wer im Land dann schon einen Roland Koch hat, der wird sich im Bund überlegen ob er da auch eine neoliberale schwarz/gelb Regierung haben möchte.

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07. November 2008 09:15
Dem feixenden Koch ist viel zuzutrauen - in jeder Hinsicht, stimmt ;-)  
gisbert heimes (gisbert4)

Das Feixen sei ihm und all seinen Bewunderern gegönnt: bei der größeren Nummer von der Rettung des Kapitalismus durch den Sozialstaat haben sie wenig Freude in diesen Zeiten. Es stimmt schon, daß Frau Ypsilanti allzu 'linksnaiv' von vornherein Aussichtsloses versucht hat. Einem Koch war sie nicht gewachsen, was in dem Fall aber durchaus als Kompliment zu werten ist.

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07. November 2008 08:36
Die einzige Alternative?  
Jörg Diller (JoergDiller)

wäre der von der Basis eigentlich gewollte Spitzenkandidat Jürgen Walter gewesen. Diese Möglichkeit hat die SPD aber sich selbst verbaut. Man kann nur hoffen das Frau Y. mutig genug ist sich der Kandidatur zu stellen. Auch wenn wir in Hessen dann noch 3 Monate warten müssen bis diese Frau dort ist wo Sie hingehört, nämlich in der politischen Vergessenheit.

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07. November 2008 08:29
@san isidro  
egon sunsamu (sunsamu)

"Glaubt man dem Linken-Blatt "Junge Welt".... Geanau das sollten Sie NICHT tun! Lesen Sie lieber "Bild", da ist mehr Glaubwürdigkeit drin......

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07. November 2008 07:48
Ypsilanti sollte sich ein anderes Betätigungsfeld suchen...  
Klaus-Peter Menzing (theblueyonder)

Optimale Voraussetzungen für Roland Koch: Mit seinen gewieften Schachzügen hat er die etwas sehr linksnaive Ypsilanti mitsamt der gesamten SPD schachmatt gesetzt. Egal, was die SPD macht, bis nach der Neuwahl ist es verkehrt: 1.) Als Landesvorsitzenden haben sie kurzfristig keine Alternative zu Ypsilanti und niemand wird sie nochmal wählen 2.) Mit den Abweichlern hat die SPD sich ein permanentes Glaubwürdigkeitsproblem eingebrockt. Eine solche Partisanenaktion lähmt sämtliche Führungsstrukturen, weil die Abweichler ja auch nicht auf ihr Mandat verzichten. 3.) Das unstete Programm von Ypsilanti wird weitergeführt und damit wird die ganze Partei schon inkompatibel zu den Wählerinteressen. Nur ein eminentes Ziel wurde erreicht: Das Bildung weiter gebührenfrei ist- aber wie lange noch? Selbst in den Hörsälen wird demnächst wieder der Ruf erschallen: "Wer hat Euch verraten ? SOZIALDEMOKRATEN !" Die Wahlkampfkasse ist leer, aber die CDU kann sich beruhigt zurücklehnen, denn Ypsilanti hat SICH SELBST und die SPD unmöglich gemacht mit ihren Probeabstimmungen und Geplänkel, diesen emanzipatorischen Machtspielchen und ihrem Kader aus unfähigen Schattenministern, die sich demontieren.

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07. November 2008 07:41
"Keine überzeugende Alternative zu Ypsilanti"  
egon sunsamu (sunsamu)

Ja, die SPD ist schon ziemlich arm dran....Aber leid tun sie mir nicht. Das Desaster ist selbstgemacht.

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07. November 2008 01:06
Einfach nur genial, das Foto zum Artikel  
Thomas Spaniel (Echnaton1970)

Der Koch feixt sich kaputt, und die Ypsilanti guckt wie ein beleidigtes Schulmaedchen. Mehr davon, bitte.

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06. November 2008 23:24
Neuwahlen?  
Bernd Haberzettl (banano_de)

Im Prinzip ist es richtig, nicht dauernd neu zu wählen, aber in diesem Fall ist es anders. Dieses Wahlergebnis, welches zu einer Patt-Situation führte, ist nicht unter regulären Umständen zustande gekommen, sondern durch einen glasklaren Betrug am Wähler. Hätte Ypsilanti im Wahlkampf offen und ehrlich gesagt, "es kann sein, dass ich mich mit den Stimmen der SED-Nachfolgepartei Die Linke wählen lasse, wenn es einmal ganz knapp wird, mir ist jedes Mittel recht um Koch abzulösen", dann hätte sie 3-4 % weniger Stimmen bekommen und wäre längst weg. So hat sie Stimmen bekommen, die Ihr nicht zustehen, da viele Wähler nichts mit extremen Parteien zu tun haben wollen, weder von links noch von rechts (das Belegen aktuelle Umfragen). Jetzt hat der Wähler die Möglichkeit, die Moral der Frau Ypsilanti bei der Neuwahl in sein Kalkühl einzubeziehen.

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06. November 2008 22:37
Zurück auf Anfang  
Albrecht Stahl (astahl)

Die FAZ fragte am 25. Februar 2008, ob sich Frau Ypsilanti mit den Stimmen der Linken wählen lassen würde. Ich kommentierte damals: " Oh ja, sie wird es tun! Ob sie tatsächlich gewählt wird, steht auf einem anderen Blatt. Mit der ihr innewohnenden Bauerschläue - gleiches trifft auf Herrn Beck zu - arbeitet sie mit Vehemenz an dem Ammenmärchen, die FDP sei schuld, weil sie sich verweigere. Liest man aber die "Sozialdemokratischen Eckpunkte", welche der SPD Landesvorstand am 27.2.2008 beschlossen hat, ist klar, daß eine Ampel unter Beteiligung der FDP inhaltlich nicht geht. Also wird sie sich nach erfolgter Schuldzuweisung der PDS-Linken zu Füßen werfen. Allerdings: wenn sie Pech hat und sich in der SPD-Fraktion noch ein paar aufrechte Sozialdemokraten finden, wird sie verbrennen wie einst Frau Simonis (und Herr Beck gleich mit ihr). Und das wäre gut so." So kam es, wenn auch erst endgültig beim zweiten Anlauf und in umgekehrter Reihenfolge. Nun wird neu gewählt, alles zurück auf Anfang und zwar mit Frau Ypsilanti als Spitzenkandidatin. Ich bin überzeugt, sie wird es machen, niemand sonst wird sich dafür in der SPD finden lassen. Aber: die Bürgerlichen müssen aufpassen, die Umfragen von heute bedeuten nichts, das Ergebnis zählt.

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06. November 2008 21:54
Wer mit dem Feuer spielt...  
Berthold Brecht (kinley)

... sollte sich nicht wundern, wenn er sich verbrennt. Die SPD erweckt gerne den Eindruck, dass die schlechten aktuellen Umfragewerte auf der Aktion der Abweichler beruhen. Weit gefehlt. Von Anfang an machte sich zumindest hier im südhessischen Raum eine absolute Anti-Y Stimmung breit, seitdem sie machtgierig mit der Linken flirtete. Ein Roland Koch mag sich durch vielleicht durch seine Jugendkriminalitätspläne bei einigen Hessen auf kurze Sicht unbeliebt gemacht zu haben, aber eine Frau Y. hat das bei Weitem übertroffen. Getreu dem Motto "Lieber das Böse, das man kennt, als das Unbekannte" bescherte Frau Y. Roland Koch wieder enorme Zuströme und hat durch ihre Gier ihr eigenes politisches Grab geschaufelt. Besser noch: Sie geradewegs in das Grab gesprungen, dass Roland Koch bereits für sch selbst ausgehoben hatte.

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