Seine Arbeit begann mit Hoffnungen, jetzt kriegt er Kritik von allen Seiten: Insolvenzverwalter Görg

Insolvenzverfahren

Der Arcandor-Komplex in drei Akten

Montag: Arcandor, Dienstag: Karstadt, Mittwoch: Quelle. Die Gläubiger bewältigen nächste Woche in der Essener Grugahalle den größten Pleitefall in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Sie versuchen es zumindest. Von Brigitte Koch und Rüdiger Köhn

17 Kaufhäuser stehen noch auf 
der Kippe

Arbeitnehmer verzichten

Karstadt-Sanierungsplan nimmt erste Hürde

Arbeitnehmervertreter und Insolvenzverwalter haben sich auf ein Eckpunktepapier für die Sanierung der insolventen Kaufhauskette Karstadt geeinigt. Die Mitarbeiter werden auf Teile ihres Weihnachts- und Urlaubsgelds verzichten. 17 der insgesamt 126 Waren- und Sporthäuser stehen bislang noch auf der Streichliste.

Quelle-Eigenmarke: Privileg

Versandhandel

Otto kauft die Marken Quelle und Privileg

Das Hamburger Versandhaus Otto hat sich die Rechte an den Marken Quelle und Privileg gesichert. Außerdem übernimmt Otto das Russland-Geschäft des zahlungsunfähigen Fürther Konkurrenten. Zum Kaufpreis gibt es keine Angaben.

800 Mitarbeiter zittern sich in Leipzig von Woche zu Woche

Quelle

Alles muss raus

Jetzt wird Quelle verramscht: An diesem Sonntagmorgen hat der größte Ausverkauf aller Zeiten im Internet begonnen. So eifrig gingen die Schnäppchenjäger zu Werk, dass die Internetseite teilweise überlastet war. Die Arbeiter im Zentrallager Leipzig fahren nun ein letztes Mal Sonderschichten. Melanie Amann hat sie besucht.

Bei Karstadt herrscht Ausverkauf - wie hier in Bielefeld

Sanierungsbemühungen

Karstadt und Verdi ringen ums Sparprogramm

An einem geheimgehaltenen Ort haben in Essen die Verhandlungen über einen Arbeitnehmerbeitrag zur Sanierung der insolventen Warenhauskette Karstadt begonnen. Auf 150 Millionen Euro sollen die 28.000 Beschäftigten in drei Jahren verzichten.

“Wir sprechen mit ernsthaft interessierten Bietern, die ihr Konzept auch finanzieren können“

Karstadts Zukunft

„Es gibt Interessenten aus dem In- und Ausland“

Klaus Hubert Görg hat mit dem gescheiterten Verkauf des Versandhauses Quelle auch persönlich eine Niederlage hingenommen. Der Insolvenzverwalter von Arcandor/Quelle musste sich viel Kritik über sein Vorgehen anhören. Im F.A.Z.-Interview spricht Görg über die Kritik und die Erfolgschancen von Karstadt.

Die Finanzierung für das Weihnachtsgeschäft ist gesichert

Versandhandel

Quelle macht weiter

Das Licht bei Quelle geht nicht aus. Commerzbank und Bayern LB haben der Verlängerung der Finanzierung für Quelle bis zum Jahresende schon zugestimmt. Die dritte Bank, der Forderungsfinanzierer Valovis, pokert aber noch. Von Rüdiger Köhn

Madeleine Schickedanz

Arcandor-Insolvenz

Das Finanzdesaster der Madeleine Schickedanz

Die Großaktionärin des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor muss mit dem Verlust ihres Privatvermögens rechnen, mit dem Bankkredite besichert waren. Offensichtlich hat sie zu lange und optimistisch an ihrem Arcandor-Engagement festgehalten. Von Brigitte Koch, Düsseldorf

Eick über Eick: Ich bin nicht gierig, aber auch nicht blöd

Arcandor-Insolvenz

Merkel schimpft über Millionen für Eick

Für Merkels Verhältnisse waren es ungewöhnlich deutliche Worte: „Absolut kein Verständnis“ habe sie für die Zahlung von 15 Millionen Euro an Arcandor-Chef Eick, die er trotz der heute offiziell eröffneten Insolvenz erhalten soll. Derweil teilte Arcandor mit, dass Eick das Unternehmen verlässt. Von Brigitte Koch

Trübe Aussichten: Der Konzern beharrte zu lange auf Althergebrachtem

Handel

Das Ende von Karstadt-Quelle

An diesem Dienstag ist Stichtag. Dann soll das Insolvenzverfahren über Arcandor eröffnet werden. Es geht um eine der größten Pleiten der Nachkriegsgeschichte. Nun wird wieder getrennt, was nie wirklich zusammengehörte. Eine Analyse von Brigitte Koch.

Kleine Zeichen der Hoffnung: An der Hauptverwaltung in Fürth

Arcandor-Versandgruppe

Die „neue Quelle“ bekommt eine Chance

Die Katastrophe im Versandgeschäft ist vermieden worden. Zwar müssen 3700 Mitarbeiter den Primondo-Konzern verlassen. Eine neue Kreditlinie ermöglicht aber die Finanzierung des wichtigen Weihnachtsgeschäfts. Das erhöht die Überlebenschancen. Von Rüdiger Köhn

Viel verdient, aber nichts bewirkt: Eick hat die Hoffnungen enttäuscht

Arcandor

Endspiel für Eick

Die Tage von Karl-Gerhard Eick an der Spitze des insolventen Arcandor-Konzerns scheinen gezählt. Anzeichen verdichten sich, dass der Vorstandsvorsitzende mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens am Dienstag seine Position aufgibt.

Bei Arcandor ist nicht mehr viel zu holen

Handel

Insolvenzverwalter empört über Arcandor-Vorstand

„Wir haben mit der Lupe nach der Substanz in diesem Unternehmen gesucht, aber wir haben nichts Nennenswertes gefunden.“ Der vorläufige Insolvenzverwalter der Arcandor-Gruppe, Klaus Hubert Görg, ist geschockt vom Ausmaß der Pleite des Unternehmens und kritisiert den Vorstand. Von Brigitte Koch

Bei der Arcandor-Versandtochter Primondo, zu der auch Quelle gehört, sollen 3700 Jobs wegfallen

Mitarbeiter geschockt

Drastischer Jobabbau bei Quelle

Nach der gescheiterten Suche nach einem Großinvestor will die Arcandor-Tochter Primondo/Quelle bis Januar 2010 rund 3700 Stellen abbauen. Bei Karstadt stehen 19 von 126 Waren- und Sporthäusern auf dem Prüfstand. Die Mitarbeiter reagierten geschockt.

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