
...zuverlässige Voraussagen von Wahlergebnissen zu gewährleisten.
Im Gegenteil wird dadurch Tür und Tor geöffnet für alle gewünschten und "gemachten" Ergebnisse. Gerade in Hamburg ist die Position von Ole v.Beust reichlich sicher.
Hier wird von interessierten Kreisen eine künstliche Spannung erzeugt, die in Hamburg mit Sicherheit nicht vorhanden ist.
Welchen Wert Umfragen haben, wurde oft belegt und lässt für mich den Schluss zu, dass dieses Geld für Umfragen eingespart und für bessere Gelegenheiten eingesetzt werden könnte.
Der Unsicherheitsfaktor sind die vielen Wähler, die sich erst am Wahltag bzw kurz davor für ihre Partei oder Kandidaten entscheiden.
Diese sind offensichtlich im Visier der Meinungsforscher, die man auch getrost "Meinungsmacher" nennen könnte.

Wenn man keine Ahnung hat... Eine repräsentative Auswahl von befragten bedeutet, daß eine hinreichend große Anzahl von Personen _zufällig_ aus der Gesamtheit aller Personen auswählt. Die zufällige Auswahl ist gerade das Mittel, daß die Repräsentativität herstellen kann, da nur so gewährleistet ist, daß die Stichprobe ein einigermaßes genaues Abbild der Grundgesamtheit ist.

Tatsächlich kann man auch nach Lektüre des Spiegels den Daumen in den Wind legen....
Schade, dass solche Veröffentlichungen die öffentliche Meinung beeinflussen können. Wer hat den die Befragten nach welchen Kriterien auch immer ausgesucht? Die Befragten werden eben nicht repräsentativ, sondern zufällig ausgewählt und da sind 500 - 1.000 Befragte von mehreren Wahlberechtigten eben nur ein Zufallsergebnis. Letzteres wird auch so nicht veröffentlicht, sondern "gewichtet" (= Nachrichten hören und Daumen in den Wind gehalten). Und dass es für eine stabile Mehrheit des Bürgerlichen Lagers eng werden könnte, falls die "SED/PDS/DieLinke" viele Prostestwähler zu sammeln vermag - da braucht es keine teure Umfrage.

Auch Christian Wulff wackelt. Ein CDU-Mann, der sich von seiner Ehefrau getrennt hat, noch nicht geschieden ist, ein Kind gezeugt hat und bisher noch nicht einmal die werdende Mutter zum Standesamt geführt hat (Seehofer und Oettinger lassen grüssen). Was das lehrt?
Sollten wir wirklich Politiker wählen, deren Privatleben in Scherben liegt?

Bis vor kurzem hätte man wohl noch gesagt, daß Koch und von Beust fest im Sattel sitzen, was ist also die Ursache? Ein Punkt könnte natürlich Enttäuschung über die Leistung der Landesregierungen sein - davon bekommt man aber wenig mit. Eine andere Möglichkeit ist, daß die sozialdemokratische Politik im Bund im Widerspruch zur Ausrichtung der beiden Landesverbände liegt - und damit die Mobilisierung des eigenen Lagers auf Landesebene lähmt.

Vor seinem Bild-Interview sah es ja etwas wacklig aus für ihn mit der Hessenwahl, das ist jetzt wohl anders. Noch dazu da die SPD immer noch beim Thema Gewaltverbrecher alle Register zieht, um die besorgten und entsetzten Wahl-Bürger, vor allem aus den Arbeitervierteln der Städte, zu verschrecken mit anhaltender Kuschelpolitik und der Forderung nach verstärkten Integrationsbemühungen der deutschen Gesellschaft als Allheilmittel selbst für polizeibekannte Serienverbrecher. So wird die alte Tante SPD wohl die 20%- Marke knacken- nach unten.

Wenn die Genossen der Volksparteien sich seit Jahrzehnten immer weiter von jeder Ethik entfernen, indem sie bei jeder Möglichkeit nach links abbiegen, um sich der zunehmenden Masse Derjenigen anzubiedern, die ohne eigene Leistung profitieren und von Umverteilung zu leben gedenken, dann werden die Schröpfbaren immer weniger und die Schröpfer einen Pyrrussieg erringen. Die Parteien in Deutschland übersehen, daß ihr Opportunismus zwar die Staatsmacht stärkt, aber zu einem Systemwandel führt :
A nimmt es B, B nimmt es C und C nimmt es A.
Dabei übernimmt der Staat die Rolle des einzig profitierenden Moderators. Am Ende glauben die Menschen vielleicht sogar daran, unter Hauen und Stechen in einem sozialistischen Paradies zu leben.
Aktuell bietet sich als Beispiel das hohe Gut der Verfassungsmäßigkeit von Religionen an:
Scientology ist eine Religion mit christlichen Wurzeln und totalitärem Anspruch, doch hingestellt als die Religion der Schröpfbaren. Der Islam dagegen ist immer schon totalitär gewesen, wird aber Religion der "sozialen Gerechtigkeit" hingestellt.
Scientology wird verboten, der Islam wird gefördert.
Diese politische Systematik führt gesetzlich verankert unweigerlich in den apokalyptischen Sozialismus des Prekariats.

...wenn die Wahl/das Ergebnis ungewiß ist.