Sagen Sie mal; "muendig"; bedeutet das für Sie eigentlich so eine Art Freifahrschein zum Luft verpesten?
Na dann kann ich ja auch muendig chemische Kampfstoffe in Restaurants und Bahnhoefen zuenden. Dann fuehl ICH mich naemlich erst richtig frei und unabhaengig.
Rauchen Sie sich bitte daheim ihren muendigen Lungenkrebs an, ja?
Danke für die aufklärenden Worte. Dann entziehen Sie Ihrem Leben doch mal alles, was "ungesund" ist, und reduzieren Sie sich auf einen Arbeitsroboter. Ich bin lieber Lemming als Ameise.
Das grundsätzliche Problem, was Leute wie Sie nicht verstehen, ist, dass es Menschen gibt, die einfach keine Lust haben, sich von der Obrigkeit Ihr Leben bis ins Detail diktieren zu lassen. Ich will mein Leben leben, und wenn's mir passt auch mal ungesund. Das ist meine Freiheit.
Wir sind alle mündige Bürger, und wir brauchen keine Politik, die uns vorschreibt, wann wo wie geraucht werden darf. Nichtraucherbereiche gab es schon vorher in jedem größeren Restaurant. Aber wer in eine Kneipe oder Disco geht, tut dies nicht, weil er damit seine Gesundheit schützen will. Das Gesetz schadet vor allem den kleinen Kneipiers. Es hat nichts mit Demokratie zu tun, einem Etablissment, in dem 80% Raucher sind, vorzuschreiben, das Rauchen zu verbieten.
In einem freien Land soll das jeder für sich entscheiden.
Und Sie können sich ja gerne in einem Sauerstoffzelt einschließen, und warten, bis der Sensenmann kommt. Oder wollen Sie uns morgen das Autofahren verbieten, der Abgase wegen?
es will mir einfach nicht in den Kopf, weshalb Raucher, welche ja eigentlich um die Schädlichkeit des Rauchens wissen, dermassen vehement dafür einstehen, sich selber auf Raten umbringen zu dürfen.
Welch anderes Säugetier - ausser möglicherweise dem Lemming - zeigt schon ein dermassen irrationales Verhalten?
Ich bin keineswegs militante Nichtraucherin, lebe auch mit einem Raucher zusammen. Auch bei ihm frage ich mich, weshalb er munter weiter pafft, obwohl es ihm nicht schmeckt und er um die Konsequenzen weiss. Mangelnder Wille, Bequemlichkeit?
Jedenfalls ist es unumstritten, dass Raucher den Nichtrauchern ungefragt die Luft zum atmen nehmen. Einfach weggehen kann man nicht, Raucher gibts überall. Also muss derjenige, der gesund lebt, vor demjenigen, der sich und die Umwelt verpestet, geschützt werden. Es möchte ja auch keiner, dass Drogensüchtige auf den Kinderspielplätzen fixen..
Die Lösung, Raucherlokale besonders zu kennzeichnen gefällt mir persönlich auch gut, als sehr gelegentlicher Zigarillopaffer. Ihre Unterteilung in "Passivrauch-Belastungs-freie" Gourmetrestaurants und in "Passivrauch-belastete" Eckkneipe is mir schon etwas suspekt... so nach dem Motto, das Proletariat darf auch Passivrauchen?
Aber der eigentliche Grund für diese Antwort auf ihren Kommentar ist die Aussage "Passivrauchen wird zu schwarz gemalt"... fällt einem da noch was zu ein?
Mir schon: Im Jahr kommen ca. 1000 Personen an Asbestose um, v.a. Leute die beruflich damit zu tun haben (Gebäudearbeiter und sanierer usw.).
Diese 1000 Personen sind es uns als Gesellschaft "wert", aber-Milliarden-Euro zu investieren um Schulen, Verwaltungsgebäude von Spezialfirmen abreißen zu lassen um für die Unwissenheit der 50er-Jahre zu zahlen.
So viel Fürsorge und finanziellen Ausgleich hätten die schätzungsweise 170.000 Säuglinge die bereits im Mutterleib mit Nikotin in Berührung kommen auch gerne.
Auch mit einem Doktortitel kann man sich noch weiter informieren:
http://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2005/dkfz_pm_05_71.php
Bitte unten die Studie runterladen und lesen.
Frohes Gruseln dabei,
Diesing
manche der kommentare treiben mir die zornesröte ins gesicht. diese uneinsichtigkeit der rauchenden minderheit ist nicht zu ertragen. was heißt da gängelung und einschränkung von grundrechten?? wie lange war zeit sich über das thema zu einigen und lösungen zu finden. ewig ist nichts passiert also darf sich niemand aber auch wirklich niemand darüber beschweren wenn der gesetzgeber einschreitet und die große mehrheit der bürger (nichtraucher) vor der passivkonsumierung einer sogenannten "legalen droge" schützt.
der schutz der mehrheit hat vorrang. auch nichtraucher haben das recht auf ihr grundrecht der unversehrtheit. das hat absoluten vorrang!!!!!
mehr gibt es dazu nicht zu sagen. wacht endlich auf.
Als ehemaliger Raucher verstehe ich die typisch deutsche, von unausgegorenen Gesetzen und Verordnungen begleitete Aufregung nicht. Es könnte doch ganz einfach sein: Man kennzeichnet Raucherkneipen, -bistros, -restaurants mit einem auffälligen Schild, ähnlich wie wie früher die Bartscherer ein Schaumbecken aus Messing aussteckten und wer nichts gegen Raucher hat, oder selbst einer ist, weiß gleich, wo er geduldet wird.
Vergleichbare Lokale ohne ein solches Schild sind für Nichtraucher vorbehalten. Übrigens fand ich es selbst in meinen Jahren als Raucher ungehörig, mir in einem Sternerestaurant den Qualm von Zigaretten und Pfeifen, ja und auch den Duft einer teuren Havanna, über mein schönes, teures Essen blasen zu lassen. Wer raucht, während andere essen, ist einfach schlecht erzogen und wenn ich auch nicht von jedem Kneipenwirt verlangen kann, mein Solei rauchfrei essen zu dürfen, so darf ich von einem Lokal der gehobenen Klasse erwarten, daß er für Sucht- wie für Genußraucher einen besonderen Raum bereit hält - mit Bedienung durch Raucher natürlich. Passivrauchen wird zu schwarz gemalt, wenn es so wäre, dürfte auch kein Familenvater mehr zu Hause seine Sonntagszigarre rauchen.
Dr. Hans Chr. Riedelbauch
Herr Walter, da haben Sie etwas nicht ganz richtig verstanden! Das Gesetz soll nicht Sie als Raucher vor Gesundheitsschäden bewahren, sondern die Nichtraucher, die durch Sie und andere Raucher unfreiweillig belästigt und geschädigt werden, schützen. Da wo Sie andere Personen nicht beeinträchtigen, können Sie rauchen soviel Sie wollen.
Sie sollten Ihren Vergleich immerauf der selben Ebene durchführen:
Wenn ein Wirt eine Raucherkneipe führt, verhält sich das wie
- ein Betreiber einer (Auto-)Rennstrecke. Da dürfen die Raucher - hups - Autofahrer
natürlich, nicht alles -aber rasen - das dürfen sie! Und ein Tempolimit-Befürworter
braucht dort nicht zu fahren...
- in der Schützenhalle darf der Schütze auch nicht alles - aber schießen - das darf
er!
Ob es in der Welt ein Land gibt, in dem man Morden darf ist vielleicht eine politische und humanistische Definitionsfrage ... aber in dem einen oder anderen Staat im Orient darf man Kinder schänden (das heißt dann: eine 11jährige heiraten)
Sie sehen: die von Ihnen angeprangerten Dinge finden in abgeschlossenen Örtlichkeiten statt, zu deren Besuch zumindest SIE sich frei entscheiden können.
Sie wissen dann um die Beeinträchtigung in Ihrem Umfeld. Oder kaufen Sie auch ein billiges Grundstück am Flughafen und klagen dann gegen Fluglärm???
Oder noch schlimmer: klagen Sie gegen Fluglärm ohne in der Nähe eines Flughafens zu wohnen??? Wieviele Kneipen werden Sie denn Besuchen, wenn das Nichtraucherkneipen geworden sind? Statistisch müssen Sie 2,4 Kneipen besuchen um fernbleibende Raucher aufzufangen..
Ebenso wie bei den Wirten dürfte es auch es auch bei den Kommentatoren der Fall sein, die Raucher sind dagegen, die Nichtraucher dafür. Bei beinahe jeder geplanten Gesetzesänderung wird hier das Ende der Demokratie, der Unternehmerischen Freiheit und was sonst nicht noch alles vorhergesagt, aber auf das Nichtraucherschutzgesetz trifft das natürlich nicht zu, es ist natürlich auch völlig abwegig, das in Einraum-Kneipen in denen sich bisher zu 90% Raucher aufhielten, Gewinneinbussen entstehen können.
Aber, wenn die Bundesregierung so auf die Gesundheit der Bürger bedacht ist sollte sie das Rauchen vollständig verbieten. Dazu gleich noch das trinken von Alkohol denn die Konsumenten verüben unter dem Einfluss dieser Droge unzählige Straftaten u.a. häufig Körperverletzungen und ist Gesundheitsschädlich. Die Pommesbude an der Ecke machen wir gleich mit dicht, diese ungesunden Nahrungsmittel fördern die Ausbreitung von Krebs, und Übergewichtige verursachen unglaubliche Kosten im Gesundheitswesen. Autofahren sollte man auch gleich noch verbieten, wenn wir schon dabei sind, diese rollenden Zeitbomben stellen eine potenzielle Gefahr für sich und jeden anderen Verkehrsteilnehmer dar und die Abgase sind Umwelt- und Gesundheitsschädlich!
... auch auf anderen Gebieten manifestiert, z.B. in Form einer flächendeckenden Bußgeldverweigerung oder dem passiven Widerstand der Internet-Provider und Telekommunikationsunternehmen gegen die Totalüberwachung, um nur einige Bereiche zu nennen, für die Handlungsbedarf besteht.
In Hessen gilt das Rauchverbot nun ja bereits einige Monate. Seitdem besuchen meine Frau und ich regelmäßiger Restaurants und nun auch mehr und mehr Kneipen. Gespräche mit den Wirten haben ergeben, dass sich tatsächlich keine signifikanten Einnahmeunterschiede feststellen lassen und das Publikum nun aber gemischter sei (dies ist natürlich nicht repräsentativ).
Rauchen ist zwar legal, zu argumentieren, dass es somit überall erlaubt sein müsse ist jedoch keinesfalls nachvollziehbar. Anderes schadhaftes aber legales Verhalten wir ja auch nicht in der Öffentlichkeit toleriert. Das spanische Modell ist in meinen Augen übrigens gescheitert, da hier alle Kneipen als Raucherkneipen gekennzeichnet sind und somit Mitbürger die auf Ihre Gesundheit achten diese Lokalitäten nicht aufsuchen können.
Obwohl Nichtraucher, empfinde ich die Ausuferung der Thematik als sehr befremdend.
Restaurants und Kneipen werden hier m.E. fälschlicherweise zusammengemischt.
In einem Rastaurant, in dem ich der Lust des kulinarischen Genusses fröhne, möchte ich wirklich nicht vom Zigarettengeruch belästigt werden...
Aber in einer Kneipe? Bei Bier und Kurzem ?
Wer stört sich denn an dem "Spanischen Modell" ???
Wenn ich als Nichtraucher nicht in eine Raucherkneipe gehen will - eben WEIL dort graucht wird - wer zwingt mich denn dazu ???
Wer will denn dem Wirt vorscheiben, ob er seine rauchende Stammkundschaft gegen eine imaginäre Nichtraucherkundschaft tauschen will???
In der Regel hat heutzutage, mit sehr eingeengtem Budget, keiner mehr etwas übrig um NEUE Ausgaben zu tätigen. d.H.: bisherige "Kneipenverweigerer" können einen neuen Etat gar nicht aufmachen für zukünftige Kneipenbesuche. Bisherige "Kneipler" haben den monatlichen Betrag eingeplant und werden (würden) ihn auch weiter der (Volks)wirtschaft zuführen !!
Der Nichtraucher (um dessen Schutz geht es ja) kann sich SELBER schützen, indem er keine Raucherkneipen besucht. Diese Struktur muss aber wachsen.
Ginge es um den Schutz der Raucher, hilft nur noch die Tabak-Prohibition.
Klasse: Man hat einen Raucherverin gegründet, der eine Kneipe besetzt, in die nun garantiert kein Nichtraucher merh einen Fuß setzt. Und in einem oder zwei Jahren, wenn alle nur noch Nichtraucherkneipen wollen - wie in fast allen anderen europäischen Ländern - geht die Kneipe zu Grunde. Denn die Raucher sterben ja alle früher.
Es ist so wunderbar deutsch, daß man Toleranz für Raucher fordert. Denn wir haben ja auch Toleranz für Kinderschänder, Raser, Mörder, Schläger, Hooligans... Nein, halt, Moment, denen schreiben wir ja auch vor, daß sie fremdschädliches Verhalten lassen sollen.
Oder darf der Sportschütze sein Gewehr benutzen wir er möchte? Darf der Autofarher sein Auto benutzen wie er möchte?
Warum man dem Schädiger erlauben soll, tun und lassen zu können, was er möchte, wird bis zum Aussterben der Raucherkneipen ein Rätsel bleiben. Schön, daß sich die Sache in wenigen Monaten geklärt haben wird. Denn wenn es einmal nur noch rauchfreie Kneipen gibt, dann wird es sich kein Wirt leisten können, das wieder zu revidieren.
ziviler Ungehorsam ist hier wirklich nötig. Der Bürger darf sich nicht alles gefallen lassen.
Solange Zigaretten legal sind, will ich auch legal rauchen.
Wenn der Staat wirklich so sehr um meine Gesundheit besorgt ist, soll er den Tabak doch ganz verbieten. Das wäre eine harte Woche, aber wenigstens konsequent.
Aber solange noch munter die Tabaksteuern kassiert werden, ist diese Art der Fürsorge eine Lachnummer und bedarf des Widerstands.
eine psychologische Einschätzung der Vehemenz der Diskussion und Beiträge von der Raucherseite. Versteckt sich dahinter vielleicht sich nicht eingestehen zu können de Facto drogenabhängig zu sein.
Man geht doch nicht nur zum Rauchen in die Kneipe, sondern auch wegen anderer Dinge. Das Rauchen ist doch Beiwerk des Kneipenbesuches?
Wenn diese anderen Dinge wie Geselligkeit durch ein Rauchverbot so entwertet werden, dass man die Kneipen nicht mehr aufsuchen will, dann sind diese anderen positiven Dinge nicht sehr viel wert oder das Rauchen hat eine unverhältnismäßig hohe (krankhafte?) Bedeutung.
In anderene Worten, wenn dem Raucher durch das Rauchverbot der Kneipenbesuch verleidet wird, dann ist nicht das Rauchverbot das Problem des Rauchers, sondern er selber.