Auch in diesem Berlinber Kaffee gilt seit dem 1. Januar das Rauchverbot

Rauchverbot

„Schall und Rauch“ übt den zivilen Ungehorsam

Die kleinen Kneipen sehen keine große Zukunft mehr für sich, seit das Rauchverbot in den Bundesländern grassiert. In Frankfurt haben Raucher nun einen Verein gegründet, um die gesetzliche Vorschrift zu umgehen. Von Lena Bopp

Lesermeinungen zum Beitrag

12. Januar 2008 13:45

@Jasmin Lattmann

Marco Pino (Neutrino)

Danke für die aufklärenden Worte. Dann entziehen Sie Ihrem Leben doch mal alles, was "ungesund" ist, und reduzieren Sie sich auf einen Arbeitsroboter. Ich bin lieber Lemming als Ameise.

Das grundsätzliche Problem, was Leute wie Sie nicht verstehen, ist, dass es Menschen gibt, die einfach keine Lust haben, sich von der Obrigkeit Ihr Leben bis ins Detail diktieren zu lassen. Ich will mein Leben leben, und wenn's mir passt auch mal ungesund. Das ist meine Freiheit.

Wir sind alle mündige Bürger, und wir brauchen keine Politik, die uns vorschreibt, wann wo wie geraucht werden darf. Nichtraucherbereiche gab es schon vorher in jedem größeren Restaurant. Aber wer in eine Kneipe oder Disco geht, tut dies nicht, weil er damit seine Gesundheit schützen will. Das Gesetz schadet vor allem den kleinen Kneipiers. Es hat nichts mit Demokratie zu tun, einem Etablissment, in dem 80% Raucher sind, vorzuschreiben, das Rauchen zu verbieten.

In einem freien Land soll das jeder für sich entscheiden.

Und Sie können sich ja gerne in einem Sauerstoffzelt einschließen, und warten, bis der Sensenmann kommt. Oder wollen Sie uns morgen das Autofahren verbieten, der Abgase wegen?

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11. Januar 2008 15:10

wenn man den Selbstmord verteidigt..

Jasmin Lattmann (sminja)

es will mir einfach nicht in den Kopf, weshalb Raucher, welche ja eigentlich um die Schädlichkeit des Rauchens wissen, dermassen vehement dafür einstehen, sich selber auf Raten umbringen zu dürfen.
Welch anderes Säugetier - ausser möglicherweise dem Lemming - zeigt schon ein dermassen irrationales Verhalten?
Ich bin keineswegs militante Nichtraucherin, lebe auch mit einem Raucher zusammen. Auch bei ihm frage ich mich, weshalb er munter weiter pafft, obwohl es ihm nicht schmeckt und er um die Konsequenzen weiss. Mangelnder Wille, Bequemlichkeit?
Jedenfalls ist es unumstritten, dass Raucher den Nichtrauchern ungefragt die Luft zum atmen nehmen. Einfach weggehen kann man nicht, Raucher gibts überall. Also muss derjenige, der gesund lebt, vor demjenigen, der sich und die Umwelt verpestet, geschützt werden. Es möchte ja auch keiner, dass Drogensüchtige auf den Kinderspielplätzen fixen..

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02. Januar 2008 19:50

unglaublich

Heiko Schlösser (xx5000)

manche der kommentare treiben mir die zornesröte ins gesicht. diese uneinsichtigkeit der rauchenden minderheit ist nicht zu ertragen. was heißt da gängelung und einschränkung von grundrechten?? wie lange war zeit sich über das thema zu einigen und lösungen zu finden. ewig ist nichts passiert also darf sich niemand aber auch wirklich niemand darüber beschweren wenn der gesetzgeber einschreitet und die große mehrheit der bürger (nichtraucher) vor der passivkonsumierung einer sogenannten "legalen droge" schützt.
der schutz der mehrheit hat vorrang. auch nichtraucher haben das recht auf ihr grundrecht der unversehrtheit. das hat absoluten vorrang!!!!!
mehr gibt es dazu nicht zu sagen. wacht endlich auf.

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02. Januar 2008 17:51

Raucher gegen Nichraucher

Hans Chr. Riedelbauch (riedelbauch)

Als ehemaliger Raucher verstehe ich die typisch deutsche, von unausgegorenen Gesetzen und Verordnungen begleitete Aufregung nicht. Es könnte doch ganz einfach sein: Man kennzeichnet Raucherkneipen, -bistros, -restaurants mit einem auffälligen Schild, ähnlich wie wie früher die Bartscherer ein Schaumbecken aus Messing aussteckten und wer nichts gegen Raucher hat, oder selbst einer ist, weiß gleich, wo er geduldet wird.
Vergleichbare Lokale ohne ein solches Schild sind für Nichtraucher vorbehalten. Übrigens fand ich es selbst in meinen Jahren als Raucher ungehörig, mir in einem Sternerestaurant den Qualm von Zigaretten und Pfeifen, ja und auch den Duft einer teuren Havanna, über mein schönes, teures Essen blasen zu lassen. Wer raucht, während andere essen, ist einfach schlecht erzogen und wenn ich auch nicht von jedem Kneipenwirt verlangen kann, mein Solei rauchfrei essen zu dürfen, so darf ich von einem Lokal der gehobenen Klasse erwarten, daß er für Sucht- wie für Genußraucher einen besonderen Raum bereit hält - mit Bedienung durch Raucher natürlich. Passivrauchen wird zu schwarz gemalt, wenn es so wäre, dürfte auch kein Familenvater mehr zu Hause seine Sonntagszigarre rauchen.
Dr. Hans Chr. Riedelbauch

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02. Januar 2008 17:39

Falsch Her Walter!

Maximilian Steinhauser (toz100)

Herr Walter, da haben Sie etwas nicht ganz richtig verstanden! Das Gesetz soll nicht Sie als Raucher vor Gesundheitsschäden bewahren, sondern die Nichtraucher, die durch Sie und andere Raucher unfreiweillig belästigt und geschädigt werden, schützen. Da wo Sie andere Personen nicht beeinträchtigen, können Sie rauchen soviel Sie wollen.

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02. Januar 2008 15:32

@ Christian Mertens (Polemikus) - ist doch wunderbar -

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

Sie sollten Ihren Vergleich immerauf der selben Ebene durchführen:

Wenn ein Wirt eine Raucherkneipe führt, verhält sich das wie
- ein Betreiber einer (Auto-)Rennstrecke. Da dürfen die Raucher - hups - Autofahrer
natürlich, nicht alles -aber rasen - das dürfen sie! Und ein Tempolimit-Befürworter
braucht dort nicht zu fahren...

- in der Schützenhalle darf der Schütze auch nicht alles - aber schießen - das darf
er!
Ob es in der Welt ein Land gibt, in dem man Morden darf ist vielleicht eine politische und humanistische Definitionsfrage ... aber in dem einen oder anderen Staat im Orient darf man Kinder schänden (das heißt dann: eine 11jährige heiraten)

Sie sehen: die von Ihnen angeprangerten Dinge finden in abgeschlossenen Örtlichkeiten statt, zu deren Besuch zumindest SIE sich frei entscheiden können.
Sie wissen dann um die Beeinträchtigung in Ihrem Umfeld. Oder kaufen Sie auch ein billiges Grundstück am Flughafen und klagen dann gegen Fluglärm???
Oder noch schlimmer: klagen Sie gegen Fluglärm ohne in der Nähe eines Flughafens zu wohnen??? Wieviele Kneipen werden Sie denn Besuchen, wenn das Nichtraucherkneipen geworden sind? Statistisch müssen Sie 2,4 Kneipen besuchen um fernbleibende Raucher aufzufangen..

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02. Januar 2008 14:39

Raucher oder Nichtraucher?

Andreas Bächtle (Andreas_B.)

Ebenso wie bei den Wirten dürfte es auch es auch bei den Kommentatoren der Fall sein, die Raucher sind dagegen, die Nichtraucher dafür. Bei beinahe jeder geplanten Gesetzesänderung wird hier das Ende der Demokratie, der Unternehmerischen Freiheit und was sonst nicht noch alles vorhergesagt, aber auf das Nichtraucherschutzgesetz trifft das natürlich nicht zu, es ist natürlich auch völlig abwegig, das in Einraum-Kneipen in denen sich bisher zu 90% Raucher aufhielten, Gewinneinbussen entstehen können.
Aber, wenn die Bundesregierung so auf die Gesundheit der Bürger bedacht ist sollte sie das Rauchen vollständig verbieten. Dazu gleich noch das trinken von Alkohol denn die Konsumenten verüben unter dem Einfluss dieser Droge unzählige Straftaten u.a. häufig Körperverletzungen und ist Gesundheitsschädlich. Die Pommesbude an der Ecke machen wir gleich mit dicht, diese ungesunden Nahrungsmittel fördern die Ausbreitung von Krebs, und Übergewichtige verursachen unglaubliche Kosten im Gesundheitswesen. Autofahren sollte man auch gleich noch verbieten, wenn wir schon dabei sind, diese rollenden Zeitbomben stellen eine potenzielle Gefahr für sich und jeden anderen Verkehrsteilnehmer dar und die Abgase sind Umwelt- und Gesundheitsschädlich!

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02. Januar 2008 13:32

Es wäre zu wünschen, dass sich der zivile Ungehorsam ...

Klaus P. Lücke (microplan2002)

... auch auf anderen Gebieten manifestiert, z.B. in Form einer flächendeckenden Bußgeldverweigerung oder dem passiven Widerstand der Internet-Provider und Telekommunikationsunternehmen gegen die Totalüberwachung, um nur einige Bereiche zu nennen, für die Handlungsbedarf besteht.

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02. Januar 2008 13:26

Rauchverbot

Joachim Kühn (jokuehn)

In Hessen gilt das Rauchverbot nun ja bereits einige Monate. Seitdem besuchen meine Frau und ich regelmäßiger Restaurants und nun auch mehr und mehr Kneipen. Gespräche mit den Wirten haben ergeben, dass sich tatsächlich keine signifikanten Einnahmeunterschiede feststellen lassen und das Publikum nun aber gemischter sei (dies ist natürlich nicht repräsentativ).

Rauchen ist zwar legal, zu argumentieren, dass es somit überall erlaubt sein müsse ist jedoch keinesfalls nachvollziehbar. Anderes schadhaftes aber legales Verhalten wir ja auch nicht in der Öffentlichkeit toleriert. Das spanische Modell ist in meinen Augen übrigens gescheitert, da hier alle Kneipen als Raucherkneipen gekennzeichnet sind und somit Mitbürger die auf Ihre Gesundheit achten diese Lokalitäten nicht aufsuchen können.

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02. Januar 2008 12:54

Olé ! Eviva Espania!

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

Obwohl Nichtraucher, empfinde ich die Ausuferung der Thematik als sehr befremdend.
Restaurants und Kneipen werden hier m.E. fälschlicherweise zusammengemischt.
In einem Rastaurant, in dem ich der Lust des kulinarischen Genusses fröhne, möchte ich wirklich nicht vom Zigarettengeruch belästigt werden...
Aber in einer Kneipe? Bei Bier und Kurzem ?
Wer stört sich denn an dem "Spanischen Modell" ???
Wenn ich als Nichtraucher nicht in eine Raucherkneipe gehen will - eben WEIL dort graucht wird - wer zwingt mich denn dazu ???
Wer will denn dem Wirt vorscheiben, ob er seine rauchende Stammkundschaft gegen eine imaginäre Nichtraucherkundschaft tauschen will???
In der Regel hat heutzutage, mit sehr eingeengtem Budget, keiner mehr etwas übrig um NEUE Ausgaben zu tätigen. d.H.: bisherige "Kneipenverweigerer" können einen neuen Etat gar nicht aufmachen für zukünftige Kneipenbesuche. Bisherige "Kneipler" haben den monatlichen Betrag eingeplant und werden (würden) ihn auch weiter der (Volks)wirtschaft zuführen !!
Der Nichtraucher (um dessen Schutz geht es ja) kann sich SELBER schützen, indem er keine Raucherkneipen besucht. Diese Struktur muss aber wachsen.
Ginge es um den Schutz der Raucher, hilft nur noch die Tabak-Prohibition.

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02. Januar 2008 12:38

Ist doch wunderbar...

Christian Mertens (Polemikus)

Klasse: Man hat einen Raucherverin gegründet, der eine Kneipe besetzt, in die nun garantiert kein Nichtraucher merh einen Fuß setzt. Und in einem oder zwei Jahren, wenn alle nur noch Nichtraucherkneipen wollen - wie in fast allen anderen europäischen Ländern - geht die Kneipe zu Grunde. Denn die Raucher sterben ja alle früher.

Es ist so wunderbar deutsch, daß man Toleranz für Raucher fordert. Denn wir haben ja auch Toleranz für Kinderschänder, Raser, Mörder, Schläger, Hooligans... Nein, halt, Moment, denen schreiben wir ja auch vor, daß sie fremdschädliches Verhalten lassen sollen.

Oder darf der Sportschütze sein Gewehr benutzen wir er möchte? Darf der Autofarher sein Auto benutzen wie er möchte?

Warum man dem Schädiger erlauben soll, tun und lassen zu können, was er möchte, wird bis zum Aussterben der Raucherkneipen ein Rätsel bleiben. Schön, daß sich die Sache in wenigen Monaten geklärt haben wird. Denn wenn es einmal nur noch rauchfreie Kneipen gibt, dann wird es sich kein Wirt leisten können, das wieder zu revidieren.

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02. Januar 2008 12:18

Recht so

Ralf Walter (Ralf-Walter)

ziviler Ungehorsam ist hier wirklich nötig. Der Bürger darf sich nicht alles gefallen lassen.
Solange Zigaretten legal sind, will ich auch legal rauchen.
Wenn der Staat wirklich so sehr um meine Gesundheit besorgt ist, soll er den Tabak doch ganz verbieten. Das wäre eine harte Woche, aber wenigstens konsequent.
Aber solange noch munter die Tabaksteuern kassiert werden, ist diese Art der Fürsorge eine Lachnummer und bedarf des Widerstands.

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02. Januar 2008 11:53

Interessant wäre ...

Stephan Zitzmann (hotzen)

eine psychologische Einschätzung der Vehemenz der Diskussion und Beiträge von der Raucherseite. Versteckt sich dahinter vielleicht sich nicht eingestehen zu können de Facto drogenabhängig zu sein.
Man geht doch nicht nur zum Rauchen in die Kneipe, sondern auch wegen anderer Dinge. Das Rauchen ist doch Beiwerk des Kneipenbesuches?
Wenn diese anderen Dinge wie Geselligkeit durch ein Rauchverbot so entwertet werden, dass man die Kneipen nicht mehr aufsuchen will, dann sind diese anderen positiven Dinge nicht sehr viel wert oder das Rauchen hat eine unverhältnismäßig hohe (krankhafte?) Bedeutung.
In anderene Worten, wenn dem Raucher durch das Rauchverbot der Kneipenbesuch verleidet wird, dann ist nicht das Rauchverbot das Problem des Rauchers, sondern er selber.

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02. Januar 2008 11:45

Sehr gute Idee

Werner Hannappel (Brooce)

Die Idee, RauchClubs zu gründen, finde ich gut. Jeder der hier freiwillig arbeitet oder als Gast hingeht, weiss, worauf er sich einlässt.
Aber der Gesetzgeber hat mit dem Verbot der Raucherei in Gaststätten absolut recht. Leider zeigt die Realität, dass Raucher sich freiwillig nicht zurücknehmen, und sei es in ausgesprochenen Speiselokalen, wo der eine Tisch die Vorpeise serviert bekommt und der andere sich unisono eine Zigarette oder schlimmeres anzündet.
Wenn man sich mit Freunden in einer Gaststätte trifft, hat man bisher auch die Qualmerei hinzunehmen. Die armen Kellner sowieso.
Ein Feuerchen im Garten darf ich seit Jahren nicht mehr machen, aber einen halben Meter entfernt in einer Gaststätte oder Discothek dürfen Menschen sich ein offenes, qualmendes Feuer im Gesicht anzünden. Das war schon immer widersinnig, auch wenn Raucher sich damit eingeschränkt sehen. Fakt ist, dass Nichtraucher teilweise extrem eingeschränkt und belästigt wurden bis hin zur Körperverletzung. Dazu brauche ich keine Krebsstatistiken, dafür reicht ein Besuch in einer Kellerkneipe (auf deren Besuch ich mich ab 1.7.2008 wieder freue).

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02. Januar 2008 11:32

Legale Droge, das "war einmal"

Martin Böning (mboen)

Rauchen in geschlossenen Raeumen darf man heute angesichts der Erkenntnisse ueber die Gefahren des Rauchens und des Passivrauchens wohl nicht als "Genuss einer legalen Droge" mehr verharmlosen. Man muss es eher als versuchte Selbstverstuemmelung und versuchte Koerperverletzung bezeichnen - und letzteres ist schon lange verboten. :-)

Was das Gezetere der Wirte angeht: es ist also so, dass nur die ca. 1/3 der deutschen Erwachsenen, die rauchen, in Kneipen gehen und die ca 2/3 der nichtrauchenden deutschen Erwachsenen immer daheim hocken, ja? Und wenn wegen Rauchverbots die Raucher auch noch daheim bleiben, gehen alle Kneipen pleite?

Das Problem sind m.E. eher die Ausnahmen: solange irgendwo in "Kneipen" geraucht werden darf, gehen die Raucher halt da hin. Und die Nichtraucher gehen deswegen mit, weil man zusammenbleiben will (Stammtische, Kegelclubs, ...) Wenn generell nicht mehr geraucht werden darf, erledigt sich das "Problem" und man geht wieder in die "gemuetlichste" Kneipe.

Na ja, mal schaun, wie das hier jetzt in Bayern wird - da gilt ja das generelle Rauchverbot.

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02. Januar 2008 11:23

Wo die Nichtraucher bleiben?

M. Abels (abelsm)

Die Gastwirte beschweren sich also, dass die Nichtraucher die Raucher nicht ersetzen würden? Das mag bei einigen Gaststätten so sein, aber sicher nicht bei den meisten. Bei 75% Nichtrauchern wäre es auch merkwürdig, wenn sich die kürzeren Verweilzeiten der 25% Raucher nicht kompensieren liessen. Vielleicht liegt es daran, dass die klagenden Gaststätten es gar nicht versuchen, sondern lieber auf Konfrontation gehen und den Nichtrauchern signalisieren, dass sie gar nicht willkommen sind? Betriebswirtschaftlich ist es mehr als bedenkenswert, 75% der potentiellen Kunden zu verprellen.
Eigene Erfahrungen aus Baden-Württemberg zeigen, dass Nichtraucher jetzt viel länger in Gaststätten verbleiben (oder überhaupt öfters hingehen) und dort auch mehr Getränke konsumieren.
Die ganze Diskussion hängt einfach wie immer davon ab, ob der jammernde oder nicht jammernde Wirt selbst Raucher oder Nichtraucher ist.
Wie der Artikel es treffend formuliert, handelt es sich um eine "Umerziehungskiste". Genau wie bei der Einführung der Anschnallpflicht in Deutschland, die anfangs auch viele als Gängelung und gefährlich bezeichnet hatten ;-)

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02. Januar 2008 09:56

Notwendige Gegenwehr

Frank Martin (FrankMartin)

Den Klägern und den tätigen Verteidigern ihres Eigentums ist nur viel Erfolg zu wünschen. Wo kommen wir hin, wenn dieses Beispiel eines skrupellos in elementare Grundrechte eingreifenden Gesetzgebers Schule macht? Was haben die Damen und Herren Gesundheitsapostel, die sich so stark machten für die Gängelung von Wirten und ihren Gästen gelernt aus den beiden zurückliegenden Diktaturen in deutschen Landen? Es gibt eine ganz einfache Lösung: wer unbedingt eine Nichtrauchergaststätte haben will und keine findet, der sollte eine solche selbst betreiben oder finanzieren. Niemand zwingt ihn, ein anderes Lokal zu betreten.

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02. Januar 2008 09:43

Ungleichbehandlung

Jan Metzger (jan.met)

Die kleinen Kneipen werden solange Probleme haben, wie in den großen geraucht werden darf. Das problem beim Nichtraucherschutzgesetz sind die Ausnahmen. Sie führen dazu, dass die Raucher dorthin gehen wo geraucht wird. Darf nirgends geraucht werden, wird auch keiner benachteiligt.
Auch die "spanische Lösung" wird aus solchen Gründen nicht funktionieren, denn die Gaststättenbetreiber hätten dann den Anreiz das Rauchen zu erlauben, und wer es nicht macht ist benachteiligt.

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