Die CSU hat ganz einfach bewiesen, daß sie das Ohr näher an den Bedürfnissen der Bevölkerung - und damit letztlich des Landes - hat, als die beiden Verliererparteien der letzten Wahl, welche auch die nächste Wahl verlieren und dann erst recht zusammen weitermachen werden (....müssen). Natürlich ist bald Wahl in Bayern. Aber erst vor wenigen Wochen hat die FDP dringend Steuersenkungen angemahnt - zusätzlich zu dem, was sie sowieso schon lange - und zu Recht - fordert. Natürlich hätte die CSU schon viel früher das Ruder herumwerfen müssen. Aber besser spät als nie, und besser, eine Partei verspricht das Richtige, als wenn sie einen falschen Weg verteidigt. Daß ausgerechnet diese Bundesregierung, die - wie ihre Vorgänger - das Geld mit vollen Händen zum Fenster hinauswirft, jetzt von notwendiger Haushaltskonsolidierung spricht, verursacht nur noch Erbitterung.
Vielleicht sollte Huber die CSU zur bundesweiten Partei erweitern - sie macht und plant eine vernünftigere Politik als die anderen großen Parteien. Es ist denkbar, daß einige vernünftige CDU-Politiker sich ihr anschliessen würden und die neue linke CDU unter Merkel und Co. sich dann mit ihrer im Grunde fast gleich ausgerichteten SPD besser ins Nirvana befördern kann. Dann wäre vielleicht eine CSU - FDP (die wie in England womöglich auch hier zunehmend stärker werden wird) Regierung nächstes Jahr möglich - und diese könnte vielleicht wirklich den Verstaatlichungs-Trend in unserem Land umkehren.
Die CSU hat doch Recht! Überall liest man von der Verarmung der Mittelschicht, aber keiner der Verantwortlichen tut was dagegen. Im Gegenteil! Dem Mittelstands-Eselchen werden weitere Steuer- und sonstige Lasten aufgebürdet - bis den Politikern in naher Zukunft die ganze Schose um die Ohren fliegt, weil sich diejenigen, die diesen Staat jahrelang finanziert haben, aber durch ihn gleichwohl immer ärmer geworden sind, irgendwann enttäuscht abwenden und ihr Heil in extremistischen Ideen und Parteien suchen werden. Ein demokratisches System, das es so weit kommen ließe, dürfte sich nicht wundern; es wäre überdies nicht wert verteidigt zu werden, wenn es keine Antworten auf die drängenden und realen Armutsängste der fundamentalen Pfeiler dieser Gesellschaft fände. Dummes Labern allein reicht da nicht, Frau Merkel und Herr Steinbrück. Deshalb Steuern senken und damit Kaufkraft mobilisieren statt Kaufkraft abschöpfen, um Hartz IV zu finanzieren! CDU und SPD sind offenbar noch nicht so weit. Sie werden sich allerdings schnell ändern, wenn ihnen weite Teile des Volkes die Gefolgschaft versagen werden und sie dahin zu jagen drohen, wo sie offenbar unbedingt hinwollen: In den Orkus der Geschichte, Rubrik Endgültig gescheitert!